MZC schrieb am 23.05.2024 19:21:
... es erhöht erst einmal nur den Preis, den Russland zahlen muß.
Dazu ist Russland bereit - und deshalb bleibt die Situation für die Ukraine erst einmal so, wie sie ist: in der Defensive.
Außer dieser auszukommen wäre viel mehr nötig, als einige Raketen, die Russland treffen: vor allem ausgebildete Soldaten und viel mehr Waffen.
Schon das Erste lässt ist ziemlich unwahrscheinlich, denn mit den eigenen Soldaten wird die Ukraine Russland nicht beikommen können, selbst, wenn der Westen sie im großen Stil weiter hochrüstet.
Sollte sich aber die NATO dazu entscheiden, offen Krieg gegen Russland zu führen und Soldaten zu senden (auch unter dem Deckmantel einzelner Länder) und sollten sie Russland entscheidend bedrängen, dann dürfte Russland tatsächlich die nukleare Option wählen - außer Putin würde freiwillig sich aufgeben. Das ist aber höchst unwahrscheinlich. Er scheint weitaus fester im Sattel und Russland weitaus fähiger einen langen Krieg zu führen, als es viele unserer angeblichen Experten und Schreibtischgeneräle in den Redaktionsstuben wahrhaben wollen.
Abers nichts ist ausgeschlossen. Auch eine Eskalation in Richtung eines katastrophalen Atomkrieges hängt immer noch über allem.
Am Wahrscheinlichsten erscheint mir ein Konflikt, der sich noch über Jahre hinzieht und keine Gewinner sehen wird und nur Verlierer auf allen Seiten.
Auch die USA, die sich bisher als Gewinner sehen möchten. Ganz nach der alten NATO Devise: USA bestimmen, Deutschland (und der Rest Europas) wedeln mit ihren Schwänzen hinterher und Russland draußen, bzw. unten.
Was mag Deutschland hinbekommen? In der Bundeswehr sind aktuell 37.591 Offiziere. Dazu Medizinische Personal, technisches Personal, logistisches Personal. Informatiker, Gleichstellungsbeauftagte, Köche etc.
Vielleicht 3.4000 aktive Waffenträger. Die Ausbildung ist gut, aber konservativ. In praktischer moderner Kriegsführung ungeschult, und ohne Kampferfahrung .
Bei England und Frankreich sieht das ähnlich aus. Die Baltischen Staaten könnten ein paar hundert Mann schicken.
Das einzige was der Ukraine noch weiterhelfen würde ist ein direktes Eingreifen der US Armee, was früher oder später den dritten Weltkrieg bedeutet.
Es wird Zeit nachzugeben, andre Optionen gibt's nicht.