Manche Sachen machen da einfach nur sprachlos.
Ein emeritierter Professor einer renomierten Universität macht so einen Unsinn.
Tja, am mangelnden Geld wird es wohl nicht gelegen haben.
Erhard Oeser – der Name ist vor allem in österreichischen Intellektuellenkreisen wohlbekannt. Oeser ist emeritierter Professor an der Universität Wien, Philosoph, Wissenschaftstheoretiker im Gefolge Sir Karl Poppers und der Evolutionären Erkenntnistheorie.
Seit seiner Emeritierung ist der Gelehrte als umtriebiger Autor für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft unterwegs, mit Büchern zu so erstaunlich unterschiedlichen Themen wie unserer Liebe zu Hunden, Katzen und Pferden, Ägypten, dem Nordpol, der Xenophobie – und nun, zuletzt, zu "herausragenden Frauen".
Man kann auch einfach die Luft da herauslassen und den Oeser als einen Gelehrten in diesem Laberfächle begreifen, der schon immer gerne "interdisziplinär" gearbeitet hatte, vulgo: Nach belieben Artikel und Bücher zu fachfremden Themen veröffentlicht hat.
Ob er dabei schon früher großzügig Texte recycelt hatte? Keine Ahnung.
Als Prof. und Fachfremder dürfte das nicht wirklich interessant gewesen sein.
Das Zeug über die historischen Erdbebentheorien liest sich jedenfalls ganz süffig.
Über die Motivation gerade von so populären Nachschlagewerken, wie der Wikipedia zu kopieren, kann man nur als Griff ins Klo begreifen.
Wer sich ernsthaft für das Thema interessiert, der schaut auch selbstverständlich bei der Wikipedia vorbei.
Aber hey, es wurden auch schon Amateur-Marathonlaufer im Bus erwischt.
Die wollten hinterher einfach mt einer tollen Zeit prahlen können.