Ich habe mich schon vor ca 15 Jahren über das konstruierte Menschenbild des egoistischen Homo oeconomicus aufgeregt. Damals, als es im Rahmen der Agenda 2010 so richtig Fahrt aufnahm. Und wenn ich das jetzt in den beiden Artikeln resümiert sehe, empört mich diese Frechheit, nämlich Menschen in Rollen zu zwingen, damit sie in eine konstruierte Theorie passen, die maßgeschneidert für die Umsetzung der Interessen der Wirtschaft entworfen ist, immer noch über die Maßen.
Es ist nämlich auch so - ich habe in den letzten 15 Jahren selbst die Möhre vor die Nase gehängt bekommen - und wenn man das Prinzip erstmal durchschaut hat, hat man ( also ich jetzt) überhaupt keine Lust sich für dumm verkaufen und benutzen zu lassen. Was man ( also ich jetzt) aber muss, wenn man irgendwie die eigene Existenz sichern muss. Jedenfalls muss man lernen sich damit zu arrangieren ohne daran kaputt zugehen...
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Was aber noch hinzukommt ist die Unterdrückung der Kreativität des Menschen, mit gravierenden Folgen für Entwicklung, Forschung und somit für die Zukunft, wenn Menschen nicht nur in Rollen gezwungen sind, sondern obendrein noch das produzieren, weiterentwickeln müssen, was der Wirtschaft die gewünschten Profite bringt. Das ist doch an Destruktivität kaum noch zu überbieten und grenzt m.E schon an menschenverachtendes Verhalten.
Die in die Tiefe gehende Untersuchung der wahren Natur des Menschen gehört unbedingt wieder in das Zentrum des öffentlichen Interesses und des öffentlichen Diskurses
Genau. Und da fallen mir insbesondere mal zuerst die Charaktereigenschaften und Bedürfnisse ein.
Ich frage mich wirklich, wovon die Konstrukteure des egoistischen Homo oeconomicus getrieben - angetrieben sind. Denn dass sie das Subjekt Mensch in ein nutzbringendes Objekt zwingen, sagt ja im Grunde mehr über die Konstrukteure aus. Wahrscheinlich war´s einfach nur Projektion von sich selbst auf alle anderen, gepaart mit unstillbarer Eitelkeit und Geltungssucht.
vielen Dank für das Aufgreifen auf Aufarbeiten dieses substanziellen Themas