Ist, glaube ich, matchentscheidend. Gefühlt würde ich sagen, dass hier die Grösse und Homogenität der Gruppe entscheidend ist. Kleinere, überschaubare Gemeinwesen liefern für ihre Mitglieder den besten "Wert". Ist doch kein Zufall, dass Liechtensteiner und Luxemburger am wohlhabenensten sind, während Flächenstaaten am kämpfen sind. Wo man seine Leute kennt und schätzt, bescheisst man nicht.
Wobei hier noch eine weitere Dimension sichtbar wird: Das Verhalten verschiedener Gemeinschaften untereinander, nicht bloss auf individueller Ebene. Wenn die Grossen dauernd bescheissen, machen es die kleinen auch. Ich vermute daher, dass mehr oder weniger die gleichen im Artikel beschriebenen Mechanismen auch auf dieser Ebene spielen.
Konsequenterweise müsste ich meine Theorie, dass Kommunismus nicht funktionieren kann, ein bisschen relativieren. Unter gegebenen, historisch gewachsenen Strukturen ist das in der Tat eher weniger möglich. Je kleiner und homogener jedoch die Gemeinschaften, desto wahrscheinlicher, dass es klappt. Innerhalb, und fast noch wichtiger, auch im Umgang mit anderen Gemeinschaften.
Wieder ein guter Artikel.