Ansicht umschalten
Avatar von DrYueh
  • DrYueh

mehr als 1000 Beiträge seit 23.05.2002

Die soziale Norm

Ist, glaube ich, matchentscheidend. Gefühlt würde ich sagen, dass hier die Grösse und Homogenität der Gruppe entscheidend ist. Kleinere, überschaubare Gemeinwesen liefern für ihre Mitglieder den besten "Wert". Ist doch kein Zufall, dass Liechtensteiner und Luxemburger am wohlhabenensten sind, während Flächenstaaten am kämpfen sind. Wo man seine Leute kennt und schätzt, bescheisst man nicht.

Wobei hier noch eine weitere Dimension sichtbar wird: Das Verhalten verschiedener Gemeinschaften untereinander, nicht bloss auf individueller Ebene. Wenn die Grossen dauernd bescheissen, machen es die kleinen auch. Ich vermute daher, dass mehr oder weniger die gleichen im Artikel beschriebenen Mechanismen auch auf dieser Ebene spielen.

Konsequenterweise müsste ich meine Theorie, dass Kommunismus nicht funktionieren kann, ein bisschen relativieren. Unter gegebenen, historisch gewachsenen Strukturen ist das in der Tat eher weniger möglich. Je kleiner und homogener jedoch die Gemeinschaften, desto wahrscheinlicher, dass es klappt. Innerhalb, und fast noch wichtiger, auch im Umgang mit anderen Gemeinschaften.

Wieder ein guter Artikel.

Bewerten
- +
  • Avatar von Emma Morgentau
    • Emma Morgentau

    199 Beiträge seit 30.05.2009

    Antwort auf Die soziale Norm von DrYueh.

    Je kleiner und homogener jedoch die Gemeinschaften, desto wahrscheinlicher, dass es klappt.

    Hm ... Homogenität bedeutet aber auch, sich im eigenen Dunstkreis, in der eigenen Filterblase zu bewegen und sich nach außen abzuschotten. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie man ohne Inspiration, Austausch von Gedanken und Ideen sich und die homogene Gruppe weiterentwickeln kann und wie ohne Entwicklung Existenz gesichert werden kann. Man muss sich ggf auch an veränderte Bedingungen anpassen können, um überleben zu können.
    Hinzu kommt natürlich, dass der Einzelne in der homogenen Gruppe sich selbst ja nicht frei entfalten kann, da er ja sonst die Homogenität gefährden würde. Ich behaupte mal, dass da viel kreatives Potential unterdrückt würde.

    Und dann herrscht entweder sowas wie Gruppendruck, oder eine Person, der Leiter der Gruppe, muss aufpassen und individuelle Bestrebungen im Keim ersticken.

    Das kennen wir ja aus tradierten z,B streng religiösen Familienverhältnissen.

    Und dann die Sache mit dem Überleben der Gruppe im Rahmen der Fortpflanzung... hmm...

    Letzendlich ist Menschsein ja auch mehr, als Wohlstandsvermehrung...

    Also für mich hat das mit der Homogenität irgendwas Totalitäres.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von blu_frisbee
    • blu_frisbee

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

    Re: Luxemburger bescheißen den Rest der Welt

    Antwort auf Die soziale Norm von DrYueh.

    DrYueh schrieb am 09.05.2021 08:32:

    Ist doch kein Zufall, dass Liechtensteiner und Luxemburger am wohlhabenensten sind, während Flächenstaaten am kämpfen sind. Wo man seine Leute kennt und schätzt, bescheisst man nicht.

    Luxemburger bescheißen den Rest der Welt. Steuerhinterziehung.

    Bewerten
    - +
Ansicht umschalten