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Avatar von drescherle
  • drescherle

mehr als 1000 Beiträge seit 23.06.2016

Nirgend wird so heiß gegessen, wir hier gekocht!

Aus dem Ausland hört man ja meistens zum sogn. "Umgang" was völlig anderes, die haben ja auch gar keine Zeit für diesen ganzen Quatsch.

Ich behaupte, dass außerhalb der Großstädte das Leben dort genauso weitergeht, wie vorher.

Billys Arm ist dafür einfach zu kurz und dürfte die meisten Länder der Erde hinter den Kulissen mit den Schultern zucken lassen.

Zumal in einer gefährlichen Pandemie Tourismus gar nicht möglich wäre, denn niemand öffnet oder reist, wenn man Leichen oder Schwerkranke in der Menge zu verzeichnen hat, welche für das eigene oder das Leben Aller relevant sein könnte/n.

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  • Avatar von Aristophanes
    • Aristophanes

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.01.2003

    Keine Ahnung...

    Antwort auf Nirgend wird so heiß gegessen, wir hier gekocht! von drescherle.

    ... aber selbstbewusstes Auftreten und bei Telepolis natürlich Grün dafür.

    In GR gab es mehrere Lockdowns mit Maßnahmen, gegen die alles, was in Deutschland bisher verordnet wurde, eine laue Sommerfrische ist.

    Die Polizei ist auf der Straße und setzt die Maßnahmen auch durch. Die Strafen sind durchweg existenzgefährdend, vor allem für Gewerbetreibende, mit Ausnahme natürlich für die wirklich Reichen.

    In den kleinen Dörfern, wir reden hier eigentlich von Weilern, sieht man es zwar sicher nicht so eng, warum auch, da kommt im Winter kein Schwein hin und auf Arbeit außerhalb muss von dort auch keiner, aber wenn es ein Geschäft oder Kafenion gibt, ist das auch zu.

    So etwas wie eine Querdenkerszene gibt es nicht. Großdemos bei den sonst so demonstrationsfreudigen Griechen auch nicht. Bei einem landesweiten Versuch der Gaststättenvereinigung eine zu organisieren, sind in Athen weniger als 500 Hansel zusammen gekommen.

    Es gibt einzelne Kirchenvertreter, die was von "Schutz durch Weihwasser" und der "heiligen Jungfrau" brabbeln und da tut sich der Staat tatsächlich traditionell schwer.

    Für so einen Quatsch hat man dort aber tatsächlich kein Verständnis.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (22.04.2021 10:02).

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  • Avatar von exkoelner
    • exkoelner

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.06.2012

    1/2 OT: Deutsch-Ostafrika

    Antwort auf Keine Ahnung... von Aristophanes.

    "Noch während des Aufstands verabschiedete der Reichstag in Berlin 1905 ein Gesetz zur Aufhebung der Sklaverei in den deutschen "Schutzgebieten": Alle ab 1906 Geborenen sollten demnach als frei gelten und Haussklaven nur bis 1920 in der Obhut ihrer Herren sein. Vor allem Bernhard Dernburg (1865-1937), neuer Leiter der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts, hatte erkannt, dass durch die Erhebungen die Kolonie wirtschaftlich stark litt und befürwortete entschieden diesen neuen Kurs. Nach Ende der Unruhen 1907 bedienten sich die Kolonialbehörden verstärkt den Anführern und setzten diese als Bindeglieder zu der Bevölkerung ein. Die lokalen Herrscher sollten eigene Plantagen anlegen und ihre Erzeugnisse an die deutsche Kolonialmacht zu niedrigen Preisen verkaufen. Um die weitere Verarmung der Einheimischen vorzubeugen und Ausfälle von Steuern zu vermeiden, wurden die Preise von der deutschen Regierung garantiert."

    https://www.dhm.de/lemo/kapitel/kaiserreich/aussenpolitik/die-kolonie-deutsch-ostafrika.html

    Und Deutschland hat die Troika, um diese "gute" alte Tradition auch auf Südeuropa auszuweiten, in Griechenland angewendet. Deutschland hat es auch damals nur gut gemeint, mit den Negern. Und jetzt macht Deutschland das eben wieder für Ungarn, Polen, Tschechen, Italiener, Portugiesen und ganz vielen "Neger-Staaten" (Satire!) in Afrika, weil Annalena und M. und Söder es einfach besser wissen, wie der Hase zu laufen hat. Sie wissen alles für alle besser, deswegen muss auch niemand mehr gefragt werden, es muss auch nicht mehr diskutiert werden, mit niemand.

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  • Avatar von drescherle
    • drescherle

    mehr als 1000 Beiträge seit 23.06.2016

    Antwort auf Keine Ahnung... von Aristophanes.

    Aristophanes schrieb am 22.04.2021 10:00:

    ... aber selbstbewusstes Auftreten und bei Telepolis natürlich Grün dafür.

    In GR gab es mehrere Lockdowns mit Maßnahmen, gegen die alles, was in Deutschland bisher verordnet wurde, eine laue Sommerfrische ist.

    Die Polizei ist auf der Straße und setzt die Maßnahmen auch durch. Die Strafen sind durchweg existenzgefährdend, vor allem für Gewerbetreibende, mit Ausnahme natürlich für die wirklich Reichen.

    In den kleinen Dörfern, wir reden hier eigentlich von Weilern, sieht man es zwar sicher nicht so eng, warum auch, da kommt im Winter kein Schwein hin und auf Arbeit außerhalb muss von dort auch keiner, aber wenn es ein Geschäft oder Kafenion gibt, ist das auch zu.

    So etwas wie eine Querdenkerszene gibt es nicht. Großdemos bei den sonst so demonstrationsfreudigen Griechen auch nicht. Bei einem landesweiten Versuch der Gaststättenvereinigung eine zu organisieren, sind in Athen weniger als 500 Hansel zusammen gekommen.

    Es gibt einzelne Kirchenvertreter, die was von "Schutz durch Weihwasser" und der "heiligen Jungfrau" brabbeln und da tut sich der Staat tatsächlich traditionell schwer.

    Für so einen Quatsch hat man dort aber tatsächlich kein Verständnis.

    Ich rede ja auch nicht explizit von Griechenland, zumal die es wohl als lupenreines EU Land am Trog der EU-Gelder (wie andere Länder auch) es schwer haben dürften und trotz Untersterblichkeit deshalb mediengerecht mitmachen.

    Das Schulterzucken hinter den Kulissen dürfte da trotzdem nicht wenig sein oder wie erklärst du dir es, dass die sich jetzt ausgerechnet einen Urlauberspagat erlauben?

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  • Avatar von Aristophanes
    • Aristophanes

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.01.2003

    Ach weißt du...

    Antwort auf Re: Keine Ahnung... von drescherle.

    ... ich antworte oft im Kontext des Artikels und bemühe mich zudem nur dann zu antworten, wenn ich aus Wissen oder Erfahrung etwas beitragen kann. Ich weiß, das ist eine schlechte Angewohnheit von mir.

    es schwer haben dürften und trotz Untersterblichkeit deshalb mediengerecht mitmachen.

    Klar, ich lese auch viel über die Situation in Griechenland, verlasse mich hier aber doch lieber auf meinen eigenen Eindruck und die Gespräche mit Freunden aus allen Teilen des Landes.

    Das Schulterzucken hinter den Kulissen dürfte da trotzdem nicht wenig sein oder wie erklärst du dir es, dass die sich jetzt ausgerechnet einen Urlauberspagat erlauben?

    Nun, weil die Saison beginnt?
    Wär ja blöd, so was im Winter durchzuziehen, wenn eh alles geschlossen hat.

    Das wird, wie im letzten Jahr, aus ähnlichen Gründen erfolgen, warum in Deutschland keine Betriebsschließungen in der Industrie angeordnet wurden: 30% des Bruttoinlandproduktes, regional über 80%, wird durch Tourismus erwirtschaftet.

    Ich ahne, dass dir einfache Erklärungen nicht genügen.

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  • Avatar von Aristophanes
    • Aristophanes

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.01.2003

    Ich bin leider nicht in der Lage...

    Antwort auf 1/2 OT: Deutsch-Ostafrika von exkoelner.

    ... deinen Ausführungen zur Kolonialzeit zu folgen.

    Es ist zwar wahr, dass der erste König im modernen Griechenland ein Bayer war und, funfact, des "griechische Weiß-Blau" eigentlich das der Wittelsbacher ist, man beachte, insbesondere bis heute das der Armee, ich hege trotzdem meine Zweifel, dass Herr Söder der griechischen Regierung jeden Tag ein Bulletin schickt, in dem steht, was sie zu tun und zu lassen hat.

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  • Avatar von KayHarris
    • KayHarris

    169 Beiträge seit 29.03.2016

    Antwort auf Ich bin leider nicht in der Lage... von Aristophanes.

    Aristophanes schrieb am 23.04.2021 08:44:

    ... deinen Ausführungen zur Kolonialzeit zu folgen.

    Es ist zwar wahr, dass der erste König im modernen Griechenland ein Bayer war und, funfact, des "griechische Weiß-Blau" eigentlich das der Wittelsbacher ist, man beachte, insbesondere bis heute das der Armee, ich hege trotzdem meine Zweifel, dass Herr Söder der griechischen Regierung jeden Tag ein Bulletin schickt, in dem steht, was sie zu tun und zu lassen hat.

    ist so nicht ganz korrekt, aber ja, die farben passen sehr gut zueinander, bayern und griechenland, eine genauere historie der griechischen flagge können sie auf wikipedia nachsehen, https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Griechenlands wo zu sehen ist, dass die weiss/blau kombination schon vor otto I da war. aber wie gesagt, das hat gut zueinander gepasst. farblich zumindest ;)

    nachtrag: das blau in der griechischen flagge ist nicht standardisiert, sondern konsensabhängig, andere flaggen haben da genaue vorgaben.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (23.04.2021 10:12).

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  • Avatar von Aristophanes
    • Aristophanes

    mehr als 1000 Beiträge seit 22.01.2003

    Der Wikipedia-Artikel...

    Antwort auf Re: Ich bin leider nicht in der Lage... von KayHarris.

    ... spiegelt nicht annähernd die komplexe Entwicklung vom Beginn des Unabhängigkeitskampfes bis zur Staatsgründung und darüber hinaus wider. Jeder Landstrich und jeder Kapitän, nicht zu vergessen die Kapitäninnen, hatte da seine eigene "Unabhängigkeitsflagge", zum Teil recht wildes Zeug mit allerlei Getier darunter.

    Was nun zuerst da war, bwz. wie die Verhandlungen mit dem Hause Wittelsbach die Flaggenentscheidung mitbeeinflusst hat, versinkt in den Wirren der Geschichte.

    nachtrag: das blau in der griechischen flagge ist nicht standardisiert

    Als gesichert gilt, dass die Flagge der Armee das ursprüngliche, blassblaue "Wittelsbacher-Blau" trägt, das sich wesentlich von dem Blau der Zivil-Flagge unterscheidet. Das Original ist irgendwo in Athen zu begutachten, ich müsste nachschauen, wo genau.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (23.04.2021 15:44).

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