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  • Propeller15

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Re: "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit

Emma Peel schrieb am 20.06.2021 15:42:

Wenn man z.B. alle Kinder in staatliche Schulen schicken würde, hätten alle die gleichen Rechte und die Gesellschaft, also die Eltern hätte alle das gleiche Interesse, diese Schulen gut auszustatten. Diese Politik hält die Gesellschaft zusammen.

Statt dessen lässt man die öffentliche Bildung verkommen und die Reichen schicken ihre Kinder auf Internate und Eliteschulen, was sie in jeder Hinsicht bevorteilt und die Gesellschaft spaltet.

Das ist Unsinn. Als Eltern hat man entweder ein Interesse daran, dass das Kind gute Bildung bekommt, oder es ist einem egal. Ich kenne genügend, denen es egal ist. (Faktisch, nicht mit dem Mund. Wenn diese Eltern selbst aktiv werden müssten, tun sie nix, wenn andere etwas tun würden, dann gibts Bla.)

Die Eltern, die für ihr Kind Bildung wollen, werden desillusioniert während der Grundschule. Zum Glück dauert die nur vier Jahre. Augen zu und durch.

Dann kommen nochmal 8 oder 9 Jahre. Die Frustration, dass man eh nichts ändern kann und dass die schönen Worte aus den Ministerien nichts wert sind, und dass Eltern gar nicht solidarsch sein können, muss man nur bis Schulende überstehen. Und die Versäumnisse der Schule mit eigenem Engagement ausgleichen.

Man zählt dann: naja, noch 5 Jahre. Schaffen wir schon. Jetzt ist das Kind in der Oberstufe. Wird schon gehen.

Schulzeit vorbei? JUHUUUU. Nach mir die Sintflut.

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