Ansicht umschalten
Avatar von Populist
  • Populist

mehr als 1000 Beiträge seit 14.06.2016

"Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit

"Die Menschen sind und bleiben von Geburt frei und gleich an Rechten." So lautet der erste Satz der von der französischen Nationalversammlung am 17. August 1789 angenommenen "Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte".

"Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit.

Die identitätspolitischen Lobbyisten wollen aber Ergebnisgleichheit statt Chancengleichheit. Was für dich genommen schon mal eine freust kognitive Dissonanz beweist, weil dieselben Leute ständig von Diversität reden. Wenn man akzeptiert, dass Menschen unterschiedlich sind, kann man aber nicht zugleich Ergebnisgleichheit erwarten. Unterschiedliche Menschen = unterschiedliche Ergebnisse. So einfach ist das, Ende aus.

Bewerten
- +
  • Avatar von pk
    • pk

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.10.2000

    Antwort auf "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit von Populist.

    Populist schrieb am 20.06.2021 15:14:

    "Die Menschen sind und bleiben von Geburt frei und gleich an Rechten." So lautet der erste Satz der von der französischen Nationalversammlung am 17. August 1789 angenommenen "Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte".

    "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit.

    In der französischen Nationalversammlung war hauptsächlich das aufstrebende Bürgertum vertreten, dem es darum ging, die politische Macht vom Adel zu erobern. Sie hatten nicht das geringste Interesse daran, ihr Eigentumsprivileg anzutasten. Dementsprechend oberflächlich gestaltet sich der Freiheitsbegriff dort, denn er räumt den Armen lediglich das Recht ein, sich vom Bürgertum völlig frei ausbeuten zu lassen.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von knarr
    • knarr

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.05.2007

    Antwort auf Re: "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit von pk.

    pk schrieb am 20.06.2021 15:20:

    Populist schrieb am 20.06.2021 15:14:

    "Die Menschen sind und bleiben von Geburt frei und gleich an Rechten." So lautet der erste Satz der von der französischen Nationalversammlung am 17. August 1789 angenommenen "Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte".

    "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit.

    In der französischen Nationalversammlung war hauptsächlich das aufstrebende Bürgertum vertreten, dem es darum ging, die politische Macht vom Adel zu erobern. Sie hatten nicht das geringste Interesse daran, ihr Eigentumsprivileg anzutasten. Dementsprechend oberflächlich gestaltet sich der Freiheitsbegriff dort, denn er räumt den Armen lediglich das Recht ein, sich vom Bürgertum völlig frei ausbeuten zu lassen.

    Dazu passt ja diese neue Handhabung von Rechten als "Chancen" ins defaitistische Muster, statt den Menschen Armen eingeschlossen zu vermitteln, dass man die schon als Eigentümer eines Leben in Anspruch nehmen müsste, und es nicht gerade in ihrem Interessen gewesen ist, im vorauseilenden Gehorsam sich selber schon Grundrechte in Abrede zu stellen...

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.06.2021 15:31).

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Emma Peel
    • Emma Peel

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.03.2016

    Antwort auf "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit von Populist.

    Populist schrieb am 20.06.2021 15:14:

    "Die Menschen sind und bleiben von Geburt frei und gleich an Rechten." So lautet der erste Satz der von der französischen Nationalversammlung am 17. August 1789 angenommenen "Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte".

    "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit.

    Nein, Gleich an Rechten bezieht sich nicht auf den kapitalistischen Wettbewerb, sondern auf die Stellung der Menschen unter einander und in der Beziehung zur Gesellschaft. Es soll niemand bevorzugt werden.

    Und genau hier geht die Identitätspolitik einen falschen Weg. Sie versucht einzelne Gruppen zu bevorzugen, indem sie Sonderrechte vergibt und nicht, indem sie die Benachteiligung aufhebt.

    Wenn man z.B. alle Kinder in staatliche Schulen schicken würde, hätten alle die gleichen Rechte und die Gesellschaft, also die Eltern hätte alle das gleiche Interesse, diese Schulen gut auszustatten. Diese Politik hält die Gesellschaft zusammen.

    Statt dessen lässt man die öffentliche Bildung verkommen und die Reichen schicken ihre Kinder auf Internate und Eliteschulen, was sie in jeder Hinsicht bevorteilt und die Gesellschaft spaltet.

    Und diese Benachteilung versucht man dann nachträglich durch Identitätspolitik zu heilen, die wieder die Gesellschaft nur spaltet.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Reason To Live
    • Reason To Live

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.02.2014

    Antwort auf Re: "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit von Emma Peel.

    Naja, seien wir mal ehrlich: Die Einräumung von Rechten steigt mit dem monitären Erbe.
    Eine Klatten oder Springer kann mir keinen von privelligierten weissen Männern erzählen, die zum Niedriglohn die Pakete an die Haustür liefern.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Faty
    • Faty

    971 Beiträge seit 06.05.2008

    Antwort auf Re: "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit von pk.

    sehr und gut richtig

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Faty
    • Faty

    971 Beiträge seit 06.05.2008

    Antwort auf Re: "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit von Emma Peel.

    das ist nicht richtig, ich möchte dazu hier darauf hinweisen. wegen der gleichheit.
    https://klartext-info.de/?p=729

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Emma Peel
    • Emma Peel

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.03.2016

    Antwort auf Re: "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit von Reason To Live.

    Reason To Live schrieb am 20.06.2021 15:57:

    Naja, seien wir mal ehrlich: Die Einräumung von Rechten steigt mit dem monitären Erbe.
    Eine Klatten oder Springer kann mir keinen von privelligierten weissen Männern erzählen, die zum Niedriglohn die Pakete an die Haustür liefern.

    Ja das ist so, und mittels des Erbrechts schaffen wir wieder so eine Art gehobenen Stand wie den Adel. Bei uns der Geldadel, der von Generation zu Generation weiter gegeben wird. Und am Ende haben wir einen neuen Feudalismus - allerdings unter der Tarnkappe der Leistungsgesellschaft.

    Darum müsste man allgemein Vieles ändern, und nicht punktuell wie die Identitätspolitik, die dann die Verlierer noch gegeneinander antreten und die oberen 10.000 unbehelligt lässt.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Propeller15
    • Propeller15

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.08.2013

    Antwort auf Re: "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit von Reason To Live.

    Reason To Live schrieb am 20.06.2021 15:57:

    Naja, seien wir mal ehrlich: Die Einräumung von Rechten steigt mit dem monitären Erbe.
    Eine Klatten oder Springer kann mir keinen von privelligierten weissen Männern erzählen, die zum Niedriglohn die Pakete an die Haustür liefern.

    An meiner Türe sind solche. Und die sind sehr zuverlässig. Es gibt auch nicht-privillegierte nicht-Weiße. Von denen sind einige weniger zuverlässig.

    Bewerten
    - +
  • Avatar von Propeller15
    • Propeller15

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.08.2013

    Antwort auf Re: "Gleich an Rechten" meint Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit von Emma Peel.

    Emma Peel schrieb am 20.06.2021 15:42:

    Wenn man z.B. alle Kinder in staatliche Schulen schicken würde, hätten alle die gleichen Rechte und die Gesellschaft, also die Eltern hätte alle das gleiche Interesse, diese Schulen gut auszustatten. Diese Politik hält die Gesellschaft zusammen.

    Statt dessen lässt man die öffentliche Bildung verkommen und die Reichen schicken ihre Kinder auf Internate und Eliteschulen, was sie in jeder Hinsicht bevorteilt und die Gesellschaft spaltet.

    Das ist Unsinn. Als Eltern hat man entweder ein Interesse daran, dass das Kind gute Bildung bekommt, oder es ist einem egal. Ich kenne genügend, denen es egal ist. (Faktisch, nicht mit dem Mund. Wenn diese Eltern selbst aktiv werden müssten, tun sie nix, wenn andere etwas tun würden, dann gibts Bla.)

    Die Eltern, die für ihr Kind Bildung wollen, werden desillusioniert während der Grundschule. Zum Glück dauert die nur vier Jahre. Augen zu und durch.

    Dann kommen nochmal 8 oder 9 Jahre. Die Frustration, dass man eh nichts ändern kann und dass die schönen Worte aus den Ministerien nichts wert sind, und dass Eltern gar nicht solidarsch sein können, muss man nur bis Schulende überstehen. Und die Versäumnisse der Schule mit eigenem Engagement ausgleichen.

    Man zählt dann: naja, noch 5 Jahre. Schaffen wir schon. Jetzt ist das Kind in der Oberstufe. Wird schon gehen.

    Schulzeit vorbei? JUHUUUU. Nach mir die Sintflut.

    Bewerten
    - +
Ansicht umschalten