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  • Mathematiker

mehr als 1000 Beiträge seit 22.02.2014

Da hat sich ein Altkommunist kräftig verlaufen

Da muss man sich doch kräftig durch allerlei Unsinn wühlen, bis der Autor zum Punkt kommt:

Lenin war der erste Sozialdemokrat, der die berufsmäßige Selbstisolierung der Arbeiterbewegung durchschaute und als das Haupthindernis für die Revolution bekämpfte.

Das haben die Sozialdemokraten nun wirklich nicht verdient mit diesem Schlächter und Menschenfeind gleichgesetzt zu werden.

Ehrlich gesagt, habe ich nur wenig Lust mich mit diesem Quatsch aus der Ecke der Betonkopf-Kommunisten auseinanderzusetzen und gönne mir hier nur eine kleine Bemerkung:

Die Umwälzungen in China, Korea und dann in Vietnam wurden so möglich.

Zur Realität gehörte aber auch, dass sich die UdSSR, VRChina und Vietnam jeweils nie sonderlich grün waren. Statt den internationalen Kampf irgendwie gemeinsam zu gestalten, führten die sogar inoffiziell Krieg gegeneinander.(China vs. Vietnam)
Der Nixon nutzte die Animositäten zwischen der UdSSR und der VR China aus, um über die Russen die Vietnamesen zu einem Waffenstillstand zu zwingen, damit er den Konflikt "vietnamesisieren" konnte.
Die Chinesen hatten unter Mao auch ihren ersten "identitären Moment". Da wollte man am Anfang auch die chinesischen Schriftzeichen durch europäische ersetzen. Da hatte der Mao dann noch die Kurve gekriegt, bevor ihm die Leute von der Fahne gingen.
Nebenbei: Für die Asiaten ist Russland ebenfalls eine europäische Kolonialmacht.

Nein, die identitäre Politik hat ihren Ursprung in der Affirmative Action unter John F. Kennedy, als nicht nach bedürftigkeit, sondern nach Rasse heute "Identität" förderungen vergeben wurden. Schon damals ging es hauptsächlich darum, die statistische Ungleichheit zu beseitigen.
Im Grunde hat jede identitäre Bewegung ihre Ursache im Scheitern automatisch eine Gleichheit erreichen zu können. Auch die Affirmative Action führte, trotz massiver Bevorzugung von Schwarzen nicht zu einer automatischen Angleichung.

Wirklich interessant ist aber ein anderer Effekt.
Wurden die Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen ursprünglich noch von den Schwarzen selbst finanziert, fanden sich bald andere Einnahmequellen.

Die frauenbewegte Alice Schwarzer fand in den 1970'ern schnell heraus, dass solchen Aktivisten auch der Staat ein auskömmliches Leben finanziert.
Die ganzen Frauenbeauftragten sollte man als riesige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme begreifen. Ein gut dotierter Job, ohne jede Verpflichtungen.

Und genau darum geht es auch bei der "identitären Politik", die Hanseln wollen sich vor allen Dingen selbst ein bequemes Leben auf Kosten der Anderen beschaffen.
Die Genderprofessor?innen bekommen doch richtig Asche und noch kräftig Spielgeld hinterher geworfen.

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  • Avatar von funkenforcer
    • funkenforcer

    494 Beiträge seit 14.06.2002

    Antwort auf Da hat sich ein Altkommunist kräftig verlaufen von Mathematiker.

    Mathematiker schrieb am 20.06.2021 20:34:

    Das haben die Sozialdemokraten nun wirklich nicht verdient mit diesem Schlächter und Menschenfeind gleichgesetzt zu werden.

    Die Sozialdemokraten, als die Partei des institutionalisierten Verrats an der Arbeiterklasse, haben jegliche Herabsetzung und Verachtung verdient, die sie sich in den letzten über einhundert Jahren hart "erarbeitet" haben. Ob allerdings Lenin verdient hat, mit denen gleichgesetzt zu werden, das steht auf einem anderen Blatt.

    fe

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (21.06.2021 07:55).

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  • Avatar von kleinrudi
    • kleinrudi

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.05.2017

    Antwort auf Da hat sich ein Altkommunist kräftig verlaufen von Mathematiker.

    Ich stimme im Wesentlichen deinen Ausführungen zu. Nur folgendes sehe ich anders:

    Nein, die identitäre Politik hat ihren Ursprung in der Affirmative Action unter John F. Kennedy, als nicht nach bedürftigkeit, sondern nach Rasse heute "Identität" förderungen vergeben wurden. Schon damals ging es hauptsächlich darum, die statistische Ungleichheit zu beseitigen.

    Also die "Affirmative Action" gab es erst nach dem Tod von J.F.K. Erst die Protestbewegung (Martin Luther King) Mitte der 60eer Jahre führte dann zu der "Affirmative Action".

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