Ansicht umschalten
Avatar von blu_frisbee
  • blu_frisbee

mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

Anmerkungen

1 Profiteure der De-Emanzipation sind weiße Besitzende, in der Regel Männer - der Kern des neuen Bürgertums. Sie dominieren die westlichen Gesellschaften und prägen deren Kulturen.

Es mag ja sein, daß Länder historisch unterschiedliche "Kulturen" haben aber die Bourgeoisie tendiert zu einer einzigen, weltweit. Das ist ja grade der Vorwurf den die Faschos der Bourgeoisie und ihrem Dienstpersonal machen, daß sie als Globalisten keine eigene Kultur mehr haben.
¹ Ich wär dankbar, wenn jeder der davon redet seine Definition von Kultur erläuterte.
Beim Karneval der Kulturen gehts um Kostüme, Musik, Tanz, Gastro. Ich glaub nicht daß darin Anlässe zum Streit sind. Seit auch Nazis rappen ist der Vorwurf 'Negermusik' soo Anno Asbach. Jazz mögen die Nazis glaub ich immer noch nicht.

2 Und was die grundsätzliche Friedfertigkeit des Buddhismus angeht, so haben die von buddhistischen Mönchen in Myanmar angeführten Pogrome gegen die muslimischen Rohingya erst jüngst der Weltöffentlichkeit vor Augen geführt, dass sie eine Schimäre ist.

Die Lehre des Vollerwachten richtete sich an städtische Schichten, tradiert wurde jedoch in Agrargesellschaften. https://de.wikipedia.org/wiki/Ashin_Wirathu beruft sich auf eine Apokryphe die nicht zum Pali-Kanon gehört. Der gehört mE zum Buddhismus wie Scientology zum Christentum.

2 Eine vergleichbare Verklärung gibt es gegenüber dem Islam. Vor dem Hintergrund der berechtigten Kritik an Diskriminierungen von Moslems spricht man verallgemeinernd von einer "Islamophobie" des Westens. Verdeckt werden damit aber die Schattenseiten dieser Religion, sei es ihre verbreitete Intoleranz gegenüber "Ungläubigen" oder die von ihr verteidigte patriarchalische Gesellschaftsordnung, in der Frauen und sexuelle Minderheiten diskriminiert werden.

Bevor die Europäer kamen gabs in islamischen Gesellschaften eine Ambiguitätstoleranz die man beim heutigen Zustand für unglaublich hält. Wenn man die Codes kennt ist Arabien das Paradies für Schwule, nur machen die halt nicht ein Identitätsding draus wie im Westen. Die mögen halt Sex mit Männern, aber schwul sind die nicht.
https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2007/05/the-kingdom-in-the-closet/305774/

Zu 2 & 3 kann man jeweils eine Verfallsdiagnose stellen.
Im Herbst der Kultur werfen Zwerge lange Schatten.
Da ungefähr muß man Identitätspolitik auch einordnen: Als Verrat an der Aufklärung.
Kleinbürgerliche.
https://arbeiterinnenmacht.de/2021/03/06/identitaet-als-politisches-programm-marxismus-und-identitaetspolitik/
https://www.jungewelt.de/artikel/403424.k%C3%A4mpfe-um-anerkennung-mangelhafter-gesellschaftsbegriff.html

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.06.2021 15:52).

Bewerten
- +
Ansicht umschalten