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Avatar von Leichtmatrose
  • Leichtmatrose

mehr als 1000 Beiträge seit 31.05.2019

Strategischer Vergleich

In diesem Big Game sehe ich als Stärken der USA
- Ihr internationales Bündnissystem und Netz an Stützpunkten
- ihre deutlich bessere geostrategische Ausgangslage
- ihr kampferprobtes Militär

Als Stärken der Chinesen sehe ich:
- ihre größere Bevölkerungsbasis und vor allem auch die größere Anzahl an Ingenieuren und Technikern
- ihre Fähigkeit Produktion jederzeit zu skalieren

Meiner Erfahrung nach brauchen Chinesen für Entwicklungsprojekte 30- 40 Prozent weniger Zeit als Langnasen. Die größere Anzahl an angesetzten Ingenieuren und eine gewisse Hemdsärmligkeit sehe ich als Grund hierfür. M E. ist es nur eine Frage der Zeit bis die Chinesen den Westen technologisch hinter sich gelassen haben. Sobald das der Fall sein wird sehe ich dieses Big Game als absolut offen an, bis dahin haben die Amis m.E. die besseren Karten.

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  • Avatar von venice12
    • venice12

    mehr als 1000 Beiträge seit 20.09.2015

    Antwort auf Strategischer Vergleich von Leichtmatrose.

    "...bis dahin haben die Amis m.E. die besseren Karten."

    Wirklich?

    https://www.zerohedge.com/economics/wall-street-reacts-chinas-latest-regulatory-masterplan-which-spells-pain-next-five-years

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  • Avatar von blu_frisbee
    • blu_frisbee

    mehr als 1000 Beiträge seit 12.09.2002

    Re: shepherding finance capital?

    Antwort auf Re: Strategischer Vergleich von venice12.

    venice12 schrieb am 12.08.2021 15:41:

    "...bis dahin haben die Amis m.E. die besseren Karten."

    Wirklich?

    https://www.zerohedge.com/economics/wall-street-reacts-chinas-latest-regulatory-masterplan-which-spells-pain-next-five-years

    Bin ich nicht schlau draus geworden aber
    https://nymag.com/intelligencer/2021/08/chinas-sweeping-crackdown-on-big-tech-is-a-wake-up-call.html

    sie verhindern, daß Finanzkapital in schädliche Sektoren gelenkt wird.
    Irgendwo muß es ja hin.

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  • Avatar von Mircutux
    • Mircutux

    mehr als 1000 Beiträge seit 23.06.2015

    Antwort auf Strategischer Vergleich von Leichtmatrose.

    "...bis dahin haben die Amis m.E. die besseren Karten."

    Noch!

    Und deshalb werden die Ami-Eliten alles tun um China daran zu hindern.
    Der nächste Stellvertreterkrieg steht an und die Türkei würde sich gut dafür eignen.
    Man muss Erdogan nur weiterhin gut mit Waffen versorgen. Die Konflikte mit Russland oder China kommen dann schon von allein.

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  • Avatar von Karl Sten
    • Karl Sten

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.08.2015

    Antwort auf Strategischer Vergleich von Leichtmatrose.

    Leichtmatrose schrieb am 12.08.2021 15:16:

    In diesem Big Game sehe ich als Stärken der USA
    - Ihr internationales Bündnissystem und Netz an Stützpunkten
    - ihre deutlich bessere geostrategische Ausgangslage
    - ihr kampferprobtes Militär

    Als Stärken der Chinesen sehe ich:
    - ihre größere Bevölkerungsbasis und vor allem auch die größere Anzahl an Ingenieuren und Technikern
    - ihre Fähigkeit Produktion jederzeit zu skalieren

    Meiner Erfahrung nach brauchen Chinesen für Entwicklungsprojekte 30- 40 Prozent weniger Zeit als Langnasen. Die größere Anzahl an angesetzten Ingenieuren und eine gewisse Hemdsärmligkeit sehe ich als Grund hierfür. M E. ist es nur eine Frage der Zeit bis die Chinesen den Westen technologisch hinter sich gelassen haben. Sobald das der Fall sein wird sehe ich dieses Big Game als absolut offen an, bis dahin haben die Amis m.E. die besseren Karten.

    Sie brauchen in den Projekten weniger Zeit, wo sie auf die Erfahrungen Anderer zurückgreifen können. Ein Grund ist auch, dass bestimmte Projekte auch nicht durch Bürger mangels Klagerecht behindert werden können.

    Das letzte Jahrzehnt in China war immer noch geprägt durch das Einholen. Was sie auch sehr gut können.

    Das nächste Jahrzehnt wird in vielen Bereichen durch direkte Konkurrenz auf Augenhöhe mit Japan, Südkorea, USA, EU, Taiwan stattfinden. China wird keinen Zugriff auf alle westlichen Spitzentechnologien erhalten und wird gezwungen sein, viel Geld & Energie in eigene Neuentwicklung zu stecken (z.B. Space, Chipproduktion,...). Und sie müssen ihre Fehler bei der technologischen Entwicklung vielfach künftig selber machen.

    Das wird die Entwicklungsgeschwindigkeit von China nachhaltig auf ein Niveau bremsen, bei dem wir mithalten können.

    In manchen Bereichen werden sie besser sein (z.B. KI), aber sie werden eben nicht flächendeckend über alle Technologien besser sein.

    Wenn ich mir die Entwicklung von Taiwan, Südkorea, Singapur, Japan, China anschaue, dann waren dieses Länder immer sehr gut darin Technologie zu verbessern und zu nutzen, aber die meisten technologischen Impulse der letzten 150 Jahre kamen aus Europa und den USA. Hier scheint das Potential für Sprunginnovationen deutlich höher zu sein.

    Die eben genannten Staaten haben uns mit großem Tempo eingeholt - aber nicht überholt.

    Nehmen wir z.B. Elon Musk. Der würde in einer chinesischen Umgebung eher nicht erfolgreich sein. Aber er revolutioniert gerade die Raumfahrt in einem Maße, dass der Abstand für China 5 bis 10 Jahre sein wird, um den heutigen Stand einzuholen.

    Und ich vergesse dabei nicht, dass China früher als wir Technologien wie Schiesspulver, Raketen, Buchdruck, Schiffe mit Schotten) entdeckt hat. Aber es gab nicht das Bedürfnis dies weiterzuentwickeln.

    Aber vielleicht ändert sich auch etwas.

    https://oe1.orf.at/artikel/640916/Makerspaces-in-China
    https://en.wikipedia.org/wiki/DJI

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  • Avatar von Leichtmatrose
    • Leichtmatrose

    mehr als 1000 Beiträge seit 31.05.2019

    Der Huawei Schock

    Antwort auf Re: Strategischer Vergleich von Karl Sten.

    Und sie müssen ihre Fehler bei der technologischen Entwicklung vielfach künftig selber machen.

    Was meinst Du wie schnell die Fehler machen... ....und wieder korrigieren?!
    Auch hierbei legen sie ein ganz besonderes Tempo an den Tag!

    Wenn ich mir die Entwicklung von Taiwan, Südkorea, Singapur, Japan, China anschaue, dann waren dieses Länder immer sehr gut darin Technologie zu verbessern und zu nutzen, aber die meisten technologischen Impulse der letzten 150 Jahre kamen aus Europa und den USA. Hier scheint das Potential für Sprunginnovationen deutlich höher zu sein.

    Die eben genannten Staaten haben uns mit großem Tempo eingeholt - aber nicht überholt.

    Meiner Erfahrung nach ticken Chinesen doch ein gutes Stück anders als Japaner oder Koreaner. Unseren Chinesen fällt es unglaublich schwer sich an definierte Prozesse zu halten, der Impuls irgendwas abzukürzen was man besser nicht abkürzen sollte, ist ganz besonders ausgeprägt. Vielleicht hängen sie aufgrund dieser Schwäche im Herz der Computerindustrie (SoCs und schnelle Speicher) dem Westen immer noch hinterher (hier kommt es sehr auf kontinuierliche Prozesskontrolle und Optimierung an, was viel Disziplin erfordert).
    Andererseits, schau Dir Huawei an. Die hatten 2018 nicht nur als Erste Netzinfrastruktur für 5G entwickelt, sie waren auch die ersten die ein 5G Modul für den Einsatz im Handy einsatzbereit hatten. Das war m.W.n. das erste mal, dass die Chinesen vor Amis, Japanern und Koreanern eine komplexe Chiparchitektur fertig hatten. Für die Amis muss das ein Schock vergleichbar mit dem Sputnik- Schock gewesen sein. Und schau an wie sie darauf reagiert haben - und immer noch reagieren!

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  • Avatar von Valitts
    • Valitts

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.11.2016

    Antwort auf Re: Strategischer Vergleich von Karl Sten.

    Um welche großartigen Innovationen geht es denn?

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  • Avatar von c.renée
    • c.renée

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.03.2011

    Antwort auf Re: Strategischer Vergleich von Karl Sten.

    Ach je, ausgerechnet Musk. Noch so ein zufälliges Genie.

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  • Avatar von Gerardo
    • Gerardo

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.03.2019

    Antwort auf Re: Strategischer Vergleich von Mircutux.

    Erdogan zieht bizarre Vergleiche: Der Moslem als ewiger Jude in Europa

    Die grauenhaften Bilder von Gelsenkirchen sind noch gar nicht aus den Köpfen raus (und das sollten sie auch niemals!), da meldet sich schon der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan mit einer ungeheuren Behauptung zu Wort: So gebe es zwischen Moslems und Juden eigentlich gar keinen Unterschied. Im Gegenteil: Laut dem 67-Jährigen sind die Muslime in Europa in der gleichen Situation wie die Juden in der Zeit vor dem Holocaust. Sprich: Die Gaskammern warten schon, Rechte wollen den armen Arabern ans Leder, kauft nicht bei den Teppichhändlern ein! Das Ganze mutet wie ein geschmackloses Märchen aus „1000 und eine Nacht“ an.

    Erst kürzlich zeigte sich Erdogan noch für den Beitritt der Türkei in die EU, heute ist Europa „ein Gefängnis für Muslime“. Dass diese immer noch in Scharen als scheinbare Flüchtlinge zu uns kommen hat ihm wohl noch keiner erzählt. Und auch nicht, wie sehr sie die Sozialsysteme belasten, das Niveau nach unten ziehen und die innere Sicherheit gefährden. Im Gegenteil: Europa habe ein Rassismusproblem, so die ewig gleiche Leier. „Die derzeitige Entwicklung ist eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der Muslime in Europa“, lamentierte der türkische Staatschef in einer Rede am Mittwoch. Und weiter: „Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Klima des Hasses auf die Juden vor dem Zweiten Weltkrieg und dem Klima, das heute gegen die Muslime geschürt wird“, behauptete Erdogan allen Ernstes. Dass der Antisemitismus durch immer neue Islam-Importe erst wieder salonfähig gemacht wurde, interessiert ihn nicht.

    Bereits im Herbst letzten Jahres warnte er vor einem Holocaust gegen seine Glaubensbrüder: „Die Muslime erleben heute eine Lynchkampagne, wie sie gegen Juden in Europa zur Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg geführt wurde.“

    Gegen Trump, der niemals Krieg führte, wurde unisono gehetzt – einer wie Erdogan darf schlichtweg alles von sich geben. Eine nach links entrückte Welt macht dies möglich. Dem 67-Jährigen ging es dabei um die Beschlüsse der französischen Regierung, um künftig härter gegen radikale Islamisten vorzugehen. Vereine und Moscheen sollen schneller geschlossen werden, wenn dort eindeutiger Hass gepredigt wird.

    Erdogan hatte daraufhin zum Boykott französischer Produkte aufgerufen und dem Staatschef Emanuel Macron geraten, mal zum Arzt zu gehen: „Welche Probleme hat diese Person namens Macron mit den Muslimen und dem Islam? Macron braucht psychiatrische Behandlung.“ Einmal in Fahrt, legte Erdogan nicht nur eine Schippe drauf: „Das Virus der Islamophobie, das genauso gefährlich ist wie das Coronavirus, verbreitet sich rasend schnell, vor allem in europäischen Ländern“. Soziale Krankheiten wie Diskriminierung würden grassieren: „Europa, wo 35 Millionen Muslime leben, darunter sechs Millionen Türken, verwandelt sich immer mehr in ein Freiluftgefängnis für unsere Brüder und Schwestern“, klagte der ewig pöbelnde türkische Staatschef.

    https://www.mopo.de/news/politik-wirtschaft/-kein-unterschied–erdogan-vergleicht-muslime-in-europa-mit-juden-vor-dem-holocaust-38387040

    https://de.euronews.com/2020/10/26/erdogan-europas-muslime-behandelt-wie-juden-vor-dem-2-weltkrieg

    https://www.handelsblatt.com/politik/international/tuerkei-erdogan-nennt-europaeische-politiker-faschisten/26309632.html?ticket=ST-4168342-LJIPOmJrJ5h1yOkz3Rzi-ap2

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