Der Titel muss von der Redaktion geschrieben worden sein, es schadet aber nichts, denn der Artikel ist so dolle nicht geschrieben. Und wenigstens holt der den Gelehrten auf den Boden der bedeutsamen Jugendsprache herunter. Gut genug immerhin, um bei den mageren Zeilenhonoraren so eine Menge Interessantes zusammenzuschreiben.
Die Präzisierung zur Renaissance ist zutreffend, verlangt aber von einem Bobschlitten Eislaufkunststücke. Gäbe es eine Fortsetzung dieses Artikels, müsste sie fragen: Und wo bleibt unsere neue Renaissance? Und er müsste antworten: Im Verwerfen der Antike und der jüngeren Kulturgeschichte als den Ausreden für das Ausbleiben neuer geistiger Höchstleistungen außerhalb der Naturwissenschaft.
Manche Kommentatoren und Kommentatorinnen haben schon recht, unsere Zeit ist wieder dümmer, kein Schimmer von individuellen Höchstleistungen auf der Basis gesellschaftlichen Fortschritts.