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  • Bitboy85

323 Beiträge seit 23.03.2008

Vertrauensverlust - Eine Chronologie des Versagens

Schaut man sich die politischen Leistungen in der Pandemie an, so entdeckt man ein einziges Totalversagen.

Für mich ist dabei der Beginn nicht 2019 sondern 2010. 2010, das Jahr der verheerenden Schweinegrippe. Oder wars Vogelgrippe? Egal. Spätestens seitdem hätten sich Verantwortliche wie Gesundheitsämter, Gesundheitsministerium, Katastrophenschutz doch mal Gedanken machen müssen welche Maßnahmen kurzfristig und mit geringem Aufwand ergriffen werden können.

Als die Pandemie dann Anfang 2020 da war, fing man an zu überprüfen ob den Masken überhaupt eine Schutzwirkung haben. Wer sich erinnert: "Experten" wie Drosten und Lauterbach fanden die Idee anfangs lächerlich.

Ums mit den Worten eines ITlers zu sagen, wenn deine Systeme von einem Cryptotrojaner verseucht sind, ist es zu spät sich über ein Backup Gedanken zu machen. Und die gesundheitlich Verantwortlichen dürften ein höheres Gehalt als der Durchschnittsadmin haben.

Dieser Blamage folgte die Erkenntnis, dass einem Industrieland wie Deutschland, mit einer der größten chemischen Industrien weltweit, das Desinfektionsmittel ausgeht. Auch medizinischen Einrichtungen. Masken waren auch keine da mußten überteuert bei billiger Qualität in China geordert werden.

Ein "Panikpapier" taucht auf. Darin wird, Zitat "eine möglichst große Schockwirkung" empfohlen um die Bevölkerung für die anstehenden Herausforderungen auf Linie zu bringen. Besonders brisant: Angst soll selbst den Kindern gemacht werden.
Angst kann kurzfristig nützlich sein, aber über die Dauer von 2 Jahren knickt bei so manchem dann auch mal die Psyche weg.
Fragen Sie einmal Angstpatienten wie toll so ein Vorgehen ist. Fragen Sie auch die, die während der Pandemie an Depressionen/Angstzuständen erkrankt sind.

Wirft man einen Blick in die Vergangenheit dann stellt man fest, dass die Überlastung der Intensivstationen kein Covidspezifisches Phänomen ist, das gabs in nahezu jeder Grippewelle. Wurden jemals die Notreserven vergrößert? Backuppläne gemacht? Als Bürger kann ich keine erkennen.

Weiter gings mit abstrusen, unlogischen Maßnahmen. Diese Worte stammen nicht von einem "Coronaschwurbler" sondern von Hans-Jürgen Papier, Ex-Richter am Bundesverfassungsgericht. Die Maßnahmen waren bundesweit nicht mal einheitlich und wurden über ein politsches Konstrukt "Ministerpräsidentenkonferenz" beschlossen dass im Grundgesetz nichtmal vorgesehen ist.

Lockdown auf, Lockdown zu. Licht an, Licht aus. Gewerbetreibende trafen die Maßnahmen besonders hart, kaum in ein Hygienekonzept investiert wurde der nächste Lockdown verkündet. Staatliche Hilfen liefen wenn überhaupt nur schleppend an, das Insolvenzrecht wurde ausgesetzt.

Letzte Hoffnung Impfstoff. Millioneninvestition. Geliefert wurde halbgares. Um es wieder mit den Worten eines ITlers zu sagen: "Was in einem Jahr entwickelt wurde, das hat noch nie richtig funktioniert". Bevor man das "funktionieren" richtig erprobt hatte, gab man den Geimpften für ihr Wohlverhalten die Freiheitsrechte zurück. Ohne weitere Testungen. Testungen die gezeigt hätten, das auch Geimpfte sich anstecken können, das Virus verbreiten können, aber im Gegensatz zu, o-ton der FDP "Sozialschädlingen", gemeint sind die Ungeimpften, auch an Orte und Veranstaltungen gelangen die für Ungeimpfte unzugänglich sind. Diese falsche Sicherheit könnte bewirken und bewirkt haben, dass Geimpfte deutlich stärker am Infektionsgeschehen beteiligt waren als bisher angenommen.
3 Wochen nachdem die Tests für Unwillige kostenpflichtig wurden schien diese Erkenntnis dann auch mal im Gesundheitsministerium angekommen zu sein und man überlegt, ob man nicht wieder kostenlose Tests für alle macht.
Gleizeitig wurden verhältnismäßig wenig Mittel zur Erforschung von Behandlungen von Covid ausgegeben. Ein Medikament das nur gezielt, bei vorliegen einer Erkrankung eingesetzt wird, hat auf die Gesamtbevölkerung gemessen weniger Nebenwirkungen als eine Impfung die mit der Gießkanne an alle verteilt wird.

Als letzte Maßnahme erlebten wir eine massive Aufstockung des rhetorischen Waffenarsenals. "Pandemie der Ungeimpften", "Ungeimpfte sind Schuld an der Überlastung der Krankenhäuser", "Covidioten". Ich persönlich kenne nun keinen Fall in dem die Beleidigung einer Person deren Meinung geändert hätte. Solidarität von einer Personengruppe zu fordern in dem diese diffamiert und an den Pranger gestellt wird hat meines Wissens auch noch nie funktioniert.
Möchte man allerdings in diese Richtung der schuldhaften Überlastung argumentieren muss man zwangsläufig die Frage stellen, ob nicht auch andere Personen die absichtlich oder fahrlässig ihre eigene Gesundheit ruinieren von der Behandlung ausgeschlossen werden sollen, oder diese zumindest selbst bezahlen sollen. Böse gesagt: Wenn man die Lungenkrebsraucher zum Sterben vor die Tür rollt, dann werden auch wieder ein paar Beatmungsgeräte frei.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (19.11.2021 13:32).

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  • Avatar von jfmprof
    • jfmprof

    844 Beiträge seit 24.09.2021

    Antwort auf Vertrauensverlust - Eine Chronologie des Versagens von Bitboy85.

    Als die Pandemie dann Anfang 2020 da war, fing man an zu überprüfen ob den Masken überhaupt eine Schutzwirkung haben. Wer sich erinnert: "Experten" wie Drosten und Lauterbach fanden die Idee anfangs lächerlich.

    Das habe ich auch so in Erinnerung. Jedenfalls war das damals die offizielle Linie. Notiert habe ich mir das damals leider nicht. Hätten Sie dafür vielleicht noch einmal zitierfähige Quelle, speziell was D&L angeht?

    Ihrer Liste von Fehlleistungen wäre übrigens noch die Schließung der Impfzentren hinzufügen, gerade zu einer Zeit, wo eigentlich absehbar war (zB durch die G2-Party in Münster, Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen in Isreal) daß man sie in ein paar Wochen wieder brauchen würde. In Rheinland-Pfalz wollen sie die jetzt wieder aufmachen, aber nur zum Teil. In einigen Ländern glaube ich, gar nicht. Falls es eine Impfpflicht bei uns gibt, würde ich erwarten, daß das so viel böses Blut gibt, daß viele Hausärzte dann das Handtuch werfen, wegen etwaiger Bedrohungen. Die kennt ja jeder, und die Arztpraxen alle zu bewachten wird unmöglich sein. Um ein Impfzentrum herum muß man einfach nur die Polzei stellen, und wer dort genau arbeitet ist ja nicht so leicht herauszubekommen.

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  • Avatar von Patriotischer Souverän
    • Patriotischer Souverän

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.06.2007

    Antwort auf Vertrauensverlust - Eine Chronologie des Versagens von Bitboy85.

    Mit Versagen hat das kaum noch was zu tun, sondern eher mit Vorsatz.

    BTW, Kretschmann will die Impfzentren in BaWü nicht wiedereröffnen, da "das zu lange dauern würde"... Ähem, zu lange?!? Was ist denn als nächstes 'geplant'.... Offiziell ist aktuell doch die Devise alles was nicht bei drei auf dem Baum ist zu Boostern und 'Erstimmunisieren' auf Teufel komm raus.

    "Dauert zu lange" na da bin ich jetzt aber gespannt auf 'the things to come'....

    Beste Grüße!
    PS

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  • Avatar von c.renée
    • c.renée

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.03.2011

    Antwort auf Re: Vertrauensverlust - Eine Chronologie des Versagens von Patriotischer Souverän.

    Die würden auch verlangen, dass man sich impfen lassen muss, wenn gar keine Möglichkeit dazu besteht. Das ist denen doch egal. Wir beschließen was, seht doch zu wie ihr klarkommt.

    +o(

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    • Bitboy85

    323 Beiträge seit 23.03.2008

    Antwort auf Vertrauensverlust - Eine Chronologie des Versagens von Bitboy85.

    Das mit der Quelle zu Lauterbach und Drosten ist tatsächlich eine Schwierigkeit. Sucht man die Begriffe finden sich nur Links ab dem 1.4.2020, die Aussage fiel aber eben ganz zu Beginn. Februar 2020 muss das sorum gewesen sein.

    Auch war es eine zeitlang Tenor, dass "die Rechten" mit dem Virus Panikmache betreiben. Inzwischen sind "die Rechten" diejenigen die das Virus verharmlosen.
    Gut möglich, dass es sich über den Twitteraccount Argo Nerd nochmal ermitteln lässt. Der präsentiert ja sich wiedersprechende Schlagzeilen.

    Was ich noch hab, ist das Drosten es zu Beginn für nicht schlimmer als eine Grippe hielt: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/virologie-christian-drosten-keine-sorge-fuer-normalbuerger

    In der Liste fehlt so einiges. Zum Beispiel der statistische Murks. "Mit und ohne Corona" war lange Zeit eine Diskussion. Dann gibt es ein Dokument von Tom Lausen der sich die Zahlen vom DIWI REgister angesehen hat. Dabei hat er bemerkt, dass die Anzahl der Intensivbetten an finanzielle Anreize gekoppelt ist, zumindest in einigen Kliniken. Es findet sich auf der Seite vom Bundestag: https://www.bundestag.de/resource/blob/850806/7bd14581e33890e68fe7d57ee67d4cbf/19_14-2_13-2-_ESV-Tom-Lausen-_Langfriste-Konsequenzen-data.pdf

    Für mich Murks ist ebenfalls die Aussage von 95% Wirksamkeit de Impfung. 1. Fehlt bei dieser Angabe der Zeitraum und zweitens gibt es 2 Werte für die Wirksamkeit eines Medikamentes. Absolute Risiko reduzierung und Relative Risikoreduzierung. https://www.aerzteblatt.de/archiv/221054/Fake-News-in-der-Medizin-Relatives-Risiko

    Als statistischer Murks muss man auch einen Satz in den RKI Wochenberichten betitteln. Impfdurchbrüche, das sind Menschen mit doppelter Impfung, mit positivem PCR UND Symptomen. Bei Ungeimpften reicht ein positiver PCR um als Coronafall zu gelten.

    Es gibt dieses Video https://www.youtube.com/watch?v=A_OA4LD3Mks
    Intressant dazu ist auch die Diskussion mit correctiv.org https://www.steinhoefel.com/2021/09/die-interview-polizei-von-correctiv-fragt-der-corona-erbsenzaehler-antwortet.html

    Übrigens Video: Es ist nur über Google zu finden. Youtube hatte es gelöscht, musste die Löschung nach Beschwerde rückgängig machen, listet es aber nicht in Suchanfragen. Artikel 5GG - Eine Zensur findet nicht statt. Zahllose andere Coronavideos sind ebenfalls verschwunden wegen "medizinischer Fehlinformation" Ob Youtube ein Ärzteteam und Wissenschaftler engagiert hat um das zu prüfen? Werden in Zukunft alle Videos auf Wahrheitsgehalt geprüft?
    Dann bitte auch das Video von maiLab löschen das sich mit dem Thema Impfpflicht beschäftigt. Darin behauptet sie "Die Impfung ist sicher". Auch wenn es wenig(?) Nebenwirkungen gibt, so gibt es welche und Arzt und Beipackzettel müssen darüber Auskunft geben. Die Behauptung ist pauschal falsch.

    In der Liste fehlt auch, dass es immer wieder den Eindruck gab, dass die Regeln der Politiker nicht für diese selbst gelten. Die Benefizgala eines Spahn oder das Maskenfoto der SPD dass ohne Bußgelder blieb. Laut Schäuble war es ja nur kurz. Seltsam dass ich mich als Bürger noch nie auf jenes "nur kurz" berufen konnte. Ich hab "ja nur kurz" im Haltevebot gestanden hat noch nie vor einem Bußgeld geschützt.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (19.11.2021 20:50).

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  • Avatar von XavierS
    • XavierS

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.08.2020

    Antwort auf Vertrauensverlust - Eine Chronologie des Versagens von Bitboy85.

    Damals 2009 bei der harmlosen Schweinegrippe Mini-Epidemie spielten sowohl Lauterbach als auch Drosten eine sehr dubiose Rolle.

    Die Schweinegrippe war im Vergleich zur normalen Grippe wesentlich harmloser
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156553/umfrage/anzahl-der-todesfaelle-durch-schweinegrippe/

    An der normalen saisonalen Grippe sterben jedes Jahr mindestens 500.000 Menschen weltweit trotz Impfungen!
    https://news.ophardt.com/grippesaison-2018-2019-eine-kurze-zusammenfassung

    Schweinegrippe war eindeutig viel harmloser als die normale saisonale Grippe.

    Drosten ist ein Scharlatan, der schon bei der Schweinegrippe-Hysterie 2009/2010 eine zweifelhafte Rolle spielte und mit Unwissen sowie mit Panikmache negativ damals auffiel!

    Drosten rief dringend dazu auf, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. "Bei der Erkrankung handelt es sich um eine schwerwiegende allgemeine Virusinfektion, die erheblich stärkere Nebenwirkungen zeitigt als sich irgendjemand vom schlimmsten Impfstoff vorstellen kann."(Schweinegrippe hatte eine Sterblichkeit von 0,01, also etwa 20 mal niedriger als Influenza.)

    https://www.sueddeutsche.de/wissen/schweinegrippe-die-welle-hat-begonnen-1.140006?fbclid=IwAR392UIhSatDcqnXOa_s8pIV5nkr0Pf3KZoxDAw8pd6JTtKVgn6vYYLu458

    Christian Drosten ist Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité. 2003 hat er das Sars-Virus mit entdeckt. Für das neue Coronavirus hat er einen Schnelltest entwickelt, der bei Verdachtsfällen angewendet wird. "Nach all den Daten, die ich kenne, bin ich überzeugt davon, dass dieses Virus den Einzelbürger nicht so stark befassen muss wie zum Beispiel das Sars-Virus.".....Normalbürger müssen sich keine große Sorgen machen, dass sie angesteckt werden und erkranken, sagt Christian Drosten, auch wenn das gerade bei vielen Menschen der Fall ist. "Aber bei einer nüchternen, wissenschaftlichen Betrachtungen ist das jetzt eher für Gesundheitsplaner ein Thema, für Personen, die im Gesundheitssystem Verantwortung haben."

    https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/virologie-christian-drosten-keine-sorge-fuer-normalbuerger?fbclid=IwAR2zquEbM2WLrmPaJ9HZt0tkAjJy9W_hzfxE4wxZ1DC7Y1hhoE7i7qIDv_M

    Ein gesunde Skepsis gegenüber Impfungen, insbesondere solche, die unausgereift und schnell auf den Markt kommen sollen, ist durchaus angebracht. Ich erinnere nur an den Impfstoff gegen Schweinegrippe Pandemrix siehe. Es laufen seit Jahren tausende Verfahren gegen Impfstoff-Hersteller, da der Impfstoff fehelerhaft mit vielen negative Nebenwirkungen war, an denen die Betroffenen bis heute leiden...

    https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schweinegrippe-impfstoff-pandemrix-risiken-wurden-ignoriert-a-1229144.html
    Da die WHO wiedermal schnell dabei ist, ganz schnell einen Impfstoff gegen Corona zur Verfügung stellen zu wollen können sich derartige Pannen wie bei der Schweinegrippe durchaus wiederholen.
    Dies nun mit einer Impfpflicht in Verbindung mit Restriktionen durchsetzen zu wollen entspricht nicht dem GG.

    SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach nach dem Ende der Schweinegrippe-Pandemie: Schweinegrippe bleibt gefährlich
    https://www.sn-online.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/SPD-Gesundheitsexperte-Schweinegrippe-bleibt-gefaehrlich

    RKI: Schweinegrippe-Welle baut sich in Deutschland auf
    Veröffentlicht: 02.11.2009

    Der Leiter des Instituts für Virologie der Universitätsklinik Bonn, Professor Christian Drosten, rief dazu auf, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. „Bei der Erkrankung handelt es sich um eine schwer wiegende allgemeine Virusinfektion

    https://www.aerztezeitung.de/Medizin/RKI-Schweinegrippe-Welle-baut-sich-in-Deutschland-auf-373470.html

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