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  • Bernd Paysan

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Eskapismus als Massenerscheinung

Bei den ganzen Krisen und ihrer Nicht-Bewältigung und Leugnung durch die gleichen gesellschaftlichen Gruppierungen, finde ich langsam ein gemeinsames Pattern: Der Eskapismus. Wobei normalerweise der Eskapist weiß, dass er sich in eine Scheinwelt verkriecht, der hier gemeinte aber glaubt, das sei die Realität.

Fangen wir mit der Flüchtlingskrise an. Hier waren die Ursachen eigentlich klar: Der Westen hat die Herkunftsländer in Schutt und Asche gebombt, und als verbliebene Machtstruktur herrschte der islamische Staat. Wer nicht ganz empathiebefreit ist, versteht, warum die Leute fliehen mussten, und natürlich auch, warum sie hierher fliehen, und nicht in das angrenzende Nachbarland, das ebenfalls auf dem Weg in die islamistische Krise ist.

Nun: Man kann diese Fluchtursachen natürlich einfach wegignorieren, dann werden aus den ganzen Flüchtlingen sofort „Scheinasylanten“, und denen kann man den Unterschlupf ja wohl verwehren. Problem „gelöst“. Seit Jahrzehnten geht das so, das mit den Konservativen und anderen rechtsgerichteten Kräften, die alle Flüchtlinge als „Scheinasylanten“ bezeichnen. Daran sind wir längst gewohnt.

Dann ist das die Klimakrise. Auch hier bieten die konservativ/reaktionären Parteien einen Eskapismus des Wegignorierens an, ebenfalls seit Jahrzehnten (und da schließt der Kreis der Ignorierer auch die SPD mit ein). Laschet mit seinem „Weil jetzt so ein Tag ist, ändert man nicht die Politik“ zeigt das sehr offen auf: Die Realität kann die Politik des Eskapisten natürlich nicht beeinflussen, denn er lebt längst in seiner Scheinwelt.

Auf TP sind die Eskapisten längst in der Mehrheit, und glauben, wenn sie einen Beitrag nur rot genug bewerten, braucht man sich nicht mehr mit den Argumenten darin auseinander setzen.

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Eskapisten auch aktuelle Ereignisse, bei denen ein langjährig eingeübtes Leugnen gar nicht vorhanden ist, mit ihren Methoden behandeln. Aber dass es ein paar Wochen braucht.

So war zunächst die AfD ganz vorn bei dem Verlangen von Maßnahmen, vor allem natürlich Einreisesperren für Chinesen, aber sie waren eben vorne. Wie üblich kamen damit auch allerlei Verschwörungsmythen daher, denn statt sich der Realität zu stellen, glaubt man lieber, das Virus sei eine aus dem Wuhan-Lab entwischte/bewusst freigesetzte, von Bill Gates in Auftrag gegebene Biowaffe. Wer damals mit Mundschutz unterwegs war, war ein „Coronazi“, ein aus dem AfD-Umfeld stammender besorgter Bürger, der vorsichtshalber aus dem Krankenhaus den OP-Masken-Vorrat gemopst hat, um sich vor ansteckenden Ausländern zu schützen.

Die realen (und in der Regel auch aufgedeckten) Verschwörungen der Parteien, die diesen Eskapismus unterstützen (etwa deren offensichtliche Korruption), werden dagegen gar ungern thematisiert, denn das ist ja die unschöne Realität, aus der man fliehen will.

Kaum war das Virus dann hier, und die üblichen Feindbilder nur noch mühsam („Ansteckung beim Zuckerfest“) zu pflegen, wandelte sich die Situation. Aus der Biowaffe wurde ein „harmloser Schnupfen“, vor dem man nun wirklich keine Angst haben muss. Eine eskapistische Bewältigungsstrategie, die das Problem nicht löst, aber die Angst davor.

Nun hätten wir jetzt mit der Impfung eine Möglichkeit, sich vor der Gefahr weitgehend zu schützen, also die Angst ursächlich zu bekämpfen. Das geht aber für den Eskapisten offensichtlich nicht: Schließlich ist in seiner Scheinwelt jetzt die Impfung die Verschwörung von Bill Gates, und das Virus selbst ja längst „völlig harmlos“. Dass seine Verweigerungshaltung die Maßnahmen, die er so hasst, verlängert, erfasst er nicht, denn dazu müsste er ja irgendwie die Realität akzeptieren.

Zu dem ganzen Phänomen gehört auch der wissenschaftsfeindliche Umgang mit Fakten: Statt eines Reality Checks gelten Meinungen als gleichwertig (besonders die eigene), völlig unabhängig davon, ob sie einer Überprüfung standhalten.

Das ganze ist nicht eine kleine Gruppe Extremisten am Rand, sondern ein weit verbreitetes gesellschaftliches Phänomen, das je nach Grundüberzeugung praktisch überall irgendwie zu finden ist: Grüne gehen schließlich auch zum homöopathischen Arzt, weil ihre Verschwörungsmythen Big Pharma als Feindbild auserkoren haben. Statt einer differenzierten Betrachtung flieht man in eine Scheinwelt, in der man garantiert betrogen wird.

Selbstverständlich wird auch das Recht auf Protest so gesehen: Man demonstriert praktisch gegen die Realität. Dass die Realität sich nicht um Proteste kümmert — kümmert den der Realität entrückten Eskapisten natürlich auch nicht.

Proteste gegen irrationale Politik (etwa in Brasilien) sind eher selten, sind aber Zeichen, dass es auch noch Menschen gibt, deren beide Beine lang genug geworden sind, um auf der Erde zu stehen, und nicht in einer Traumwelt. Aber in Brasilien sind auch die Schwurbler an der Macht, und müssen für ihre Sicht der Dinge nicht demonstrieren.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (29.07.2021 17:42).

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    • propaganda.hilfs.kraft

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    Antwort auf Eskapismus als Massenerscheinung von Bernd Paysan.

    Hallo,

    Bernd Paysan schrieb am 29.07.2021 17:41:

    Nun hätten wir jetzt mit der Impfung eine Möglichkeit, sich vor der Gefahr weitgehend zu schützen, also die Angst ursächlich zu bekämpfen. ...

    Erster Fehler: Die Injektion gentechnisch veränderten Material (mRNA oder Vektoren) ist keine Impfung im klassischen Sinn und wird nur durch eine Ausnahmeregel zur Impfung erklärt. Dazu kommt dann auch noch die geschummelte bedingte Zulassung, die eigentlich nur eine versteckte Notfallzulassung ist.

    Zweiter Fehler: Die Schutzwirkung ist noch unbewiesenes Marketinggeschwurbel und die gerade laufenden Menschenversuche deuten auf eine geringe Schutzwirkung und dazu noch recht umfangreiche Impfschäden hin.

    Du verrennst Dich dann auch noch in weitere Fehler, dass die die Gefahren und Virus und Injektionen nicht in Relation setzen willst. Die Injektionen sind kein sinnvoller Ausweg. Später zeigt sich dann auch noch: Du bist ein krasser Verschwörungsleugner.

    Real wäre die Injektion von Kochsalzlösungen medizinisch wesentlich sinnvoller und unschädlicher als die aktuelle Injektionskampagne. Leider führt diese, wie die Injektion der gentechnisch veränderten Substanzen, zu einer Risikokompensation. Das ist auch eine Folge des Narrativ vom Eigenschutz. Aber trotzdem wäre das der unschädlichste Ausstieg aus dem religiösen Wahn der Zeugen Corona. Als wichtige Randbedingung müsste aber Glaubens- und Injektionsfreiheit herrschen und es dürfte auch keine Ungleichbehandlung von gläubigen Religionsfanatikern und ungläubigen Realisten geben. Dann wäre der Spuk spätestens nach der nächsten Grippesaison vorbei.

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    • Radio Controlled

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    nur wer ist da wer....

    Antwort auf Re: Eskapismus als Massenerscheinung von propaganda.hilfs.kraft.

    und es dürfte auch keine Ungleichbehandlung von gläubigen Religionsfanatikern und ungläubigen Realisten geben

    das ist die große Frage.... :-D

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    • Bernd Paysan

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    Antwort auf Re: Eskapismus als Massenerscheinung von propaganda.hilfs.kraft.

    propaganda.hilfs.kraft schrieb am 29.07.2021 19:54:

    Hallo,

    Bernd Paysan schrieb am 29.07.2021 17:41:

    Nun hätten wir jetzt mit der Impfung eine Möglichkeit, sich vor der Gefahr weitgehend zu schützen, also die Angst ursächlich zu bekämpfen. ...

    Erster Fehler: Die Injektion gentechnisch veränderten Material (mRNA oder Vektoren) ist keine Impfung im klassischen Sinn

    Nein, dein Fehler. Die klassische Lebend-Impfung (seit Jenner) ist ein modifiziertes Virus, dessen Schadwirkung geringer ist, und mit dem der Körper dann zurechtkommt. Diese klassischen Impfviren wurden damals mangels Möglichkeit gezielter Genmanipulation durch Tierpassagen harmloser gemacht (das Virus hat sich dabei an das Tier angepasst, was es für den Menschen weniger gefährlich macht).

    Das sind also alles „genmanipulierte Viren“ gewesen, egal ob Pocken (Kuhpocken) oder Polio (Schluckimpfung über Affenpassage harmloser gemachte Polio-Viren).

    Nur ist das so ungezielt natürlich weniger präzise als das, was man heute mit mRNA- oder Vektor-Viren machen kann. D.h. du bekommst jetzt eine Impfung mit dem Feinmechaniker-Werkzeugset hergestellt, und bevorzugst aber die mit dem Vorschlaghammer. Warum?

    Richtig ist, dass in der Hektik einige Fehler passiert sind. So hat man bei AstraZeneca (AZ) ursprünglich auf eine Einmal-Impfung hingearbeitet, und deshalb nur einen Vektor eingesetzt. Da hat sich dann im Laufe der Phase 3 herausgestellt, dass einmal nicht reicht. Mit dem gleichen Vektor-Virus nochmal zu impfen ist aber wenig wirksam, weil es auch gegen diesen Vektor jetzt Antikörper gibt. Zwar „reichen“ die aus dem gleichen Grund nicht so richtig, wie die einmalige Impfung nicht reicht, aber sie schwächen die Zweitimpfung empfindlich ab.

    Deshalb gibt es jetzt als Lösung eine heterologe Auffrischung mit mRNA, die das Problem elegant löst, und auch die Vorteile des Vektor-Impfstoff bei der Erstimpfung (bessere Immunreaktion) beibehält. Die Kombination ist also besser als die jeweiligen Impfstoffe für sich.

    Und bei der Entwicklung von AZ ist noch ein weiterer Fehler passiert: Weil Adenoviren DNA-Viren sind, muss die RNA des Virus-Spikes auf DNA transcodiert werden, und wird dann im Zellkern auf mRNA kopiert. Allerdings wird es dann gespliced, und die RNA des Virus ist nicht auf Splicing ausgelegt. Man hätte also eine Anpassung an dieses Splicing durchführen müssen, bei Erhaltung der Aminosäure-Sequenz des Proteins. Das hat man nicht ordentlich gemacht. Das führt dann in seltenen Fällen zu diesen Hirnvenenthrombosen bei jüngeren Frauen.

    Alles übrigens Probleme, die deutlich unter den Problemen von traditionellen Lebendimpfstoffen liegen. Also, auch wenn das Feinmechaniker-Werkzeug etwas ungeschickt verwendet wurde, ist es immer noch besser als der geschickt verwendete Hammer.

    Als wichtige Randbedingung müsste aber Glaubens- und Injektionsfreiheit herrschen und es dürfte auch keine Ungleichbehandlung von gläubigen Religionsfanatikern und ungläubigen Realisten geben.

    Da bin ich komplett der gegenteiligen Meinung. Der ungläubige Realist hat die Realität auf seiner Seite, der gläubige Religionsfanatiker nicht. Deshalb ist eine Ungleichbehandlung geboten! Nur die verschiedenen Religionsfanatiker untereinander können gleich behandelt werden, wenn sie sich darum streiten, wie viele Engel auf einer Nadelspitze tanzen können, oder ob sich Wein in Blut verwandelt, wenn der Ministrant mit dem Glöckchen läutet. Da hat keiner einen Beleg, also sind die Meinungen gleich viel (nichts) wert.

    Mit wissenschaftlichen Beleg ist die Meinung mehr wert. Die tatsächlich belegbare und mit Experimenten überprüfbare objektive Wahrheit ist der subjektiven Lüge klar überlegen.

    Deshalb wird auch immer wieder debattiert, ob Atheismus überhaupt eine Weltanschauung ist. Für diesen Begriff fehlt dem Atheismus nämlich das Glaubenssystem. Der Atheismus lehnt ja Götter nicht aus einem irrationalen Glauben heraus ab (so wie der Theismus Götter anderer Religionen ablehnt), sondern, weil es für ihre Existenz derzeit keinen Beweis gibt. Das ist eine ganz rationale Handlung, also keine Weltanschauung. Der Realist akzeptiert die Welt so, wie sie ist, er entflieht ihr nicht in eine Scheinwelt.

    Insofern ist eine Gleichbehandlung mit irrationalen Glaubenssystemen nicht notwendig.

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    • Bernd Paysan

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    Antwort auf nur wer ist da wer.... von Radio Controlled.

    Radio Controlled schrieb am 30.07.2021 08:08:

    und es dürfte auch keine Ungleichbehandlung von gläubigen Religionsfanatikern und ungläubigen Realisten geben

    das ist die große Frage.... :-D

    Die Menschen muss man gleich behandeln, ihre Aussagen aber nicht. Die Aussage mit Beweis ist was wert, die Glaubensaussage ohne Beweis ist nichts wert.

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    • propaganda.hilfs.kraft

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    Antwort auf Re: Eskapismus als Massenerscheinung von Bernd Paysan.

    Hallo,

    Bernd Paysan schrieb am 30.07.2021 13:02:

    propaganda.hilfs.kraft schrieb am 29.07.2021 19:54:

    Bernd Paysan schrieb am 29.07.2021 17:41:

    Nun hätten wir jetzt mit der Impfung eine Möglichkeit, sich vor der Gefahr weitgehend zu schützen, also die Angst ursächlich zu bekämpfen. ...

    Erster Fehler: Die Injektion gentechnisch veränderten Material (mRNA oder Vektoren) ist keine Impfung im klassischen Sinn

    Nein, dein Fehler. Die klassische Lebend-Impfung (seit Jenner) ist ein modifiziertes Virus, dessen Schadwirkung geringer ist, und mit dem der Körper dann zurechtkommt. Diese klassischen Impfviren wurden damals mangels Möglichkeit gezielter Genmanipulation durch Tierpassagen harmloser gemacht (das Virus hat sich dabei an das Tier angepasst, was es für den Menschen weniger gefährlich macht).

    Dein Fehker, einer von vielen. Das ist keine Gentechnik, keine Genmanipilation.

    Das sind also alles „genmanipulierte Viren“ gewesen, egal ob Pocken (Kuhpocken) oder Polio (Schluckimpfung über Affenpassage harmloser gemachte Polio-Viren).

    Nur ist das so ungezielt natürlich weniger präzise als das, was man heute mit mRNA- oder Vektor-Viren machen kann. D.h. du bekommst jetzt eine Impfung mit dem Feinmechaniker-Werkzeugset hergestellt, und bevorzugst aber die mit dem Vorschlaghammer. Warum?

    Nicht alles was jinkt ist ein Vergleich. Und der Vergleich liegt auf der Bahre und saftelt schon ganz übel.

    Als wichtige Randbedingung müsste aber Glaubens- und Injektionsfreiheit herrschen und es dürfte auch keine Ungleichbehandlung von gläubigen Religionsfanatikern und ungläubigen Realisten geben.

    Da bin ich komplett der gegenteiligen Meinung. Der ungläubige Realist hat die Realität auf seiner Seite, der gläubige Religionsfanatiker nicht. Deshalb ist eine Ungleichbehandlung geboten! Nur die verschiedenen Religionsfanatiker untereinander können gleich behandelt werden, wenn sie sich darum streiten, wie viele Engel auf einer Nadelspitze tanzen können, oder ob sich Wein in Blut verwandelt, wenn der Ministrant mit dem Glöckchen läutet. Da hat keiner einen Beleg, also sind die Meinungen gleich viel (nichts) wert.

    Und wer was von Hämmern und Feinwerktechnik schwurbelt. kreischt und hüpft, die Marketingparolen der Pharmalobby nachbetet ist auch ein (Technik-) Gläubiger. Kannst Dir Deine Latrinenparolen sparen ... Ich blende aus.

    Keep Calm and COVID on

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    • E. T. Wasr3den

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    Antwort auf Eskapismus als Massenerscheinung von Bernd Paysan.

    stimmiger Beitrag, obwohl Tatbestand nicht neu ist.

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    • E. T. Wasr3den

    165 Beiträge seit 24.11.2020

    Antwort auf Re: Eskapismus als Massenerscheinung von propaganda.hilfs.kraft.

    Es ist eigentlich alles fehlerhaft, was so ne propaganda.hilfs.kraft von sich gibt.

    Erster Punkt ist zwar treffend in der Wortwahl aber die Aussage dahinter ist, "der Impfstoff ist neu, so neu, dass die medizinische Wirkungsweise (mRNA) gefährlich und unerprobt sei". Bei sovielen Impfungen weltweit stimmt diese Aussage einfach nicht gemessen an den Nebenwirkungen, daran ändert eine nur "bedingte Zulassung" auch nichts, die sich eigentlich auch nur auf den Beipackzettel bezieht. Schande über die "Hilfskraft".

    Der zweite Punkt ist auch nicht genau in seiner inhaltlichen Aussage, denn da wird zwar auch wieder zurecht die "Marketingzahl", welche die Wirksamkeit angibt, angeprangert, doch in der Praxis stellt sich doch eine hohe Wirkung bei Verhinderung schwerer Fälle oder tödlichen Verlauf heraus und eine verringerte (auch zeitlich) Viruslast. Dass es bei der Delta-Variante schlechter aussieht geht auf den zeitlichen Abstand von Entwicklung und Einsatz zurück, denn den Wildtyp (Ursprungs-Virus) findet man so gut wie nicht mehr und für Beta- und Alphavariante sieht es auch nach einem allmählichen Verschwinden aus.
    Persönlich hätte ich mir auch mehr "Nicht Pharmazeutische Interventionen" (NPIs) gewünscht. Gut, einige hat man eingführt und auch zu weitführende (Ausgangsverbot) ohne die Wirtschaft im gleichen Maße mit einzubeziehen. Was bis heute fehlt sind Reiseeinschränkung (Geschäfts-, Tourist- oder Privatreisen) beziehungsweise knallharte Quarantänebestimmung und nicht irgendwelche Selbstisolationen, bei denen keine Sicherheit über Einhaltung herrscht.
    Ist halt eine Krise der Reichen, welche das Virus einschleppen und die restliche Bevölkerung ausbaden darf.

    Ein Verschwörungsleugner leugnet Verschwörungen, also sieht und konstruiert auch keine ... den restlichen Quatsch (Kochsalzlösung, etc) schenke ich mir.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (01.08.2021 12:57).

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    • Zitronenschalter

    mehr als 1000 Beiträge seit 05.01.2016

    Mach erstmal selbst einen reality check bevor du hier schreibst!

    Antwort auf Eskapismus als Massenerscheinung von Bernd Paysan.

    Bernd Paysan schrieb am 29.07.2021 17:41:

    Fangen wir mit der Flüchtlingskrise an. Hier waren die Ursachen eigentlich klar: Der Westen hat die Herkunftsländer in Schutt und Asche gebombt, und als verbliebene Machtstruktur herrschte der islamische Staat. Wer nicht ganz empathiebefreit ist, versteht, warum die Leute fliehen mussten, und natürlich auch, warum sie hierher fliehen, und nicht in das angrenzende Nachbarland, das ebenfalls auf dem Weg in die islamistische Krise ist.

    Ja, so der übliche Sermon der überall in den Qualitätsmedien zu lesen ist. Die Realität sieht dabei etwas anders aus. Daß wir es bei den Vorgängen seit 2015 nicht mit einem Fluchtphänomen zu tun haben zeigt bereits die Zusammensetzung der Menschen die da kommen. Bei Fluchtbewegungen wie den Vertreibungen nach WW2 oder während es Jugoslawienkrieges kamen Menschen in der Zusammensetzung von Männern, Frauen, jung und alt wie sie auch in den dortigen Gesellschaften zu finden sind. Was hier seit 2015 ins Land strömt sind dagegen vorwiegend junge Männer. Es stellt sich also die Frage wo die ganzen alten Menschen, Frauen und da inbesondere die jungen Frauen, und Kindern hin sind. Mussten die nicht fliehen? Warum nicht, wo sind die hin?

    Ich kenne zufällig einen Syrer und weiß wie das in seiner Familie gelöst wurde. Die Eltern sind in Syrien geblieben, der Rest der 10 Kinder mit Ausnahme eines Bruders lebt in Jordanien. Der Bruder ist seit ca. 2017 auch in Deutschland. Beide schicken Geld nachhause, das ist weswegen die Deutschland sind und nicht etwa in der Türkei oder in Marokko.

    Hier kannst du dir mal ein paar Erklärungen von "Flüchtlingen" anhören wo sie hinwollen und weshalb:

    Mama Merkels „Zug der Hoffnung“ – traumatisierte Schutzsuchende?
    https://www.youtube.com/watch?v=_oxuh06xEqE

    Auf TP sind die Eskapisten längst in der Mehrheit, und glauben, wenn sie einen Beitrag nur rot genug bewerten, braucht man sich nicht mehr mit den Argumenten darin auseinander setzen.

    Das ist in deinem Fall auch schwierig weil du dafür erstmal selbst ein Argument bringen müsstest welches nicht auf Lügen basiert oder komplett an der Realität vorbei geht.

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