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Avatar von steinschlag
  • steinschlag

mehr als 1000 Beiträge seit 29.04.2014

In Bayern gehen die Uhren rückwärts, oder zumidest anders...

...oder wie ist das zu verstehen, dass in den meisten Bundesländen nun im ÖPNV etc. OP-Masken getragen werden müssen, während hier in Bayern (und evtl. auch in anderen gallischen Dörfen) FFP2-Masken Pflicht sind?

OP-Masken ("medizinische Masken") sind Spuckschutz und reduzieren die Verbreitung von größeren Tröpfchen. Es geht also (mehr oder weniger wirkungsvoll) um den Schutz anderer.

FFP2-Masken sind dagegen Mittel des Arbeitsschutzes und dienen dem Schutz cdes Trägers vor dem Einatmen von i.fd.R. Stäuben und sind von den Herstellern nicht für den Schutz vor Viren vorgesehen (dafür min. FFP3). Eine sinnvolle FFP2-Maske hat ein Ausblasventil um die zulässige Tragezeit von max. 75 Minuten auf max. 120 Minuten zu erhöhen (dann min. 30 Minuten Maskenlose Auszeit) und um die Durchfeuchtung der mobilen Erregerzuchtanstalt zu reduzieren. Aber egal ob mit oder ohne Ventil, Ausgeatmet wird nicht durch das Vlies sondern über Ventil oder die zwangsläufige Randundichtigkeiten beim Ausatmen (Überduck in der Maske).

Im Bund will man also durch die OP-Masken einen genormten Schutz anderer, in Bayern setzt man ergänzend dazu auf den Schutz des Maskenträgers primär vor Staub (nicht Viren).

Wäre es nicht sinnvoll, sich wenigstens bezüglich der Schutzziele zu einigen?

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  • Avatar von Marcel Leutenegger
    • Marcel Leutenegger

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.05.2000

    Antwort auf In Bayern gehen die Uhren rückwärts, oder zumidest anders... von steinschlag.

    FFP1 schützt primär vor Staub. Für ventillose FFP2 und FFP3 gibt es eine medizinische Zulassung/Zertifikation für Masken, die die Norm erfüllen. FFP2 ist vergleichbar der US-Spezifikation N95.

    Die Spanne von Atemwiderstand und Tragkomfort ist gross. Eine exzellente FFP3 lasst sich problemlos während 10 Stunden pro Tag tragen, auch während körperlicher Anstrengung. Eine mittelmässige FFP2 strengt dagegen schon im Stehen an.

    Ich trage eine FFP3 während 8-10 Stunden pro Arbeitstag mit einer halbstündigen Mittagspause. Bisherige Maximaldauer ohne Pause: 6.5 Stunden.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.01.2021 19:46).

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  • Avatar von DoktorDoolittle
    • DoktorDoolittle

    764 Beiträge seit 21.08.2005

    Antwort auf Re: In Bayern gehen die Uhren rückwärts, oder zumidest anders... von Marcel Leutenegger.

    Marcel Leutenegger schrieb am 20.01.2021 19:43:

    Ich trage eine FFP3 während 8-10 Stunden pro Arbeitstag mit einer halbstündigen Mittagspause. Bisherige Maximaldauer ohne Pause: 6.5 Stunden.

    Damit würdest Du bei einem Unfall evtl. deine Versicherung gefährden, wenn die BG das herausfindet.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (20.01.2021 20:04).

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  • Avatar von Marcel Leutenegger
    • Marcel Leutenegger

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.05.2000

    Ohne Pausenanordnung durch Arbeitgeber?

    Antwort auf Re: In Bayern gehen die Uhren rückwärts, oder zumidest anders... von DoktorDoolittle.

    Ich konnte noch keine Einschränkung feststellen.

    Maskenpausen sind meines Erachtens ein Plazebo, mehr nicht. Wer tatsächlich nicht ausreichend Luft kriegt, spürt das in Minuten. Dreissig Minuten nach Aufsetzen ist längst der Gleichgewichtszustand erreicht. Wer also meint, ein Unfall nach vier Stunden Tragdauer sei anders zu bewerten, wie ein Unfall nach einer halben Stunde, müsste mir den Unterschied im Einzelfall nachweisen.

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