... zum höheren Sterbezahlen in den Monat Mai, Juni, Juli 2021 im Vergleich zum Vorjahr:
https://www.br.de/nachrichten/faktenfuchs-faktencheck,QzSIzl3
. Ihr erste Kritik am Sharepic ist, dass dort nur einzelne Monate miteinander verglichen werden: "Ganz generell gesagt, wenn man Monate miteinander vergleicht, da wird man immer gewisse Schwankungen finden. Das ist nicht so, dass die Sterbefälle eines Jahres meinetwegen gegenüber dem Vorjahr zunehmen oder abnehmen und sich das in allen Monaten gleich widerspiegelt. Man hat da immer eine gewisse Bewegung drin."
Viele Faktoren tragen dazu bei, dass die Sterbezahlen der Monate aufeinanderfolgender Jahre unterschiedlich hoch sind. Grundsätzlich könne man davon ausgehen, dass man in Deutschland momentan jedes Jahr im Durchschnitt eine Steigerung der Todeszahlen um ein bis zwei Prozent habe - einfach nur, weil es mehr alte Menschen gibt.
An dieser Stelle sei nochmal auf den ebenfalls äußert interessant Faktencheck von Correctiv verwiesen:
https://correctiv.org/faktencheck/2021/09/20/das-video-die-pandemie-in-rohdaten-laesst-kontext-aus-und-fuehrt-so-in-die-irre/
Correctiv widmet sich hierbei dem Video „Die Pandemie in Rohdaten“ des Big Data-Experten Marcel Barz, in welchem dieser behaupten durch Analyse der Rohdaten der Sterbezahlen herauslesen zu können, dass 2020 nicht auffällig war. Damit man sich von dem Video ein besseres Bild machen kann, hatte Correctiv im Artikel im Abschnitt "Erstes Thema im Video: Übersterblichkeit" das Video verlinkt.
Weiter schreibt Correctiv:
Richtig ist: Die Corona-Pandemie in Deutschland ist in den Sterbezahlen im Jahr 2020 kaum sichtbar, wenn man das ganze Jahr betrachtet. Es gab jedoch eine Phase starker Übersterblichkeit am Ende des Jahres...
Dazu muss man wissen: Beim Thema Sterblichkeit kann man sich entweder das ganze Jahr ansehen (wie Marcel B.), oder man vergleicht kürzere Zeiträume (wie es das Statistische Bundesamt es in seiner Sonderauswertung zu den Sterbefällen 2020/2021 macht). Beides ist zulässig.
...
Die Destatis-Sprecherin schreibt uns weiter: Auch wenn es kein einheitliches Konzept zur Messung von Übersterblichkeit gebe, bestehe „in Fachkreisen Einigkeit darüber, dass es um die Frage geht, ob die Sterblichkeit in einem Zeitraum höher ist, als sie üblicherweise zu erwarten ist. Bei einer Betrachtung auf Wochenbasis wird sehr deutlich, dass sich Corona auf die Sterbefallzahlen ausgewirkt hat.“
Wie ich finde 2 gute Beispiel für die interessante Arbeit der Faktenfinder.