Kreative Köpfe erfinden gerne neue Kampfbegriffe, weil sich darin Emotionen darstellen und ableiten lassen.
Doch Kampfbegriffe sind kein Merkmal einer aufrichtigen Diskussion, eher ein Zeichen für argumentative Unsicherheit und der Notwendigkeit Elemente der Manipulation nutzen zu müssen.
Darum sollte derjenige, der eine ehrliche Diskussion führen will entweder auf dieses Element verzichten, oder, und jetzt wird es fies, Kampfbegriffe erfinden und nutzen, die dem Wertekanon des Diskussionsgegners entsprechen.
Durch sachliche Überkorrektheit und Euphemismen lassen sich Vorwürfe unsachlich in harmlose Wörter kleiden und damit vor Kritik schützen.
Da jedem mit etwas Grips klar ist, dass etwas anderes gemeint als geschrieben ist, zeigt der Verfasser, dass er auch die Grundregeln der Manipulation beherrscht und es gibt den lautstarken Mitläufern die Chance, sich selbst so richtig als Depp vorzuführen.