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  • Pnyx (1)

mehr als 1000 Beiträge seit 01.07.2017

business as usual

Sagen wir mal so - die meisten europäischen Staaten haben vor ein paar Monaten dekretiert, die Seuche sei so gut wie überstanden, damit animierend, alle Vorsicht fallen zu lassen - The show must go on - und haben sich damit ins Knie geschossen.

Ausbaden dürfen es nun wieder die Leute in den Spitälern. Es klingt ja immer so, als sei die Übersaturierung des Spitalwesens immer nur eine Gefahr, die sich dann knapp nicht in Wirklichkeit verwandelt. Nur ist das kein eindeutig bestimmbarer Moment, denn es werden schon im Voraus Massnahmen getroffen, etwa das Aufschieben elektiver Operationen. Und noch einiges mehr, was gar nicht öffentlich wahrgenommen wird.

Und all diese Massnahmen senken die Effektivität des Gesundheitssystems, verhindern aber einen offensichtlichen Zusammenbruch. Die Zeche bezahlt dann z. B. jemand, der wegen etwas ganz anderem Behandlung bräuchte.

Selbstverständlich sind die Pflegenden, schon unter normalen neoliberalen Zuständen überausgebeutet, längst im roten Bereich. Aber eine substanzielle Erhöhung der Löhne, die den Beruf naturgemäss auch für zusätzliche Menschen attraktiv machte, kommt weiterhin nicht in Frage. Das neue Kriegsschiff ist zu teuer...

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (10.11.2021 17:18).

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