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  • Exilholsteiner

mehr als 1000 Beiträge seit 02.03.2015

Ist die Politik "schuld"?

Ich kann jetzt natürlich nur für mich sprechen, aber die Politik hat nur einen sehr geringen Anteil daran, dass ich mir keine Auffrischungsimpfung spritzen lasse. Wenn, dann ist das eher "die Wissenschaft".

Nach der zweiten Spritze ging es mir drei Tage derart beschissen, dass ich schon damals entschieden habe, dass ich für weitere Spritzen eine sehr, sehr gute Begründung hören will. Den hat "die Wissenschaft" nicht geliefert. Die Faustformel für eine Impfentscheidung lautet noch immer, dass der Nutzen der Impfung deren Risiken deutlich überwiegen muss. Das ist hier, soweit ich das sehe, nicht der Fall.

Die Politik hat eine ohnehin feststehende Entscheidung allenfalls verfestigt. Mittlerweile weicht die Wut auf die Regierung eher einer gewissen Belustigung über deren abgrundtiefe Dummheit. Ich weiß von niemandem, der bei privaten Treffen den Impfstatus der anderen Teilnehmer abfragt oder gar überprüft. Mit ihren Kontaktbeschränkungen machen sich die Landesregierungen vor allem zur Lachnummer. Dass die Impfung allenfalls kurzfristig davor schützt, andere anzustecken, hat sich inzwischen auch weitgehend herumgesprochen. Eine Kampagne, die vor allem auf den (nicht vorhandenen) Fremdschutz abstellt, ist ebenfalls kontraproduktiv.

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