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  • Haschpappi

mehr als 1000 Beiträge seit 10.07.2017

Rücktritte von (Innen)Ministern sind aus der Mode gekommen...

Telepolis berichtete verschiedentlich über Clan- und Mafiakriminalität, machte aber auch schon darauf aufmerksam, dass vor allem NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) das Thema gern dazu dient, mediale Präsenz zu zeigen. Da kommt ein Clan-Aufreger von Zeit zu Zeit ganz gut. Vergangene Woche gab es eine solche Gelegenheit: Großrazzia in Nordrhein-Westfalen (NRW).

Was für NRW-Innenminister Herbert Reul die Bekämfpung der Clankriminalität ist, war für seinen hessischen Amtskollegen, Peter Beuth, lange Zeit sein "Privatkrieg" gegen die Fussballfans von Eintracht Frankfurt. Nicht nur - aber auch -, um vom eigenen politischen Versagen und zahlreichen Polizeiskandalen (Hessen & NRW hatten da in den letzten Jahren einiges zu bieten) abzulenken.
Zugegeben sind OK-Strukturen und Mafiosi hierzulande real und nicht jeder Fussballfan ist ein Lamm. Doch der mediale Aktionismus den Reul und Beuth diesbezüglich in den letzten Jahren gefahren haben war häufig überzogen und sollten eher vermitteln: Wir tun was!
Politische Verantwortung für zahlreiche Polizeiskandale zu übernehmen (trifft auf Reul & Beuth gleichermassen zu) und für teils miserable Amtsführungen ihrer Ressorts, darauf mit einem (erwartbaren) Rücktritt zu reagieren, dies scheint aus der Mode gekommen zu sein - vor allem bei Unionsmännern als Amts-/ Mandatsträgern (siehe auch BGM Jens Spahn). Diese genannten Minister kleben buchstäblich an ihren Ämtern, komme da was wolle.
Für Peter Beuth hatten die Eintrachtfans im März '19 ein Transpi gefertigt, auf dem zu lesen war: "Peter Beuth & NSU - kein Problem für CDU"

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.06.2021 19:30).

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