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Avatar von HierIstMarco
  • HierIstMarco

mehr als 1000 Beiträge seit 11.03.2018

Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf

Dieses Anspruchdenken, in bester Lage Wohnungen zu Billigstpreisen zu bekommen. Und hier leert sich alles und die Leute sind froh, wenn sie die Häuser für einen Apfel und ein Ei vermieten können.

Was wir brauchen sind nicht billige Mieten direkt an der Spree, was wir brauchen ist, dass das Land so attraktiv wird, dass sich nicht mehr alles in den Städten tummelt.

Niemand muss auf ein Dach über dem Kopf verzichten. Wer aber meint, eine Wohnung haben zu müssen, die Top lage und super Renovierungsstand mit allem Schnickschnack in der Innenstadt bietet, aber so billig dass man keine Karriere machen muss um sie sich leisten zu können, der sollte an seinem Anspruchdenken arbeiten.

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  • Avatar von Klaus_Mustermann
    • Klaus_Mustermann

    116 Beiträge seit 01.09.2017

    Antwort auf Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf von HierIstMarco.

    genau, das sehen die angestammten 5-Köpfigen Familien in den Plattenbauten der Leipziger Strasse natürlich ein, ziehen freiwillig nach Finsterwalde. Dort machen sie dann Karriere, gründen - zwangsläufig - wegen des toleranten Umfeldes interkulturelle, multiethnische, sexuell freizügige Kommunen, erkennen, was wirklich wichtig ist und kaufen ihr Haus zurück, schliesslich sind sie dann wieder qualifiziert für diese Wohnlage.

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  • Avatar von Julia Müller
    • Julia Müller

    170 Beiträge seit 14.04.2021

    Antwort auf Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf von HierIstMarco.

    Und was wenn man einfach nicht auf dem Land leben möchte? Kaum Kultur, kaum Gastronomie, kaum Freizeitangebote, keine Kneipenszene, kaum Vielfalt, kaum Einkaufsmöglichkeiten und so weiter und so fort.

    Ich kann es niemand verdenken, der sich den Schmarn eben nicht antut. Dafür ist das Leben zu kurz.

    Letztlich geht diese Diskussion aber am Thema vorbei. Wir könnten weitaus mehr Wohnraum in den Städten haben. Nur dafür müsste der Gesetzgeber eben selbst aktiv werden und aufhören einige wenige Großkonzerne zu pampern. Bezahlbar wäre das allemal.

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  • Avatar von Faulenzer
    • Faulenzer

    mehr als 1000 Beiträge seit 04.11.2000

    Antwort auf Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf von HierIstMarco.

    HierIstMarco schrieb am 15.04.2021 22:19:

    Was wir brauchen sind nicht billige Mieten direkt an der Spree, was wir brauchen ist, dass das Land so attraktiv wird, dass sich nicht mehr alles in den Städten tummelt.

    Ja, dazu müssen aber auch Firmen Arbeitsplätze in die Provinz bringen. Es gibt z.B. in O-Deutschland viele Klein und Mittelstädte die sich stark geleert haben, eben weil keine Arbeitsplätze mehr da sind.

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  • Avatar von Thoralf Donnerstein
    • Thoralf Donnerstein

    434 Beiträge seit 21.02.2021

    Antwort auf Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf von HierIstMarco.

    HierIstMarco schrieb am 15.04.2021 22:19:

    Was wir brauchen sind nicht billige Mieten direkt an der Spree, was wir brauchen ist, dass das Land so attraktiv wird, dass sich nicht mehr alles in den Städten tummelt.

    Hier haben Sie recht.

    Wer aber meint, eine Wohnung haben zu müssen, die Top lage und super Renovierungsstand mit allem Schnickschnack in der Innenstadt bietet, aber so billig dass man keine Karriere machen muss um sie sich leisten zu können, der sollte an seinem Anspruchdenken arbeiten.

    Hier leider nicht. Die Mietpreise in den Städten sind in den letzten knapp zehn Jahren wirklich heftig gestiegen. Alter Mieter raus, neuer Mieter rein: +25% Aufschlag. Selbst erlebt. Das betrifft auch den Normalo. Die Ursachen sind vielfältig: Verstädterung, Vereinzelung, Zuwanderung, Versiegen des (insb. sozialen) Wohnungsbaus, Spekulation / fehlende Alternativanlagemöglichkeiten wegen niedriger Zinsen, strengere Auflagen.

    Land finde ich auch toll. Leider stimmt so vieles nicht: Mobilfunkanbieter, die sich ab 5km nach der Stadtgrenze nicht mehr zuständig fühlen, schmalbandiger Internetzugang (wenn überhaupt), fehlende Infrastruktur (Kita, Schulen, Einkauf), fehlende Heimarbeitskultur. Wenn man es wirklich will, könnte die Politik das natürlich angehen, z.B., Siedlungen, gezielt aufbauen. Mit allem was man da so braucht, mit einer kritischen Masse an Leuten und einer gesunden demografischen Struktur, so dass sich das lohnt (etwa Schulen). Ein bisschen planvoll halt.

    Aber so wie sie bei Corona oder dem Wohnungsbau versagen, so versagen sie natürlich auch hier. Es sind ja die gleichen Deppen. Abkassieren, die eigene Eitelkeit in den medialen Sabbelrunden frönen und das Volk auslachen.

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  • Avatar von bretzelkatze
    • bretzelkatze

    mehr als 1000 Beiträge seit 07.05.2003

    Antwort auf Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf von HierIstMarco.

    HierIstMarco schrieb am 15.04.2021 22:19:

    Niemand muss auf ein Dach über dem Kopf verzichten. Wer aber meint, eine Wohnung haben zu müssen, die Top lage und super Renovierungsstand mit allem Schnickschnack in der Innenstadt bietet, aber so billig dass man keine Karriere machen muss um sie sich leisten zu können, der sollte an seinem Anspruchdenken arbeiten.

    Naja, auf's Land ziehen und dann mangels Jobs vom Amt leben ist auch nicht jedermanns Sache. Wenn du das schon "Anspruchsdenken" nennst, naja...

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  • Avatar von HierIstMarco
    • HierIstMarco

    mehr als 1000 Beiträge seit 11.03.2018

    Das Land wurde systematiach de-

    Antwort auf Re: Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf von bretzelkatze.

    bretzelkatze schrieb am 16.04.2021 04:23:

    Naja, auf's Land ziehen und dann mangels Jobs vom Amt leben ist auch nicht jedermanns Sache. Wenn du das schon "Anspruchsdenken" nennst, naja...

    Anspruchdenken iat dass es unter einer solchen Situation billige Wohnungen gibt. Dass es auf dem Land keinen einzigen qualifizierten Job gibt, ist die andere Sache.

    Das meinte ich mit Punkt 1 - Land attraktiver machen, denn genau das ist einer der Gründe warum der Andrang z.B. in München so hoch ist, einer Stadt, in dem bereits "nicht pendeln müssen" ein Anspruch ist, den man sich leisten muss.

    Aber diese Art Problem lässt sich nicht mit "wir schweißen die Mieten fest und dann passt das schon" lösen, einer Art "Jeder hat ein Recht auf billig wohnen" Das ist das reine Anspruchdenken (hier übergegangen auf bestimmte Parteien die das so beschließen) ohne zu erkennen, dass da etwas verändert werden muss, um den Druck rauszunehmen.

    Möglichkeiten wären konsequentes Verlegen von Ämtern aufs Land (hier reicht ja schon Klein bis Mittelstadt), dann folgen die Dienstleister automatisch. Oder drastisch mit der Unternehmenssteuer steuern (dann lohnt sich auch ein Sitz in kleineren Städten).

    Einfach zu sagen: 50 Leute bewerben sich auf 5 Wohnungen? Machen wir doch die Miete billig, geben Anspruch auf Wohngeld, dann können sich das alle leisten und für die Leute auf Stütze bauen wir in Berlin Mitte nochmal Sozialwohnungen. Funktioniert einfach nicht.

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  • Avatar von OckhamOS
    • OckhamOS

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.09.2015

    Re: Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf - wegen Ahnungslosigkeit

    Antwort auf Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf von HierIstMarco.

    HierIstMarco schrieb am 15.04.2021 22:19:

    Dieses Anspruchdenken, in bester Lage Wohnungen zu Billigstpreisen zu bekommen. Und hier leert sich alles und die Leute sind froh, wenn sie die Häuser für einen Apfel und ein Ei vermieten können.

    Was wir brauchen sind nicht billige Mieten direkt an der Spree, was wir brauchen ist, dass das Land so attraktiv wird, dass sich nicht mehr alles in den Städten tummelt.

    Niemand muss auf ein Dach über dem Kopf verzichten. Wer aber meint, eine Wohnung haben zu müssen, die Top lage und super Renovierungsstand mit allem Schnickschnack in der Innenstadt bietet, aber so billig dass man keine Karriere machen muss um sie sich leisten zu können, der sollte an seinem Anspruchdenken arbeiten.

    Wenn Du Dir mal die Struktur der Mietzahlungen anschauen würdest, könnte Dir klar werden, daß in den Ballungszentren nur die Miethaie gefüttert werden:
    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Bye-bye-Berliner-Mietendeckel/Superprofite-mit-95-besteuern-Und-mit-dem-Geld-guenstige-Wohnungen-bauen/posting-38729418/show/

    Und dann wird Dir auch klar, daß so etwas wie staatliche Strukturpolitik (Arbeitsplätze auf das Land bringen, wo Arbeitskräfte sind) diese Menschenkonzentration und die Bildung von Ballungszentren verhindern könnte und damit solche Superprofite verhindern würde.

    Nun darfst Du raten, warum es nicht gemacht wird.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (16.04.2021 08:25).

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  • Avatar von Thommei
    • Thommei

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.09.2016

    Antwort auf Re: Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf von Julia Müller.

    Julia Müller schrieb am 15.04.2021 22:39:

    Und was wenn man einfach nicht auf dem Land leben möchte? Kaum Kultur, kaum Gastronomie, kaum Freizeitangebote, keine Kneipenszene, kaum Vielfalt, kaum Einkaufsmöglichkeiten und so weiter und so fort.

    Ich kann es niemand verdenken, der sich den Schmarn eben nicht antut. Dafür ist das Leben zu kurz.

    Letztlich geht diese Diskussion aber am Thema vorbei. Wir könnten weitaus mehr Wohnraum in den Städten haben. Nur dafür müsste der Gesetzgeber eben selbst aktiv werden und aufhören einige wenige Großkonzerne zu pampern. Bezahlbar wäre das allemal.

    Hast du noch nicht bemerkt, dass man diese ganze "Szene" in den Städten aktuell vorsätzlich kaputt macht? Davon bleibt nach Corona nicht mehr viel übrig! ;)
    Und spätestens ab einem bestimmten Alter überwiegen für die meisten Menschen die Vorteile des Landlebens. Nur wer komplett schmerzfrei ist, hält es 80 Jahre lang in einer Stadt wie Berlin aus.
    Daher wäre es mal angebracht, wirklich neue Verkehrskonzepte zu erarbeiten. Aber aktuell bekommt man es ja noch nicht mal hin, das Berliner Umland besser mit der S-Bahn anzubinden. Hochgeschwindigkeitszüge, die ggf. sogar unterirdisch verlaufen, wären ein Teil der Lösung. Dann könnte man auch ohne Probleme in der Lausitz wohnen und wäre in 30 min in Berlin. Aber solche Projekte bekommt die Regierung ja nicht mal im Ansatz gebacken.

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  • Avatar von Klabusterbär
    • Klabusterbär

    mehr als 1000 Beiträge seit 30.08.2017

    Antwort auf Re: Wer auf dem Land wohnt schlägt sich da vor den Kopf von Julia Müller.

    Julia Müller schrieb am 15.04.2021 22:39:

    Und was wenn man einfach nicht auf dem Land leben möchte? Kaum Kultur, kaum Gastronomie, kaum Freizeitangebote, keine Kneipenszene, kaum Vielfalt, kaum Einkaufsmöglichkeiten und so weiter und so fort.

    Dann darfst Du Dich auch nicht beschweren, wenn das gewünschte halt etwas teurer ist... so what...?

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