Es ist nur noch lächerlich. Umwelttechnisch besehen ist das Quatsch. Hier vor Ort kommt die Fernwärme aus Gas und normalem Strom. Ist also Marktpreis abhängig und über den Umweg Stadtwerke sauteuer. Die Leitungen zu verlegen ist extrem aufwendig, dazu müssen die Straßen sehr tief aufgerissen werden und die Leitungen komplett neu verlegt, wenn man schon mal dabei ist wird auch der ganze Rest gemacht der aber durchaus auch noch sehr lange gehalten hätte. Konkret wurde hier die Strasse aufgerissen weil man der Meinung war dass die Kanalisation auch erneuern ist. Einmal alles aufgerissen dann Kanal neu gemacht und alles wieder zugemacht, eigentlich wollte man es gleichzeitig machen, aber die Rohre für die Fernwärme hatten wohl Lieferschwierigkeiten. Ein Jahr später alles wieder aufgerissen und Fernwärme dazu und die Wasserleitung neu. Zwei Jahre war die Straße nicht zu benutzen. Seitdem die Kanalisation neu ist, riecht es ständig nach Abwasser oben drüber. Für das Geld die Fußgänger Zone neu zu machen, also das Kopfsteinpflaster, hat man dann wohl Geld gespart den allerbilligsten Anbieter genommen und knapp zwei Jahre später könnte man eigentlich alles nochmal neu machen weil die Steine raus kommen.
Wo das jetzt irgendwas der Umwelt genutzt hat, oder CO2 eingespart hat, erschließt sich mir nicht, die Kosten für Fernwärme sind wie gesagt exorbitant hoch weil man eben von Strom und Gas zu Marktpreisen abhängig ist. Diese Fernwärme macht Sinn wenn man selbst den Strom erzeugt was aber hier nicht der Fall ist. Die Energie Wende wäre nur eine wenn jedes Haus seine eigene Energie erzeugt, aus Solar und Photovoltaik, alles andere ist ausschließlich Subvention der grossen Energieanbieter und Bauunternehmen vor Ort.
Zum Haare raufen
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Antwort auf Zum Haare raufen von Zitronenbäume.
Zitronenbäume schrieb am 13.06.2023 05:25:
Wo das jetzt irgendwas der Umwelt genutzt hat, oder CO2 eingespart hat, erschließt sich mir nicht, die Kosten für Fernwärme sind wie gesagt exorbitant hoch weil man eben von Strom und Gas zu Marktpreisen abhängig ist. Diese Fernwärme macht Sinn wenn man selbst den Strom erzeugt was aber hier nicht der Fall ist.
Nö. Fernwärme ergibt nie einen Sinn, weil erhebliche Mengen der Energie auf dem Transportweg verloren gehen. Eben das ist ein wesentlicher Kostentreiber.Der Königsweg ist die Wärmepumpe, welche durch wesentliche Anteile selbst erzeugtem PV-Strom gespeist wird.
Aber Vorsicht:
Das reduziert die Wirtschaftsleistung weil Du weniger Geld ausgibst, weil Du weniger Steuern auf das Geld zahlst und Dein Chef weniger Gewinne für den nötigen Lohn erwirtschaftet. All die Beutelschneider mögen es nicht wenn die Sonne keine Rechnung schickt. -
Antwort auf Re: Zum Haare raufen von fuckup2.
fuckup2 schrieb am 13.06.2023 07:08:
Der Königsweg ist die Wärmepumpe, welche durch wesentliche Anteile selbst erzeugtem PV-Strom gespeist wird.
Aber Vorsicht:
Das reduziert die Wirtschaftsleistung weil Du weniger Geld ausgibst, weil Du weniger Steuern auf das Geld zahlst und Dein Chef weniger Gewinne für den nötigen Lohn erwirtschaftet. All die Beutelschneider mögen es nicht wenn die Sonne keine Rechnung schickt.Der Witz ist auch: PV und Wärmepumpe passen ideal zusammen. Gerade im Sommer, wo die Heizung tag und nacht läuft, liefert PV.
Und im Winter, wo es eh kuschelig warm ist, braucht niemand eine Heizung.
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Antwort auf Re: Zum Haare raufen von Orca30.
Orca30 schrieb am 13.06.2023 09:27:
fuckup2 schrieb am 13.06.2023 07:08:
Der Königsweg ist die Wärmepumpe, welche durch wesentliche Anteile selbst erzeugtem PV-Strom gespeist wird.
Aber Vorsicht:
Das reduziert die Wirtschaftsleistung weil Du weniger Geld ausgibst, weil Du weniger Steuern auf das Geld zahlst und Dein Chef weniger Gewinne für den nötigen Lohn erwirtschaftet. All die Beutelschneider mögen es nicht wenn die Sonne keine Rechnung schickt.Der Witz ist auch: PV und Wärmepumpe passen ideal zusammen. Gerade im Sommer, wo die Heizung tag und nacht läuft, liefert PV.
Und im Winter, wo es eh kuschelig warm ist, braucht niemand eine Heizung.
Schön, dass Du flüssig Ironie beherrscht. Blöd nur, dass das Bild nicht so Schwarz/Weiss ist. Das geht mit Kühlungsbedarf im Sommer los. Geht über die Übergangsperioden und hört noch lange nicht mit sonnigen Tagen im Winter auf. Den Rest erledigt eine hinreichend ausgelegte PV.
BTW:
Das ganze Lamento ändert sowieso nichts am gesagten. Die Verluste der Fernwärme sind im Winter hoch und die Wärmeerzeugung in der WP sowie der Stromtransport sind weiterhin effizienter. In der Regel ist es sogar effizienter z.B. das Gas des Heizkraftwerk zu verstromen und beim Kunden in der WP zu Wärme zu machen.*gähn*