Man sieht doch bereits heute, dass der Markt nicht funktioniert.
1. Die Nachfrage ist vollkommen unelastisch.
2. Die Ergebnisse der Stromauktionen an der Börse lassen sich nur während 160 Stunden im Jahr (= 1,8%) vollständig umsetzen, weil das Leitungsnetz das nicht erlaubt. Deutschland ist keine Kupferscheibe.
Gut erkannt!
Das denke ich ist auch kein Zufall ...
Wenn ich die Netzdienstleistungen nicht mit versteigere - dann ist die Stromauktion für die Füße.
Dieser Umstand dürfte nicht erst seit gestern bekannt sein - und ich denke dieser Umstand dient dazu zu zeigen "Schaut her der Markt funktinoniert nicht.".
Das die Nachfrage so unelastisch ist - ist m.E. der "Elastizität" von so steinzeitlichen Mitteln wie der hömöopathisch dosierten Verteilung von archaischen Rundsteueranlagen geschuldet, die von den Profiteuren der jetzigen Markt-/Plan/Monopolwirtschaft hoheitlich verteilt und gesteuert werden. Selbst langjährige, gestandene E-Meister von ausbildenden Unternehmen wissen nicht, wie man Wallboxen mit Rundsteuergeräten anbindet und allpolig vom Netz trennt....
Zudem ist der Vorteil, der Regelstrom für Kleinendkunden bietet - eigentlich kaum vorhanden!
Wieso soll ich meine Kühltruhe mit separatem Rundsteuergerät und intelligenter Steuerung ausstatten, wenn mich (und das EVU) das mehr kostet als es mir finanziell bringt?
Die beschriebene "Kupferplatten"-Politik ist das Ergebnis von Strommarktprivatisierungsrankünen aus den 90ern...
Diese Übelstände lassen sich m.E. nur mit Regulierung unter Begleitung durch den VDE vernünftig mit Gesetzen und billigen "Software getriebenen" (OTA-Updatebaren) Steueranlagen in den Griff kriegen. (Die Software von so macher Verbrauchersteuerung von Solaranlagen braucht nicht mehr viel um das allumfänglich abzubilden... Ein DIN-Rail SBC für den Elektroschrank reicht für die Funktionalität voll aus. Auf Seiten der EVUs stünde da einiges an Modernisierung/Digitalisierung zur Netzsteuerung an...)
In einer Welt in der man es ernst meint mit intelligenter Strommarktsteuerung müssen natürlich sowohl die Netzdurchleitungskapazitäten - als auch die Stromerzeugungskapazitäten - idealerweise permanent, idealerweise online, idealerweise im paar Minutentakt versteigert werden. Dann klappt es auch mit dem Ertrag für den Netzneubau und die Netzerhaltung...
Dann zahlen auf einmal "unsere" Oligarchen für "Ihren" nicht elastischen Industriestrom, die Ihn z.Zt. durch asoziale Kleinkundentarifkonditionen massiv quersubventioniert erhalten - einen basisdemokratischen, volatilen Preis wie alle anderen Kunden auch...
Das wäre dann aber möglicherweise das Ende der Großförderung der Demokratie aus der Strombranche für unsere Politik(er)....
Und das kann keiner aus der FDP, CXU und SPD wollen...
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (18.03.2024 16:20).