Dass Getreideanbau zur schnellen Unfruchtbarkeit von Böden führe, ist doch eine recht gewagte These, wenn man bedenkt, dass im Nahen Osten seit über 10.000 Jahren Getreide angebaut wird, in Europa immerhin seit rund 7.000 Jahren.
Ungefähr so gewagt wie die These, dass Viehhaltung klimaschädlich sein soll, immerhin halten die Menschen in Afrika und Asien schon seit tausenden Jahren Vieh.
Es ist halt ein großer Unterschied, ob man Getreide für ein paar tausend Menschen auf wechselnden Flächen und mit wechselnden Fruchtfolgen anbaut, oder immer wieder das gleiche Getreide für Milliarden Menschen auf immer den gleichen Flächen.
Die Rodung des Präriegrases durch die europäischen Siedler beraubte den Boden seiner schützenden Decke, besonders der großflächige Anbau in dem oftmals von Trockenheit geprägten Gebiet macht die Böden anfällig für Staubstürme.
Ich versuche gerade mir vorzustellen, wie die ersten Generationen von Farmern "Gras gerodet" haben... .
Bisher waren sich Fachleute eigentlich auch einig, dass die Ausrottung der Bisons die Ursache für den Verlust der Bodenfruchtbarkeit der Great Plains war.
Deren Ausscheidungen und die mechanische Bodenbearbeitung durch Millionen Hufe haben diese meterdicke Humusschicht im Laufe der Zeit entstehen lassen.
Mit jeder Getreideernte ist dann etwas davon verschwunden und ohne Bisons kam nichts neues wieder dazu.