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Avatar von Liesmich!
  • Liesmich!

mehr als 1000 Beiträge seit 19.09.2009

Mehr Netzkapazitäten hätten auch geholfen

Denn dann wären die Leitungen wegen Überlast erst gar nicht zusammengebrochen. So eine Situation drohte hier auch schon mal, als eine Höchstspannungsleitung von Thüringen nach Bayern nicht fertig wurde, weil Wutbürger die unbedingt unter die Erde haben wollten.
Da wurden in Deutschland schon Tausende von Kilometern Fernleitungen durchs Land gespannt, und keiner hat gemeckert, doch jetzt will sie auf ein Mal keiner mehr haben.
Was auch von der Bundesregierung als Grund genannt wurde, warum sie die Energiewende ausgebremst hat. Mit der selben Logik dürften auch keine Autos mehr zugelassen werden (wie in Japan), bis es weniger Staus auf den Autobahnen gibt.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (30.01.2021 06:58).

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  • Avatar von Oschia
    • Oschia

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.07.2019

    weniger Tütensuppen im Homeoffice warmmachen auch

    Antwort auf Mehr Netzkapazitäten hätten auch geholfen von Liesmich!.

    Oder fragen wir mal anders: Wem lüstet aufn Freitag um 14:04 Uhr nach so viel Strom?

    Berliner*innen sind um die Zeit schon über zwei Stunden aufm Weg ins Wochenende. Werfen da um die Zeit all die illegalen Putzkräfte zugleich die Staubsauger an? Dem sollte Pomrehn mal nachgehen. Irgendwo muss das ja herkommen.

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  • Avatar von decordoba
    • decordoba

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.02.2015

    Antwort auf weniger Tütensuppen im Homeoffice warmmachen auch von Oschia.

    Es war nicht der Stromverbrauch in Mitteleuropa zu hoch, aber es war die Stromerzeugung in Mitteleuropa zu niedrig. Stattdessen wurde viel Strom aus Rumänien importiert. Wegen Überlastung der Hochspannungsleitungen und Umspannwerke in Kroatien sind diese ausgefallen. Die Kapazitäten der Balkan-Hochspannungsleitungen und Umspannwerke sind zu gering. Es ist aber nicht die Aufgabe der mitteleuropäischen Stromnetz-Betreiber, diese Hochspannungsleitungen auszubauern.
    ---
    Lösungsansätze:
    *) Mehr Strom in Mitteleuropa erzeugen. Das dient als Gegengewicht und verhindert die Überlastung der Hochspannungsleitungen vom Balkan nach Mitteleuropa. (wahrscheinlich hatten sie in Mitteleuropa keine Möglichkeiten, ausreichend Billigstrom zu produzieren; das Betreiben der Gaskraftwerke, die vorhanden sind, ist teuer, das muss der Stromkunde bezahlen!).

    Vergleich: Es gibt Zeiten, wo sehr viel Strom aus den Windkraftanlagen an der Nordsee anfällt. Eigentlich sollte dieser Strom nach Süddeutschland geleitet werden, wo er benötigt wird. Das ist aber problematisch, weil die Hochspannungsleitungen von Nord nach Süd nicht genug Kapazität haben. Damit kein Blackout passiert, werden in Österreich einige Gaskraftwerke angefahren (und von Deutschland bezahlt), welche ein Gegengewicht bilden, sodass die Hochspannungsleitungen in Deutschland entlastet sind. Ebenso wird Strom über das Tschechische Hochspannungsnetz nach Österreich und Süddeutschland geliefert. Das führt dort zu Übertragungsverlusten durch Phasenverschiebung, ist unerwünscht und soll auch von Deutschland bezahlt werden.

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  • Avatar von Schreiber_Georg
    • Schreiber_Georg

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.10.2017

    Antwort auf Re: weniger Tütensuppen im Homeoffice warmmachen auch von decordoba.

    decordoba schrieb am 30.01.2021 09:24:

    Es war nicht der Stromverbrauch in Mitteleuropa zu hoch, aber es war die Stromerzeugung in Mitteleuropa zu niedrig. Stattdessen wurde viel Strom aus Rumänien importiert. Wegen Überlastung der Hochspannungsleitungen und Umspannwerke in Kroatien sind diese ausgefallen. Die Kapazitäten der Balkan-Hochspannungsleitungen und Umspannwerke sind zu gering. Es ist aber nicht die Aufgabe der mitteleuropäischen Stromnetz-Betreiber, diese Hochspannungsleitungen auszubauern.
    ---
    Lösungsansätze:
    *) Mehr Strom in Mitteleuropa erzeugen. Das dient als Gegengewicht und verhindert die Überlastung der Hochspannungsleitungen vom Balkan nach Mitteleuropa. (wahrscheinlich hatten sie in Mitteleuropa keine Möglichkeiten, ausreichend Billigstrom zu produzieren; das Betreiben der Gaskraftwerke, die vorhanden sind, ist teuer, das muss der Stromkunde bezahlen!).

    Vergleich: Es gibt Zeiten, wo sehr viel Strom aus den Windkraftanlagen an der Nordsee anfällt. Eigentlich sollte dieser Strom nach Süddeutschland geleitet werden, wo er benötigt wird. Das ist aber problematisch, weil die Hochspannungsleitungen von Nord nach Süd nicht genug Kapazität haben. Damit kein Blackout passiert, werden in Österreich einige Gaskraftwerke angefahren (und von Deutschland bezahlt), welche ein Gegengewicht bilden, sodass die Hochspannungsleitungen in Deutschland entlastet sind. Ebenso wird Strom über das Tschechische Hochspannungsnetz nach Österreich und Süddeutschland geliefert. Das führt dort zu Übertragungsverlusten durch Phasenverschiebung, ist unerwünscht und soll auch von Deutschland bezahlt werden.

    So ist es!
    Das darf aber auch mit der Energiewende in Verbindung gebracht werden, so wie sie umgesetzt wird.

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  • Avatar von Oschia
    • Oschia

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.07.2019

    'türlich war Stromverbrauch in Mitteleuropa zu hoch

    Antwort auf Re: weniger Tütensuppen im Homeoffice warmmachen auch von decordoba.

    um 14 Uhr hätte der längst wieder auf Minimum sein müssen
    https://www.energieheld.de/blog/wp-content/uploads/2015/09/energiewende-strompreis-stromverbrauch-tagesverlauf.png

    https://de.wikipedia.org/wiki/Spitzenlast#/media/Datei:Lastprofil_EWE_Frühjahr_mit_Kraftwerkseinsatz_schematisch.svg

    Also ist wer schuld, dass da übern Glühdraht Strom von Erdogan zugekauft werden musste.

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  • Avatar von decordoba
    • decordoba

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.02.2015

    Antwort auf 'türlich war Stromverbrauch in Mitteleuropa zu hoch von Oschia.

    Nein - die Kraftwerksbetreiber in Rumänien (Türkei?) hätten erkennen müssen, dass sie zu viel Strom ins Netz einspeisen. Sie hätten zumindest ein Kraftwerk drosseln müssen. Dann wäre diese Strompanne nicht passiert.

    Die Kraftwerke können nicht Strom ins Netz einspeisen, für den es keinen Abnehmer gibt.
    Das Nadelöhr waren die Hochspannungsleitungen rund um Kroatien und die dazugehörigen Umspannwerke.

    Das sind technische Feinheiten, die Sache der Männer in den Schaltzentralen ist. Die Foristen wissen das normalerweise nicht, wie man das erkennt und was man da tut !

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    • Oschia

    mehr als 1000 Beiträge seit 24.07.2019

    Antwort auf Re: 'türlich war Stromverbrauch in Mitteleuropa zu hoch von decordoba.

    decordoba schrieb am 30.01.2021 18:00:

    Nein - die Kraftwerksbetreiber in Rumänien (Türkei?) hätten erkennen müssen, dass sie zu viel Strom ins Netz einspeisen. Sie hätten zumindest ein Kraftwerk drosseln müssen. Dann wäre diese Strompanne nicht passiert.

    Die Kraftwerke können nicht Strom ins Netz einspeisen, für den es keinen Abnehmer gibt.
    Das Nadelöhr waren die Hochspannungsleitungen rund um Kroatien und die dazugehörigen Umspannwerke.

    Das sind technische Feinheiten, die Sache der Männer in den Schaltzentralen ist. Die Foristen wissen das normalerweise nicht, wie man das erkennt und was man da tut !

    Um die lange Leitung ist heuer ein LWL als Temp.sensor gewickelt. Das dürft weitgehendst automatisiert sein.
    Wenn aber am Schalter mitmal die Funken fliegen, weil da zB die verkohlten Reste vom Bug noch dranhingen, machst erstmal große Augen. (Wird schon ein Grund haben, dass da just einer am Schalter spielte. )

    Aber wie du selber erklärst: "zu viel Strom ins Netz einspeisen" geht nicht.
    Diesen Mehrbedarf werden die Börsianer da bestellt haben.

    Und an diesem Mehrbedarf um 14.00 Uhr ist wer schuld. Die Hochlast zur Mittagszeit hattes Netz ja überlebt.

    (Mit größer werdendem Verbund werden aber auch Netzpendelungen zunehmend interesanter.)

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    • decordoba

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.02.2015

    Antwort auf Re: 'türlich war Stromverbrauch in Mitteleuropa zu hoch von Oschia.

    Wenn zu viel Strom in das Netz eingespeist wird, steigt die Frequenz an. Daran erkennen die Männer in der Schaltzentrale, dass Kraftwerke gedrosselt werden müssen.

    Vielleicht waren sie sich nicht einig, wer sein Kraftwerk herunterfährt.

    Wie man so hört, musste nachher ein Donaukraftwerk in Rumänien vom Netz genommen werden, weil die Hochspannungsleitungen nach Mitteleuropa ausgefallen sind.

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    • decordoba

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    Antwort auf Re: 'türlich war Stromverbrauch in Mitteleuropa zu hoch von decordoba.

    https://orf.at/stories/3197056/

    Hier noch eine Darstellung und Stellungnahme das ORF über den Vorfall.

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