Vielleicht recherchiert Herr Rügemer mal, warum der II. Weltkrieg ausbrach? Die Nazis umgingen die Weltleitwährung, damals das Britische Pfund, mit internationalen Joint-Ventures. Dafür gab es eins fett auf die Fresse. Meint irgendjemand, das würde heute anders laufen? Das hatten sich Saddam und Gaddafi wohl so gedacht.
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Antwort auf Das wollten schon ganz andere von Fürlau.
Fürlau schrieb am 30.09.2021 10:01:
Vielleicht recherchiert Herr Rügemer mal, warum der II. Weltkrieg ausbrach? Die Nazis umgingen die Weltleitwährung, damals das Britische Pfund, mit internationalen Joint-Ventures. Dafür gab es eins fett auf die Fresse. Meint irgendjemand, das würde heute anders laufen? Das hatten sich Saddam und Gaddafi wohl so gedacht.
Und ich Dummerchen dachte das hätte mit dem Lebensraum im Osten etwas zu tun gehabt. So kann man sich irren.
In seiner Schrift "Mein Kampf" (1924, Erster Band) knüpfte Adolf Hitler an die Thesen Haushofers und anderer Geopolitiker an, unterschlug dabei allerdings die bei Haushofer vorhandene "friedliche" Komponente einer gewaltlosen und maßvollen Ausdehnung des Deutschen Reiches nach Osteuropa und Übersee. An ihre Stelle trat ein rassistisch begründetes Feindbild, das die Überlegenheit der "germanischen" bzw. der "arischen Rasse" und die bedingungslose Unterwerfung der slawischen Völker postulierte. 1926 erschien der Roman "Volk ohne Raum" von Hans Grimm, in dem der Autor für eine klassische Kolonialpolitik eintrat. Die Nationalsozialisten nutzten den Titel schon bald als propagandistisches Schlagwort für den "gerechten" Kampf des deutschen Volkes um Raum und Boden.
Die rassenbiologisch begründete Vorstellung vom "Lebensraum im Osten" wurde zum Zentralbegriff der nationalsozialistischen Expansionsideologie. In einem siegreichen Krieg gegen die "bolschewistische Sowjetunion" sah Hitler seine wahre "Mission". Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten sprach Hitler in seiner neuen Funktion als Reichskanzler am 3. Februar 1933 vor Offizieren der Reichswehr erstmals über die Gewinnung von "Lebensraum im Osten" und dessen Germanisierung. In der NS-Außenpolitik nahm das Lebensraum-Konzept eine zentrale ideologische Stellung ein. Gestützt auf die völkisch-sozialdarwinistische Überzeugung von der Überlegenheit des deutschen "Herrenvolkes" sollte die Ausdehnung deutscher Siedlungsgebiete und der Aufbau einer autarken Wirtschaft einhergehen mit der rücksichtslosen Ausbeutung und Dezimierung der als "Untermenschen" diffamierten slawischen Bevölkerung.
Im Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion fand die Lebensraum-Ideologie ab 1941 ihre grausame Verwirklichung. Entsprechend dem Kriegsziel, Osteuropa bis zum Ural als deutsches Siedlungsgebiet in Besitz zu nehmen, sah der von Heinrich Himmler in seiner Funktion als Leiter des "Reichskommissariats für die Festigung des deutschen Volkstums" in Auftrag gegebene und am 15. Juli 1941 in der ersten Fassung vorgelegte Generalplan Ost nach der Vertreibung von über 30 Millionen Einheimischen die Besiedelung mit Deutschen vor. Entsprechende Planungen wurden auch dann noch vorangetrieben, als sich der Kriegsverlauf bereits eindeutig zuungunsten Deutschlands verschoben hatte. Hitler hielt in seinem Wahn bis zuletzt an seiner Ideologie vom "Lebensraum im Osten" fest. Während bereits die Schlacht um Berlin heftig tobte, versuchte Hitler am 29. April 1945 der Wehrmacht in seiner letzten Botschaft aus dem so genannten Führerbunker noch einmal deutlich zu machen, dass es noch immer die Aufgabe der Armee sei, "für das deutsche Volk Raum im Osten zu gewinnen"
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/voelkermord/lebensraum.html -
Antwort auf Re: Das wollten schon ganz andere von Tobias Kern.
Ihr Geplappere des links-intellektuellen Mainstreams kennen wir alle zur Genüge, Sie langweilen.
Angesichts der sowjetischen Aggression & kolonialer Weltreiche (USA, Britannien, Frankreich) als Gegner des III. Reichs soll ein gewaltsames Ansinnen, dem damaligen Zeitgeist entsprechend, unmoralisch gewesen sein? Machen Sie Sich und uns doch bitte nicht lächerlich. -
Antwort auf Re: Das wollten schon ganz andere von Fürlau.
Fürlau schrieb am 30.09.2021 10:55:
Ihr Geplappere des links-intellektuellen Mainstreams kennen wir alle zur Genüge, Sie langweilen.
Angesichts der sowjetischen Aggression & kolonialer Weltreiche (USA, Britannien, Frankreich) als Gegner des III. Reichs soll ein gewaltsames Ansinnen, dem damaligen Zeitgeist entsprechend, unmoralisch gewesen sein? Machen Sie Sich und uns doch bitte nicht lächerlich.Ich finde das das Wort "Nazi" viel zu pauschal und häufig ungerecht gebraucht wird vor allem um eine Diskussion vorzeitig zu beenden. Es gibt jedoch Menschen wie Sie wo es direkt angebracht ist. Sie setzen zentrale Thesen der Nazis "rassenbiologische Vorstellung vom Lebensraum im Osten", "Generalplan Ost" und "Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion" normalen Kriegen gleich und verharmlosen diese beispiellosen Taten gleichzeitig. Sie scheinen noch also Defizite zu besitzen - ich werde also mit meinen "Geplappere links-intellektuellen Mainsteams" fortfahren, egal ob es Ihnen passt oder nicht.
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Antwort auf Das wollten schon ganz andere von Fürlau.
Fürlau schrieb am 30.09.2021 10:01:
Vielleicht recherchiert Herr Rügemer mal, warum der II. Weltkrieg ausbrach? Die Nazis umgingen die Weltleitwährung, damals das Britische Pfund, mit internationalen Joint-Ventures. Dafür gab es eins fett auf die Fresse.
Ach die Briten haben den Krieg angefangen? Irgendwie habe ich das anders in Erinnerung.
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Antwort auf Re: Das wollten schon ganz andere von Tobias Kern.
Ob jemand ideologisch Rassen oder Stämme implementiert, wie zB das Alte Testament, oder nur tatsächlich solch eine Politik umsetzt, bleibt sich doch gleich. Alle Kolonialmächte, einschließlich der USA begingen eminente Völkermorde. Die Briten hungerten zudem 80 Mio. Weltbürger in 300 Jahren aus, in über 20 Holodomor durch die Royal Navy, mal ganz abgesehen, von solchen Kollateral-Schäden, wie der Ausrottung der Tasmanier. Wo wollen Sie also diejenigen unterscheiden, die bereits massiv amoralisch irgendwo einmarschierten & diejenigen, die einem Einmarsch gedachten, unterscheiden? Genau, diejenigen, die das bereits getan haben, sind schlimmer. Mitbewerber sind natürlich immer unerwünscht. Im diesen Lichte & in keinem anderen sollten wir Geschichte betrachten. Die Nationalsozialisten unterscheiden sich in keiner Weise von ihren Gegnern, außer Sie, Herr Kern, gewichten die Opfer nach Rasse.
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Antwort auf Re: Das wollten schon ganz andere von foobar.
Die deutschen bürgerlichen Demokraten werden erst dann Ruhe geben, wenn der Putin das deutsche Volk auf Knien für das Unrecht um Entschuldigung bittet, welches die UdSSR dem 3.Reich angetan hat.
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Antwort auf Re: Das wollten schon ganz andere von foobar.
Die III. Reich führte einen lokalen Krieg gegen Polen, da die Wiedererlangung der deutschen Ostgebiete auf keinem Verhandlungswege zu erreichen waren. Die Briten & Franzosen entfesselten durch ihre Kriegserklärung an das III. Reich den Weltkrieg. Diese beiden Staaten hatten zu diesem Zeitpunkt mehr als den halben Planeten, also fremde Territorien durch kriegerische Gewalt erobert. Beim Krieg gegen Polen ging es um eigene Territorien. Vielleicht hätten Sie in der Schule besser aufpassen sollen. Und da wir das alle nicht mehr wollen, sollte sich auch Herr Rügemer überlegen, was er schriebt, nicht?
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Antwort auf Das wollten schon ganz andere von Fürlau.
Fürlau schrieb am 30.09.2021 10:01:
Vielleicht recherchiert Herr Rügemer mal, warum der II. Weltkrieg ausbrach? Die Nazis umgingen die Weltleitwährung, damals das Britische Pfund,
Es gab vor Bretton Woods keine Weltleitwährung, die Regeln und Mechanismen dazu wurden erst da geschaffen.
mit internationalen Joint-Ventures. Dafür gab es eins fett auf die Fresse. Meint irgendjemand, das würde heute anders laufen? Das hatten sich Saddam und Gaddafi wohl so gedacht.
Es 'gab auf die Fresse' weil Nazideutschland seine Nachbarn überfiel und klar ersichtlich war, dass es damit nicht aufhören würde bevor sich nicht die ganze Welt unterwirft.
Aber klar, Sozialisten sehen natürlich überall eine Verschwörung des Kapitals, egal ob es nationale oder internationale Sozialisten sind.
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Antwort auf Re: Das wollten schon ganz andere von gigngogn.
Eine Weltleitwährung ist eine Weltleitwährung oder sie ist eben keine, auch ohne formalen Überbau. Der US$ löste in Bretton Woods 1944 nur das Britische Pfund formal ab. Und da die privatrechtliche Bank von England von da an keinen globalen Nutzen mehr hatte, wurde sie auch 1948 verstaatlicht.
Das III. Reich mag seine Nachbarn überfallen haben, um seine Territorien zurückzuerhalten, die Böhmen, la Boheme, sind zB ein bayerischer Stamm, aber ich erachte das als nicht so schlimm, wie die Eroberung des Planeten durch die Gegner im Krieg. Und nicht umsonst nutzten die Kolonien den Weltkrieg um sich von den Befreiern zu befreien, nicht? Auch wenn die gebeutelten Vietnamesen noch weitere 30 Jahre um ihre Freiheit & Souveränität kämpfen mußten.
Und da die Nationalsozialisten überhaupt keine Anstalten machten (sie bauten keine entsprechende Flotte), kolonialer Mitbewerber zu werden, obwohl Hitler damit liebäugelte, müssen wir den Grund für den Krieg wohl woanders suchen.
Deswegen kritisierte ich den Artikel von Herrn Rügemer. Herr Rügemer denkt nicht amoralisch, aber eben gefährlich. Es gäbe ja auch andere Wege, der Macht eines Konzerns Einhalt zu gebieten. Anstatt die Steuerkohle weltweit mit der Gießkanne zu verbreiten, könnte man einfach diesen Laden unfreundlich kaufen.Das Posting wurde vom Benutzer editiert (30.09.2021 12:21).