Sorry,
aber das mit dem Moralisieren nervt ohne Ende.
Das was da als "Abhängigkeit" stilisiert wird, ist schlicht und ergreifend das Ergebnis einer pragmatischen, die eigene Wirtschaft und Möglichkeiten im Auge habende kaufmänniche Fähigkeit, Produkte günstig zu erwerben.
Dazu zählt neben dem Preis auch das Geschick, langfristige Verträge und günstige Zahlungsweisen auszuhandeln.
Wer als Mensch, Familie, Land oder Staatenbund bestimmte Dinge immer! zukaufen muß, kann zwar unter den Anbietenden wählen.
Letztlich wird aber i.d.R. der eigene Geldbeutel und das eigene Verhandlungsgeschick über jedwede Moral siegen.
Je notwendiger man diese Dinge braucht, um so schneller wird das geschehen.
Jeder kann das beobachten. Vom Schweinefleisch von Tönnjes, über Kleidung von Kik bis Nike. Vom Smartphone bis hin zum Immobilienbau.
Wer an der Stelle stets und immer "moralisch einwandfrei" handeln will, braucht entweder unendliche finanzielle Mittel oder Möglichkeiten dem Verzicht zu entgehen, in dem er die Dinge selbst herstellt.
Da beides gerade bei Rohstoffen schwierig bis unmöglich ist, bleibt eben nur Pragmatismus übrig.
Oder man schafft sich selbst unsere derzeitige Situation, welche uns immer mehr über den Rand einer finalen militärischen Eskalation bringt.
Wobei wir hinterher wohl "moralisch" frei sein werden und gar keine Dinge mehr brauchen werden.