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  • Sentinel

mehr als 1000 Beiträge seit 08.05.2023

Gegenfrage: kann man Massendeportationen gegenüber "neutral" sein?

Dass der Correctiv-Bericht "voreingenommen", "parteiisch" oder "emotional" sei, sind Bewertungen, die - selbst wenn sie zuträfen - die Funktion und den Wert der genannten Publikation ja keineswegs invalidieren und illegitimieren.
Denn es handelt sich bei der Sache - dem Deportationsgipfel - keineswegs um eine beliebige Angelegenheit, die man nüchtern-neutral betrachten kann.
Massendeportationen. im Falle der remigrationspläne, alle Asylbewerber, alle Ausländer mit Bleiberecht und alle Menschen deutscher Staatsangehörigkeit zu deportieren, sofern diese "nicht assimiliert" seien, lässt mangels Operationalisierung die Befürchtung zu, dass je nach Auslegung des Assimiliationsbegriffs bis zu 24 Mio. Menschen aus Deutschland zwangsdeportiert werden könnten.
Ein geradezu ungeheuerlicher Vorgang, der nicht nur direkt auf der Rassenideologie der Nazizeit des Dritten Reichs direkt entlehnt ist, sondern auch ganz Deutschland mit einem Schlag in die Steinzeit befördern würde.

Daher nochmal die ganz ernst gemeinte Frage: Kann und darf man in einer Demokratie über solche rassisch motivierten Massendeportationspläne, die Millionen von Menschen betreffen und einen dadurch abgeleiteten Vernichtungsplan für Deutschland, denn nicht seiner ungeheuerlichen Relevanz entsprechend bewerten? Darf man so etwas überhaupt unbewertet lassen?
Seit wann sind solche Vernichtungsideologien als neutraler Gegenstand zu sehen?

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  • Avatar von schmerzbefreit777
    • schmerzbefreit777

    mehr als 1000 Beiträge seit 23.07.2015

    Antwort auf Gegenfrage: kann man Massendeportationen gegenüber "neutral" sein? von Sentinel.

    hallo, es geht da nicht um deportation sondern um das abschieben von nicht aufenthaltsberechtigten die rechtlich keine legimitation mehr haben sich in dem land aufzuhalten. also um durchsetzen des rechtsstaats.

    fertig.

    mehr muss man hier garnicht diskutieren.

    alles andere ist eben flaschberichtserstattung, und beugen von geltendem recht und gesetz.

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    • DerWoDa

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.09.2013

    Antwort auf Gegenfrage: kann man Massendeportationen gegenüber "neutral" sein? von Sentinel.

    Welchen Stellenwert hat die Debatte um Remigration denn dort eingenommen? Ich denke das wissen wir nicht so recht. Ich habe ein Interview mit einem AfDler gesehen, der meinte dass es um verschiedenes ging.

    Man kann andere Fragen stellen:

    Warum spricht dort Martin Sellner? Der ist ein Identitärer Österreicher. Das ist der Punkt, welchem m.E. mehr Gewicht geschenkt werden sollte. Dann kann man sich damit befassen, was dessen Standpunkte sind und sich fragen, wie sehr sich die AfD da vorgibt sich von zu unterscheiden. Und sie dadurch ggf zu entlarven.

    Das wäre m.E. zielführender.

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  • Avatar von BigLA
    • BigLA

    mehr als 1000 Beiträge seit 18.01.2003

    Antwort auf Re: Gegenfrage: kann man Massendeportationen gegenüber "neutral" sein? von schmerzbefreit777.

    von nicht aufenthaltsberechtigten

    wirklich?

    Mal abgesehen davon, kann man sowas ja auch noch "abändern", wenn es erforderlich wäre, solche Pläne zu realisieren.

    Man kann alles auch klein reden.. is ja alles nicht so schlimm, wa?

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    Antwort auf Gegenfrage: kann man Massendeportationen gegenüber "neutral" sein? von Sentinel.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 08.05.2023

    Antwort auf Re: Gegenfrage: kann man Massendeportationen gegenüber "neutral" sein? von schmerzbefreit777.

    schmerzbefreit777 schrieb am 22.01.2024 11:08:

    hallo, es geht da nicht um deportation sondern um das abschieben von nicht aufenthaltsberechtigten.

    Folgendes wurde beim Deportationsgipfel in Potsdam wörtlich gesagt, und es wurde bislang von niemandem dementiert, auch nicht von Sellner persönlich, der auch nachträglich zu seinen "Remigrations"-Plänen (=Deportationsplänen) steht.

    "Sellner ergreift das Wort. Er erklärt das Konzept im Verlauf des Vortrages so: Es gebe drei Zielgruppen der Migration, die Deutschland verlassen sollten. Oder, wie er sagt, „um die Ansiedlung von Ausländern rückabzuwickeln“. Er zählt auf, wen er meint: Asylbewerber, Ausländer mit Bleiberecht – und „nicht assimilierte Staatsbürger“. Letztere seien aus seiner Sicht das größte „Problem“. "

    https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen/

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (22.01.2024 12:35).

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    mehr als 1000 Beiträge seit 08.05.2023

    Antwort auf Re: Gegenfrage: kann man Massendeportationen gegenüber "neutral" sein? von BigLA.

    BigLA schrieb am 22.01.2024 11:30:

    von nicht aufenthaltsberechtigten

    wirklich?

    Es ist in erster Linie eine unwahre Tatsachenbehauptung des Mitforisten, man könnte auch schlichtweg von Lüge sprechen. Wie oben zitiert, handelt es sich mitnichten nur um nicht Aufhenthaltsberechtigte, sondern gleichermaßen um solche mit Bleiberecht und gar deutsche Staatsbürger.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 01.12.2023

    Antwort auf Gegenfrage: kann man Massendeportationen gegenüber "neutral" sein? von Sentinel.

    Muss es gleich "Massendeportation" sein, wenn man die vielen geduldeten Menschen (aka: ohne Aufenthaltserlaubnis) aus dem Land haben möchte?
    Den von der AfD diskutierten Plan lass ich mal an der Seite liegen, weil (Gründe hier einsetzen). Es geht um rein pragmatische (realpolitische) Fragestellungen.

    Ich will mal andersrum fragen: klassische Einwanderungsländer haben keinen unbegrenzten Zuzug von Migranten. Hier wird, Triggerwarnung, aussortiert nach durchaus transparenten Kriterien: nebst Alter und Kompetenzen kommt auch ein gewisses finanzielles Polster in Betracht, vulgo: Einwanderungsländer nehmen niemanden auf, der sofort ab Tag 1 von der Gesellschaft versorgt werden möchte. Es wird grundsätzlich von einer Bringschuld des Einwanderungswilligen ausgegangen! Der Einwanderungswillige möge sich integrieren, sofort eine Arbeit aufnehmen, Steuern zahlen und straffrei bleiben. Sonst ist das zunächst auf Probe ausgestellte Arbeitsvisum futsch und das Einbürgerungsverfahren gescheitert.

    Warum bekommen wir in Deutschland das nicht auf die Kette, genauso zu handeln? Jetzt kommts bitte nicht mit den 12 dunklen Jahren. Diese Gesellschaft MUSS nicht jedermann aufnehmen. Und diese Gesellschaft muss auch nicht jedermann behalten. Die einzige Verpflichtung, die es gibt, ist rein humanitärer Natur (siehe Asyl) und die ist aus gutem Grund getrennt zu halten von der Einwanderungspolitik. Und selbst da sollte grundsätlzich der Pragmatismus eines Helfenden gelten: Hilfe unter Berücksichtigung des Eigenschutzes. Einem ins Eis eingebrochenen Menschen hilft man nicht, wenn man sich selbst in Gefahr bringt und auch im Eiswasser landet. Und die Gesellschaft hilft keinem Asylsuchenden (mehr), wenn sie über Kapazität jedermann aufnimmt wegen falsch verstandenem Humanismus. Ergo: politisch und religiös verfolgte Menschen aufnehmen, "ja", Asyl aus Gründen des Klimas ist rein pragmatisch gesehen nicht erfüllbar, daher "nein".

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (22.01.2024 13:00).

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    mehr als 1000 Beiträge seit 08.05.2023

    Antwort auf Re: Gegenfrage: kann man Massendeportationen gegenüber "neutral" sein? von .

    Umweltfreund82 schrieb am 22.01.2024 12:59:

    Muss es gleich "Massendeportation" sein, wenn man die vielen geduldeten Menschen (aka: ohne Aufenthaltserlaubnis) aus dem Land haben möchte?

    Verzeihung, es sind 300.000 Menschen nicht deswegen auf die Straßen gegangen, um Asylrechtsfragen zu diskutieren, sondern gegen die millionenfache Deportation von Deutschen Staatsbürgern.

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