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  • Subzero

mehr als 1000 Beiträge seit 06.06.2000

Um die Artenvielfalt wieder zu erhöhen

müßten wir methodisch etwas zeitlich und wirtschaftlich zurück gehen.
Sehr viele Tiere sind Kulturfolger. Da sich aber die Kultur stark verändert hat fallen da Lebensräume weg.
Würde man bestimmte Flächen (nicht alle und nicht grundsätzlich) wieder wie vor 50 Jahren bewirtschaften, dann würde auch wieder ein Mehr an Insekten und Wirbeltieren kommen. Und damit ist nicht der Ackerbau gemeint, früher hat man nicht gut zum Ackerbau geeignete Flächen eben regelmäßig beweidet. Das hat den Böden Nährstoffe entzogen (und das fette Gras ist dort eben nicht gewachsen, sondern eher magere Sorten), es hat Blattpflanzen reduziert und gab dann auch noch Futter für die Destruenten.
Nur lohnt sich Beweidung oder Nebenerwerbslandwirtschaft nicht mehr - zuviele Regeln und es kommt nix bei rum. Die einzigen noch einigermaßen gesunden Wiesen (mit reichlicher Insektenpopulation) sind die Deiche hier - dort zahlt das Amt den Schäfer dafür, den Bewuchs kurzzuhalten. Hühner hat auch kaum noch jemand. Die Streuobstwiesen mit dem Trockenrasen sind auch zugewuchert.
Vom regelmäßigen Abrennen von Flächen mit einem Filz aus abgestorbenem Gras nicht zu reden, mach das und Du sitzt im Knast;)

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