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  • /Rak

mehr als 1000 Beiträge seit 26.10.2001

das Konzept "Definitonsmacht" ist Menschenverachtend!

Denn es ignoriert wirklich grundlegendste Menschenrechte.

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Jeder Mensch hat alle Rechte und Freiheiten unabhängig von Geschlecht und Religion, politischer Überzeugung und Weltanschauung.
Jeder Mensch, der einer strafbaren Handlung beschudligt wird, gilt grundsätzlich und ohne Einschränkung solange als Unschuldig, bis seine Schuld in einem öffentlichen Verfahren, in welchem er für seine Verteidigung alle Garantien hatte, nachgewiesen wurde. Kein Mensch darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder Mensch hat auch Anspruch auf Schutz vor solchen willkürlichen Eingriffen.

All diese grundlegendsten Menschenrechte werden durch das Konzept der "Definitionsmacht" wirklich grundlegend missachtet und ignoriert.

Dieses Konzept, bei dem eben nicht mehr ein öffentliches, möglichst objkektives Verfahren, sondern schon allein eine rein subjektive Aussage und Anschuldigung einer Person zur sozialen Ausgrenzung, zum persönlichen wirtschaftlichen Ruin und zur Ächtung einer anderen Person führen soll, ist mit dem Prinzip des Rechtsstaats, aber vor allem mit den grundlegenden Menschenrechten schlicht und einfach inkompatibel und in keinster Weise vereinbar.
Es ist ein Konzept das - freilich mit lediglich umgekehrten Vorzeichen und Attributen - so direkt aus den finstersten Zeiten der Inquisition und der Hexenverfolgung stammen könnte. Aus Zeiten, in denen auch schon eine einzelne Aussage wie "Ich habe sie einen Hexenspruch murmeln hören!" ohne weitere Beweise und Untersuchungen zur Vernichtung ganzer Existenzen führen konnte.

Und bis vor einiger Zeit war ich auch der Meinung, dass sich die Menschheit seit damals auch deutlich weiter entwickelt hätte, dass wir diese finsteren Zeiten von Willkür und Unterdrückung und missachteten Menschenrechten endlich hinter uns gelassen hätten. Aber die militant-radikalen Feministinnen haben mich hier eines besseren belehrt. Mit ihnen geht es offensichtlich geradezu wieder zurück in finstere Zeiten, in denen Menschenrechte einen feuchten Rattenfurz wert sind. Wenn überhaupt.

Und bevor mich hier einer falsch versteht:
Ein sexueller Übergriff ist durch absolut gar nichts zu rechtfertigen. Und wer so etwas macht und dafür verurteilt wird, der hat seine Strafe mehr als verdient. Aber eben erst dann, wenn ein unabhängiges Gericht seine Schuld in einem Verfahren festgestellt hat, in welchem er ein Recht auf eine Verteidigung hatte. Und bis da hin hat ein Mensch als unschuldig zu gelten, ohne Wenn und Aber - auch wenn er diese Tat mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit begangen haben könnte.
Und das auch und gerade dann, wenn ein paar Inquisatoren Hexenjäger militante Religionsfanatiker Radfemnisitinnen die Hexenprobe den Scheiterhaufen die soziale Ächtung und die Vernichtung der Existenz dieses Menschen fordern.

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