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  • step

mehr als 1000 Beiträge seit 05.03.2000

Nur ein dummes Sammelsurium von Sprech- und Denkverboten

Denn wer – außer den direkt Beteiligten – kann schon wissen, was wirklich vorgefallen ist? Und was bedeutet "wirklich"? Ein und derselbe Sachverhalt kann von den Beteiligten sehr unterschiedlich erlebt werden.

Um zu ermitteln, was wirklich vorgefallen ist, gibt es Polizei und Staatsanwaltschaft, die Erlebniswelten der Beteiligten sind dabei zum Glück ziemlich egal.

Sexuelle Übergriffe sind weit verbreitet und unberechtigte Vorwürfe eher eine Ausnahme.

Ja, ja, schon klar. Kriminalermittler reden von mindestens 50 Prozent unberechtigter Vorwürfe, soviel zum Thema "eher eine Ausnahme".

Im ersten Teil geht es darum, einer Person, die von einem sexuellen Übergriff betroffen ist, die alleinige Definitionsmacht über das Vorgefallene zuzugestehen.

Die erste zu klärende Frage wäre: Ist sie tatsächlich betroffen oder eine Lügnerin?

Dies ist eine notwendige Voraussetzung für jede Beratung und Begleitung von Opfern sexueller Übergriffe und Gewalttaten.

Die erste zu klärende Frage wäre: Ist sie tatsächlich betroffen oder eine Lügnerin?

Insofern ist es richtig und notwendig, dass das nahe persönliche und politische Umfeld einfühlsam und unterstützend reagiert.

Die erste zu klärende Frage wäre: Ist sie tatsächlich betroffen oder eine Lügnerin?

Nur wenn den Betroffenen bedingungslos geglaubt und ihre Wahrnehmung des Vorgefallenen nicht angezweifelt wird, haben sie zumindest eine Chance, die ganze Situation emotional und gegebenenfalls auch rechtlich halbwegs unbeschadet zu überstehen.

Aha, also ist die Frage, ob sie eine Lügnerin ist, gar nicht zulässig? Interessant...

Wessen sexuelle Integrität angegriffen wurde bzw. wer sich als angegriffen empfindet, braucht parteiliche Unterstützung. Jede Infragestellung kann zur weiteren Traumatisierung beitragen.

Oh, ach, schau mal an, so funktioniert linke Demokratur? Frau Vötzchen kann nicht nur von sich aus Denk- und Sprechverbote erteilen, sondern auch noch fordern, dass die Reihen fest geschlossen sind und hinter ihr stehen?

Selbstverständlich kann die anzuerkennende Wahrheit der Betroffenen nicht gleichsetzt werden mit der objektiven Wahrheit – die oft ohnehin nur sehr schwer oder gar nicht herauszufinden ist, zumal es eben in solchen Situationen sehr konträre Wahrnehmungen der Beteiligten geben kann.

Es gibt Ermittlungsbeamte, die verstehen sich darauf, da gibt es keine anzuerkenneden oder objektive Wahrheit, da gibt es strafrechtlich relevante Vorgänge - oder es gibt sie eben nicht.

Ob jedoch das Strafrecht geeignet ist, in einem solchen Fall wirklich zur Klärung beizutragen, kann hinterfragt werden.

Interessant. Wenn es hier nicht passt, passt es vielleicht überhaupt nicht, kann dann nicht einfach in jedem Fall das Strafrecht hinterfragt werden?

Die Unschuldsvermutung muss selbstverständlich für beide Seiten gelten. Wenn nun in Kommentaren und auf Mailinglisten spekuliert wird, dass es sich bei der Beschuldigung um eine gezielte Schädigung der Initiative handelt, dann ist das ebenso zu kritisieren, denn damit wird die Frau beschuldigt, dass sie gelogen hätte.

Ja und nun? Kommentare und Mailinglisten verbieten?

Kein Bock, jetzt hier weitere Details zu kommentieren. Wie auch immer: Ganz offensichtlich beschwert sich hier irgendeine Tante darüber, dass die Veröffentlichung der ganzen Geschichte der Initiative schadet - wunderbar: Genau das ist mein Humor, das genieße ich aus vollen Stücken, darauf habe ich seit Jahren, Jahrzehnten gewartet und das bekomme ich jetzt immer häufiger geboten: Fresst eure eigene Medizin, geniest es, nehmt einen kräftigen letzten Zug: Nur Ihr selbst fresst euch auf, ihr habt keine ernstzunehmenden Feinde außer euch selbst, weil euch ohnehin keiner ernst nimmt. Chips, Bier und Brezeln, während wir euch bei dem Gang in die Lächerlichkeit zuschauen.

Edit: Typo

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (07.09.2021 00:57).

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