Das ist doch ein Paradoxon einerseits "Narrativ" (kommt von Narretei) zu sagen, dann aber eine Wahrheit gegen Lügen zu stellen. Das Unwort vom Narrativ entstammt der Idee, dass es keine Wahrheit gäbe. Das Mensch würde über Worte aka "Erzählung" die Welt buchstäblich erschaffen, anderweitig gäbe es sie nicht.
Was "woke Repression" sein mag oder nicht, will ich hier nicht erörtern. Was es fraglos gibt, sind Leute mit "äußerst beschränktem Horizont", wissentlich, willentlich oder einfach nur so. Was es ebenfalls gibt, sind Wahrheit und unterschiedliche Perspektiven, sowie ihre Interpretation(en).
Ein "Narrativ" steht dem nicht zwingend im Wege: Es kommt sicher nicht von "Narretei", kann aber selber eine sein. Es kann wahr, unwahr oder einfach kompletter Blödsinn sein, mit Vorsatz erschaffen und verbreitet kann es werden, muss aber nicht. Die 'richtige' Welt gibt es ganz sicher auch ohne Worte.
"Narrare humanum est!" – Allerdings entstehen "destabilisierende Narrative" nicht zufällig, und es soll mit ihnen versucht werden, eine EIGENE(!) Welt zu suggerieren. Es soll die bestehende Welt eingerissen und interessengeleitet verfälscht werden. Nicht wenige sind dabei komplett erstunken und erlogen.
Natürlich könnte es auch "stabilisierende Narrative" geben, hier wieder wahr, unwahr ...u.s.w. (s.o.). Beispielsweise auch die bislang unbewiesen Behauptung, das NATO Hauptquartier befinde sich NICHT in Brüssel 🤔