Mal zum Punkt Wirtschaftskrieg beim Kali-Dünger, den die EU hier anscheinend anpeilt.
Da steckt der Artikel voller lächerlicher Behauptungen, die klingen wie das Pfeifen im Walde und wie eine vorauseilende Entschuldigung für ein weiteres Kapitel desaströser EU-Außenpolitik.
Zur Einordnung und Richtigstellung:
- Weißrussland hat genug Abnehmer für seinen Kali-Dünger, die von den Mengen her wichtigsten sind eh weit weg (China, Indien) bzw. gleich in Übersee (Brasilien). D. h. über Russland geht auf dem Landweg sowieso schon sehr viel.
- die russischen Unternehmen, die im Bereich Fracht tätig sind, werden einen Teufel tun und weißrussischen Kali-Dünger ablehnen. Im Gegenteil, die werden sich freuen, in Zukunft mehr über die exzellenten Häfen in St. Petersburg, Rostow-am-Don oder sonstwo abzuwickeln. Es herrscht nämlich freie Marktwirtschaft.
- Infrastruktur und Kapazitäten sind da überhaupt kein Problem (angefangen bei der sowohl in Russland als auch Weißrussland vorhandenen Breitspur bei der Eisenbahn)
- die weißrussischen Kali-Exporte sind sehr diversifiziert, die Kali-Importe von Polen (43% aus Weißrussland), Litauen (42%) oder der Ukraine (89%) eher nicht
- genau diese 3 Länder beispielsweise (Polen, Litauen, Ukraine) sind vergleichsweise stark von ihrer Landwirtschaft abhängig. Jeder Versorgungsengpass, jede mutwillig herbeigeführte Preissteigerung dürfte katastrophale wirtschaftliche Auswirkungen für diese Staaten haben
Ich finde es ziemlich offensichtlich, dass sich hier erneut ein Schuss ins eigene Knie für die EU-Politik abzeichnet.