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Avatar von bismi
  • bismi

mehr als 1000 Beiträge seit 02.01.2010

Natürlich wollen die Chinesen auch ihr Weltbild verbreiten.

Wozu sonst dient ein "Doktor in internationalen Beziehungen" in Afrika?

Nicht nur die politischen Klassen des Westens wollen anderen Völkern "ihre eigenen laizistischen Vorstellungen, ihre postkoloniale »Menschenrechtsideologie« oder die landesüblichen Rituale eines hemmungslosen Hedonismus [...] nicht nur antragen, sondern aufzwingen" (Peter Scholl-Latour).

Und Ost- und Südostasiaten sind schlau und stark genug, um trotzdem eine Masseneinwanderung zu verhindern, auch wenn die Begründungen nett verklausuliert werden. Da könnten sich die Afrikaner Illusionen hingeben.

Die chinesische Weltsicht ist mir persönlich übrigens sehr sympathisch, da rationell und logisch. Ich glaube, historische Bewertungen wie Reformation, Gegenreformation, Aufklärung, Gegenaufklärung haben die nie gebraucht.

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https://www.nytimes.com/2012/02/16/opinion/why-chinas-political-model-is-superior.html

https://news.cgtn.com/news/3345444d796b7a6333566d54/index.html

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  • Avatar von Lordcommander
    • Lordcommander

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.04.2017

    Antwort auf Natürlich wollen die Chinesen auch ihr Weltbild verbreiten. von bismi.

    China ist schlauer. Sie zwingen nicht auf.

    So, wie es die USA nach dem zweiten Weltkrieg mit Westdeutschland gemacht haben.
    Grosszügig anbieten und die Herzen gewinnen.

    Das bröckelte erst ab dem Vietnamkrieg.

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  • Avatar von Helmut Jakoby
    • Helmut Jakoby

    956 Beiträge seit 27.09.2023

    Antwort auf Re: Natürlich wollen die Chinesen auch ihr Weltbild verbreiten. von Lordcommander.

    Lordcommander schrieb am 16.08.2024 09:35:

    China ist schlauer. Sie zwingen nicht auf.

    So, wie es die USA nach dem zweiten Weltkrieg mit Westdeutschland gemacht haben.
    Grosszügig anbieten und die Herzen gewinnen.

    Das bröckelte erst ab dem Vietnamkrieg.

    Was "die USA nach dem zweiten Weltkrieg mit Westdeutschland gemacht haben." kann ggf, als Ausnahme gesehen werden.
    Antworten, ob oder ab wann das "gut sein" in den USA "bröckelte", kann sicher die indigene oder auch farbige eigenen Bevölkerung oder auch die sogenannten amerikanischen Hinterhofstaaten (Südamerika) geben.

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  • Avatar von arce
    • arce

    mehr als 1000 Beiträge seit 14.11.2000

    Antwort auf Re: Natürlich wollen die Chinesen auch ihr Weltbild verbreiten. von Lordcommander.

    Lordcommander schrieb am 16.08.2024 09:35:

    So, wie es die USA nach dem zweiten Weltkrieg mit Westdeutschland gemacht haben.
    Grosszügig anbieten und die Herzen gewinnen.

    Um zu Begreifen, was die AMIS mit Schlaand angestellt haben sollte man erstmal entdecken, dass der WW II nicht mit der Gründung der BRD endete. 4 Jahre sind eine ganze Menge Zeit, insbesondere wenn man bedenkt, dass der gesamte Weltkrieg nur 6 Jahre dauerte.

    Macht aber nix, der gemeine Schlandbewohner legt auch den Kriegsbeginn gerne auf '33, was ihm in dem Geschichtsunterricht eine nähere Auseinandersetzung mit der NAZI-Politik erspart und er dann gleich zum Panzerfahren übergehen kann.

    Grüße
    arce

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  • Avatar von Rkahr
    • Rkahr

    mehr als 1000 Beiträge seit 25.04.2023

    Nennt man das nicht diplomatie?

    Antwort auf Natürlich wollen die Chinesen auch ihr Weltbild verbreiten. von bismi.

    Meine Damen und Herren, was uns hier präsentiert wird, ist ein bedrückendes Schauspiel des globalen Schachspiels, dessen Tragik in der Absurdität der Gegensätze liegt.

    Auf der einen Seite beobachten wir, wie China sich die afrikanischen Länder einlädt, ihnen akademische Türen öffnet, während auf der anderen Seite die sogenannte Wertegesellschaft des Westens steht, die von einer moralischen Überlegenheit getrieben wird.

    Hier, meine Damen und Herren, wird von M'butu verlangt, sich devot zu verbeugen, während eine Feministin ihm gönnerhaft auf die Schulter klopft und ihm erklärt, dass er selbstverständlich nicht im Westen studieren darf, jedoch auf keinen Fall nach China gehen sollte. Denn, meine Damen und Herren, China, das sind ja die „Bösen“, international geächtet.

    Und was bleibt M'butu in dieser grotesken Farce? Es ist offenbar besser, dass er in seinem Dorf sitzt, in der Wildnis, geduldig auf einen Ausbildungsplatz als Jäger und Sammler wartet, halbnackt durch die Gegend streift, nur um sich in zehn Jahren von Deutschland vorschreiben zu lassen, wie er als „dreckiges Patriarchat“ zu sterben hat und wie sein Land zu regieren ist.

    Man kann es ihm kaum verübeln, dass er seine Siebensachen packt und sagt: „Wenn ich schon nicht in Europa studieren darf, dann doch bitte anderswo!“ Es geht ihm nicht darum, eine prestigeträchtige Universität zu beeindrucken, sondern schlicht darum, überhaupt eine Möglichkeit zu finden, einen Fuß in die Tür zu bekommen.

    Es gab einmal eine Zeit, da hatte Deutschland noch den Anspruch, in die dritte Liga der Universitäten zu ziehen und sagte: „Komm, vergiss den Genderkurs, der bringt nichts. Mach lieber einen Kurs in internationalen Beziehungen, da haben wir bereits Studenten.“

    Das war der Grundgedanke von Erasmus, meine Damen und Herren! Man lud die Menschen ein, um hier zu studieren, in der Hoffnung, dass es funktionierte. Da wusste man, wenn der 18 jährige aus Erasmus erst mal erwachsen wird, dann hat er immer noch gute Erinnerungen an seine Zeit in Deutschland. Hearts and Minds, wenn man so will.

    Doch was sehen wir heute? Anstatt dies als das Armutszeugnis zu begreifen, das es ist, als radikalen Ausverkauf der Ideen des Westens, hält man sich dennoch für moralisch überlegen.

    Und dann stelle ich mir M'butu vor, wie er auf der Bank vor dem Haus sitzt, den Brief aus Peking in den Händen. Seine Eltern, die längst begriffen haben, dass ihrem Sohn diese Möglichkeit geboten wird, sind voller Stolz. Peking, meine Damen und Herren! Das ist keine Kleinigkeit, das ist eine Reise. Aber wenn er dort studiert, wird er es besser haben als sie je zuvor.Und wenn Europa wirklich etwas dagegen hätte, dann würde man ihm hier einen Studienplatz anbieten. Doch das, meine Damen und Herren, ist die bittere Realität.

    Wir haben vergessen, wie Diplomatie geht. Wir glauben, wir können die diskussion einfach abbrechen.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (17.08.2024 09:45).

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  • Avatar von kip dotter
    • kip dotter

    534 Beiträge seit 11.07.2012

    Antwort auf Nennt man das nicht diplomatie? von Rkahr.

    Da erinnere ich mich an Jürgen Lindner der in der Universität Accra das hohe Lied
    auf D-Land sang und dann Fragte wer jetzt dort Arbeiten will.
    Resultat: Keiner ernsthaft. Es hätte noch gefehlt, dass er ein paar Glasperlen aus der
    Tasche gezogen hätte.

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