Ansicht umschalten
Avatar von M321
  • M321

760 Beiträge seit 01.05.2020

Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.

Ist das nicht erstaunlich? Die Bewegung Fridays for Future ist ja angetreten, den Planeten zu retten. Und tatsächlich ist die Erde schon recht lädiert. Vor allem Lebensraum geht verloren. Dazu gehören natürliche Lebensräume, aber auch artenreiche Kulturbiotope.

Das passiert weltweit, weil alte, traditionelle Nutzungsformen aufgegeben werden.

Die Menschen, die die Natur damals extensiv nutzen und somit zum Teil die Biodiversität drastisch erhöhten, hatten auch eine Beziehung zur Natur.

Ich verweise hier mal auf die Schilderungen von Weston Price, wie er die Menschen im Lötzschental, Schweiz, erlebte:
http://journeytoforever.org/farm_library/price/price3.html

Interessant ist auch das: Nationalparks, wo die Menschen weiterhin leben, haben eine höhere Biodiversität als Totalschutzgebiete:
news.mongabay.com/2019/08/indigenous-managed-lands-found-to-harbor-more-biodiversity-than-protected-areas/

Researchers say they found that amphibian, bird, mammal, and reptile abundance in Australia, Brazil, and Canada is highest on lands managed or co-managed by indigenous communities — higher even than on protected areas like parks and wildlife reserves, which were found to have the second highest levels of biodiversity.

Both indigenous-managed lands and protected areas harbored more biodiversity than unprotected areas included in the study that the researchers selected at random. The researchers also determined that the size and geographical location of any particular area had no effect on levels of species diversity, suggesting that it’s the land-management practices of indigenous communities that are conserving biodiversity.


All diesen Menschen, die Natur bewahren, ist eine enge Verbindung zur Natur eigen. Eine enge, symbiotische Verbindung zum Land und zur Heimat, auf der sie leben.

Oft ich habe das selber gesehen, gehen die Kinder dort gar nicht in Schulen. Und wenn, dann sind das eher primitive Angelegenheiten. Sie sind im Grunde die meiste Zeit draussen und erleben und beleben die Natur.

Resultat: erhöhte Biodiversität.

Alleine die normale Schule stellt schon eine Entfremdung dar. Ein Freund von mir brachte es treffend auf den Punkt, als wir die Schule besuchten, wo seine Kids waren: "Erst stecken wir die Kinder 10-12 Jahre in so eine Betonburg und dann sollen sie die Verantwortung über diese Erde übernehmen. Das wird nicht funktionieren. Die müssen alle raus in den Wald, Feuer machen, da müssen wir Unterricht machen!"

Wenn man mal schaut, wer als erstes massiv mit der Naturzerstörung angefangen hat, dann sieht man, dass es die Völker waren, die als erstes Kinder in die Schulen sperrten.

Klar, man macht da auch Biounterricht, aber in die Natur verliebt man sich nur, wenn man IN IHR aufwächst! Sonst bleibt sie vollkommen abstrakt.

Die Digitalisierung wird zu einer weiteren Entfremdung führen.

Von der Natur, von den anderen, von sich selber. Smartphone und andere Digitalen Endgeräte machen zum Teil massiv süchtig und die Menschen verbringen die Zeit im Virtuellen Raum, statt im Wald mit Freunden.

Wenn man mal schaut, wer heute noch so ehrenamtlich und beruflich im Naturschutz arbeitet, dann sind das alles noch die Generation, die als Bauernjungen aufgewachsen sind, die selber nach Frösche gefangen haben, die selber noch im See gebadet und Vögel beobachtet haben.

Und so wird eben die Digitalisierung die Kinder und Jugendlichen vielleicht die Ausarbeitung bestimmter Lerninhalte erleichtern... aber es wird die Entfremdung, deren Auswirkungen wir ja erleben, nicht bremsen, sondern beschleunigen.

Raus in die Natur! Vormittags und Nachmittags! Kleine Klassen, gute Lehrer... dann kann man vielleicht noch was retten.

Die Digitalisierung ist nur für die gut, die daran verdienen.

Aber wir opfern als Gesellschaft schon seit Generationen das Wohl der Kinder auf dem Altar der jeweiligen Gottheit. Egal, ob das ein christlicher Gott ist oder ein heidnischer Gott, den man Wachstum nannte.

Die Kinder werden geopfert.

Und so sieht unsere Welt eben auch aus.

Bewerten
- +
Ansicht umschalten