Exilholsteiner schrieb am 06.07.2022 08:07:
Wenn man Lithium nicht nur für Autobatterien, sondern auch noch als Pufferspeicher für Gebäude nutzen will, dann ist es nach meiner Einschätzung so sicher wie das Amen in der Kirche, dass man damit die Energiewende gegen die Wand fährt. Es wird in den nächsten Jahrzehnten schlicht und ergreifend nicht genügend Rohstoffe für die vielen Batterien auf diesen Planeten geben.
Völlig richtig. Viel schlimmer ist aber noch die katastrophale Energiebilanz der Li-Ion-Akkus. Nicht nur bei der Herstellung, die bei den Verfechtern vorzugsweise "im Ausland" stattfindet, womit man die Emissionen schön auf "0" rechnen kann, sondern bei Haltbarkeit und v.a. dem Recycling. Ein Automotor kann Jahrzehnte halten, ein Akku ist sicher nach 5-10a runter auf 70-50% oder einfach ganz am Ende, schaut in eure Notebooks, dann wißt ihr das. Einen Gebrauchtwagenmarkt wird es dafür einfach aus elektrochemischen Gründen nie geben. Im Prinzip ist das der feuchte Traum eines jeden Herstellers, Lobbyisten (und Politikers?): Das "ideale" Wegwerfauto:
https://www.focus.de/auto/elektroauto/gebrauchte-stromer-beim-elektro-smart-kostet-ein-akku-bis-zu-17-000-euro_id_10967064.html
Und dann? Das Stoffgemisch ist nur unter sehr hohem Energieaufwand und größter Vorsicht zu zerlegen, ganz im Gegensatz zum Zerlegen und Einschmelzen eines alten Motors. Dann die Legierungen, die erst aufwendig getrennt werden müssen. Wenn ich jetzt noch von den zunehmenden Problemen bei der Brandgefahr anfange, wird es endgültig mulmig. Für die flächendeckende Nutzung sind diese Teile einfach nicht brauchbar.
https://www.spiegel.de/auto/neuhof-hessen-e-auto-brand-zerstoert-wohnhaus-a-179f6c58-99bf-48d6-ba02-c73bbeec3cb6
Und ja, das ist erst der Anfang, denn die Schüsseln werden immer älter und wohl auch zahlreicher werden.