Antwort auf Nun denn, als Nachtrag zum Artikel hier, sehe man... von Ulf Kotzer.
... sich das "Sommerinterview" mit Frau Baerbock (Interviewerin ist Frau Hassel) an.
(Gabs erst nach dem Artikel her)
Bitte nicht die Interpretationen desselben in den verschiedenen "Organen" vorher lesen, sondern das Interview im Original vorher anschaun.
Und selbst bewerten...
MfG
Was immer man von der Fr Bärbock halten will und kann, sie ist auf jeden Fall politisch und naturwissenschaftlich dumm. Naturwissenschaftlich deshalb, weil sie eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen bejaht, obwohl inzwischen völlig klar ist, dass auch Geimpfte infektiös sind, eine Impfpflicht daher komplett ins Leere läuft und eine reine Show-Veranstaltung sein würde. Diese naturwissenschaftliche Dummheit teilt sie zugegebenermaßen mit allen Politikern aller Parteien, insofern ist das kein differenzierender Faktor.
Ihre politische Dummheit ist aber viel schlimmer, weil sie anscheinend noch nicht bemerkt hat, dass sich der Wind zum Thema Corona inzwischen gedreht hat. Von den anderen Politikern spricht aus guten Gründen keiner mehr von einer Impfpflicht und der brutalstmögliche Corona-Bekämpfer aller Zeiten und "Kandidat der Herzen" Markus Söder versucht verzweifelt, klammheimlich und von der Öffentlichkeit unbemerkt aus dem vom ihm selbst maßgeblich angerührten Chaos zu entkommen, indem er eine völlig undefinierte Ampel einführen will und die bisher als allein seligmachenden Indikator vergötterte Inzidenz als "kann man auch vergessen" über Bord wirft. Dies wohlgemerkt, nachdem Fachleute seit fast einem Jahr genau ein solches Vorgehen anmahnen und bisher noch nicht einmal einer Begründung für die Ablehnung gewürdigt wurden. Selbst Söder hat inzwischen kapiert, dass er in Sachen Corona völlig überzogen hat und die desaströsen Umfragewerte der CxU nicht nur die auf einen schwachen Kandidaten zurück gehen. Die wirklich Schuldigen sind Söder und die Bundesregierung, d.h. Braun, Spahn und Merkel, auch wenn Laschet am Ende des Tages den Sündenbock geben muss.
Die Grünen haben zwar brav all den Unfug, die sozialen Verheerungen und offenen Verfassungsverstöße des "War on Corona" mit getragen, um ja nicht in den Ruf von Querdenkern und Medizinfeinden zu kommen. Für manche Grünen, z.B. Kretschmann, war die Corona-Politik anscheinend auch eine gute Gelegenheit, um ihre autoritären Neigungen zumindest etwas aussprechen zu können, ohne groß unangenehm aufzufallen. Aber in der Öffentlichkeit wurde und wird die Corona-Politik primär mit der Bundesregierung und Söder identifiziert. Bärbock hätte jetzt die einmalige Gelegenheit, sich mit ein paar klugen und differenzierten Äußerungen von der Bundesregierung abzusetzen und so kritische Wähler davon zu überzeugen, dass es in Sachen Corona mit den Grünen so nicht weiter gehen wird. Und dann spricht sie von einer völlig sinnlosen Impfpflicht -- hätte hätte Fahrradkette, kann man da nur sagen.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (23.08.2021 10:26).