Karl Scher schrieb am 16.01.2022 11:55:
Zurzeit kann die Verwendung von Ausscheidungen die Nachfrage der Agrarwirtschaft nach Phosphor nicht decken. Dennoch ist dies die effizienteste Methode, um benutzten Phosphor zu recyclen und ihn der Erde zurückzuführen.
Die menschlichen Ausscheidungen wurden vor nicht allzulanger Zeit von den Endnutzern der Nahrungskette an Ort und Stelle der Erde zurückgeführt.
- Der Bauer hat wie sein Vieh auf denselben Haufen geschissen, um das klar zu sagen.
- Und ich kann mich noch an die Nachriegsjahre erinnern, da hat mein Papa im Herbst den Inhalt unserer Odelgrube auf die Gemüsebeete verteilt, und deren Ertrag hat dann im nächsten Winter zu annähernd 100% unsere Ernährung sichergestellt. Ausser Brot vom Bäcker und doppelzentnerweise Kartoffeln vom Bauern, für die Nutria, kam von ausserhalb nichts in diesen geschlossen Kreislauf, der da in aller Regel auch bei allen anderen, die das Glück hatten, über ein eigenes Grundstück zu verfügen so praktiziert wurde.
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Und dann kam die Kanalisation, mit ihrem Anschlusszwang, der verhindern sollte, dass wir unser Grundwasser mit unseren Verdauungsendprodukten belasten.
-Die kamen stattdessen in die Klärwerke, und dort, von Damenbinden und Parisern befreit, letztendlich in die Weltmeere.
Das Verseuchen unseres Grundwassers wird aber mittlerweile hinlänglich von unserem Furchenadel erledigt, der mit Soya aus Brasilien, die verml. mit meiner Scheisse von damals gedüngt wurde.... der Weg über die Donau und den Bosporus bis dort dauert 'ne Weile.... Schweine für den Export, hauptsächlich nach China, und die USA produziert, der auf Flächen wächst, auf denen bis vor ein paar Jahren noch Urwald wuchs.
........................... Wie sich das jemals, geschweige denn in diesen paar Jahrzehnten, die seit meiner Kindheit vergangen sind, in Richtung "Nachhaltigkeit" umkehren lässt ?
- Mehr als ein bitteres Lachen fällt mir dazu nicht ein.
g.