… und Impfnebenwirkungen melden?
Für viele Hausarztpraxen (im Gegensatz zu Facharztpraxen) ist die Impfkampagne ein Geschenk des Himmels. Außer der Impfpauschale wird die Chipkarte des Patienten eingelesen und der Ordinationskomplex abgerechnet. Im Impffragebogen stehen die Vorerkrankungen des „Patienten“, diese werden von der Abrechnungshelferin als Quartalsdiagnosen eingegeben. Ein Hilfsprogramm schlägt dann sämtliche Ziffern vor, die mit diesen Diagnosen kompatibel sind. Ein Mausclick weiter werden diese Ziffern eingegeben, ggf. unter anderem Datum.
Kommt der Geimpfte dann mit einer Impfnebenwirkung, so werden noch diverse andere Ziffern fällig. Alles in allem also ein Betrag von 150 bis 200 Euro.
Und das beste ist: der Patient kriegt davon nichts mit.
Die Meldung einer Impfnebenwirkung ans PEI dauert mindesten 15 Minuten, dafür gibt es nichts. D.h. eine solche Meldung würde nicht nur die kommenden Impfkampagnen gefährden, sondern auch 15 Minuten unbezahlter Arbeit bedeuten. So blöd ist kein Hausarzt.