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Avatar von _Peter_
  • _Peter_

mehr als 1000 Beiträge seit 18.12.2016

"unter Amerikas Sicherheitsschirm"?

Ein schönes Bild, das die NATO-Befürworter hier zeichnen.

Man kann allerdings auch fragen, ob die Ukraine auch angegriffen worden wäre, wenn sie sich nicht unter den Schutz der NATO begeben hätte. Wenn man ganze Armeen von NATO-Beratern ins Land geholt hätte, NATO Waffen gekauft und allerlei Kooperationen mit den USA angeschoben hätte.

Man kann allerdings auch fragen, welche Interessen die NATO in der Ukraine vertritt. Selbst die größten Unterstützer der Ukraine reden wenig, nun ja, über die Ukraine, und viel darüber, wie man Russland schaden könnte.

Anders gesagt: wenn der Eindruck nicht täuscht, hat die Unterstützung der NATO für die Ukraine weniger einen Scbutzschirm aufgespannt als ein Zielkreuz auf die Ukraine projeziert.

Schweden und Finnland sind im Moment keine interessanten Ziele für Russland. Zu holen gibt es dort nicht, was Russland nicht schon hätte, der strategische Wert ist überschaubar, eine Bedrohung stellen die Länder nicht dar.

Das würde sich allerdings schlagartig ändern, wenn die NATO dort (Atom-)Waffen stationiert. Sobald Russland sich durch die bedroht fühlt, wäre - wie bei der Ukraine - ein Präventivkrieg aus russsischer Sicht möglicherweise alternativlos. Wenn der Eindruck entsteht, dass aus Finnland oder Schweden Atomwaffen abgeschossen werden könnten, sowieso.

Und für den fragwürdigen Vorteil, große Zielkreise über ihre Länder zu malen, müssen Schweden und Finnland auch noch 2 % ihrer Wirtschaftsleistung als Tribut an die USA zahlen, pardon, in die Stärkung ihrer militärischen Fähigkeiten investieren. Und sich verpflichten, ihre Söhne und Töchter etwa zur Verteidigung von Präsident Erdogan in die Türkei zu entscheiden, wenn der Sultan vom Bosporus seine illegalen Angriffskriege weiter ausweitet, bis Russland oder eines der Nachbarländer der Türkei sich das nicht länger bieten läßt und zurückschlägt.

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