Ich habe abgeschaltet, als im Film über die, für weitere seriöse Betrachtungen fundamentale, Zeit vor dem Anschluss der Krim nur erklärt wurde, dass der damalige ukrainische Präsident Janukowitsch nach Russland floh. Kein Wort darüber, dass die Außenminister Polens, Frankreichs und Deutschlands mit Janukowitsch bei einem Besuch in Kiew, Wahlen in drei Monaten und sofortigen Waffenstillstand vereinbart hatten. Auch nichts, von dem nur Stunden nach der Abreise der drei, erfolgten Putsch Jazenjuks, lt. Spiegel „ein Mann der Amerikaner“, und der deshalb erfolgten Flucht…
Dass bei der Besetzung der Krim kein Schuss fiel, findet ebenso keine Erwähnung, wie die Tatsache dass auf der Halbinsel 90% ethnische Russen leben.
Der Film ist ein propagandistisches Auftragswerk, und auch wenn die Macher jetzt womöglich den „Hajo Friedrichs Preis“ bekommen. Mit objektivem Journalismus hat das nichts zu tun.