Schon beim Kraftwerksbau stellt sich die Frage, ob der denn heute überhaupt noch zu stemmen und das Kraftwerk bei Inbetriebnahme nicht schon völlig veraltet sein wird. Wie viele Jahre würden wir für einen Neubau heute brauchen? Allein die Gerichtsprozesse um so ein Bauvorhaben würden doch schon Dekaden in Anspruch nehmen. Und wehe, es fällt dann nach einigen Jahren auf, dass der Beton für die Bodenplatte doch nicht den Spezifikationen entsprochen hat.
Wenn es dann zu einer Inbetriebnahme kommt, die Frage, wie kontinuierlich der erfolgen kann. Bei einigen AKWs war die Störung ja bald eher die Regel als die Ausnahme, mit langen Ausfallzeiten.
Dann der Bezug der Brennstoffe, keine "heimische" Ressource, wie Öl und Gas sind wir weiterhin vom Import abhängig. Ebenso bei der Aufbereitung, keine eigenen Anlagen. Und gar nicht zu reden von der Entsorgung, selbst wenn die "Endlager"-Frage einmal geklärt sein sollte.
Und dann am Ende der Rückbau, der über Dekaden läuft und auch nochmal extrem teuer ist. Auch hier die "Endlager"-Frage.
Vielleicht sollten wir die Sache mal in Richtung "Akademik" andenken, also schwimmende Kraftwerke. Die kann man so wie sich der politische Wind in Sachen Atomkraft hierzulande dreht dann alle paar Jahre ins Ausland schippern.