Antwort auf Re: Frage: Was spricht gegen A-Bomben in D? von HaPeR.
HaPeR schrieb am 10.06.2021 13:45:
Die erste Antwort innerhalb der Logik der Abschreckung hast du erhalten.
Dann gibt es noch eine Antwort darüber hinaus. Die fragt nach dem Sinn der betriebenen Politik, dem Nutzen für wen.
Die Idee von Russland als Bedrohung wird sofort stark zurückgedrängt, wenn die Rüstungsausgaben der NATO-Staaten betrachtet werden. Bitte selber mal die SIPRI-Zahlen suchen.
Rüstungsausgaben bedeuten nicht gleich, dass man militärisch Stärker ist. Schau doch mal was die Bundeswehr allein für Personal ausgibt. Ein BW-Soldat wird wahrscheinlich das 20ig-fache an Gehalt bekommen wie ein russischer oder chinesischer Soldat.
Die A-Bomben werden als Notwendigkeit innerhalb eines Bündnissystems verkauft. Stimmt das? Welche Notwendigkeiten? Politische? Wirtschaftliche? Mit welchen Konsequenzen?
Wie sollte eine atomare Abschreckung funktionieren ohne A-Waffen?
Volkswirtschaftlich schadet die Rüstung, nicht nur Deutschland. Auch das zu erkennen erfordert keine allzu großen Anstrengungen. Man vergleiche das gebundene Kapital und die Anzahl von Arbeitsplätzen über verschiedene Branchen und die Kreislaufeffekte der Rüstungsproduktion mit denen anderer Waren und Dienstleistungen.
Natürlich schadet es. Sicherheit gibts nicht zum 0-Tarif.
fordere ich dazu auf, die Daten selbst zu suchen. Sonst wird das für eine propagandistische Übertreibung gehalten, was Sache ist.
Die Frage sollte auch umgedreht werden. Was spricht für A-Bomben in der BRD? Da wird es noch enger.
Dafür spricht, das ein möglicher Gegner immer weiß, im absoluten Ernstfall so ziemich haue zu bekommen zu können.
Das Posting wurde vom Benutzer editiert (11.06.2021 09:07).