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  • Naturzucker

mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

i.d.R. wird man durch Arbeit arm und durch Erbschaft reich

Weil der Staat Arbeit und Erbschaften der normalen Bürger mit exorbitanten Steuern, Abgaben und Umlagen belegt, hat man bis zu einer magischen Einkommensgrenze kaum eine Chance, durch Arbeit reich zu werden.

Umgekehrt ist es dagegen bei jenen, die Millionen "verdienen" oder leistungsos erben. Hier hat der Staat so viele scheunentorgroße Schlupflöcher aufgemacht, dass das Prinzip der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit pervertiert wird.

Vor allem aber sieht man auch hier wie in der Politik bei vielen die Tendenz, dass man die zusamengeraffte Vermögen des heutigen Geldadels auf keinen Fall antasten darf. Wie bei einer heilige Kuh wird jeder Versuch, hier die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren, sofort als Neiddebatte diskreditiert.

Dass man mit normaler Arbeit kaum noch eine Chance hat, Vermögen aufzubauen, stört diese Protagonisten des Geldadels dagegen nicht. Es ist offenbar so selbstverständlich wie im Mittelalter, dass die Burgherren und Adelige welche die Steuern eintreiben und dann nach ihrem Gusto verprassen, nicht selbst auch noch diese Steuern zahlen müssen.

Das "Privileg", Steuern zu zahlen, bleibt weitgehend dem gemeinen Pöbel vorbehalten und dies darf auch nicht in Frage gestellt werden.

Und so richten sich Debatten um eine stärkere Besteuerung der "Besserverdiendenden" stets ausschließlich gegen jene Fachkräfte, die bereits heute am wenigsten von staatlicher Umverteilung profitieren und dabei aber Höchstsätze bei Steuern und Abgaben zahlen. Wodurch der Unterschied zwischen jenen, die hoch qualifiziert sind und reinklotzen und jenen, die praktisch ausschließlich von Transferleistungen leben, auf niedrigem Niveau immer kleiner wird.

Dass man der Mittelschicht dabei nicht nur die Chance nimmt, Vermögen aufzubauen und sogar Vermögen schleichend enteignet, dies wird achselzuckend zur Kenntnis genommen und nicht weiter thematisiert.

Aber wenn es jemand wagt, die heiligen Kühe im Stall der superreichsten 1 Promille anzutasten, dann fangen alle gleich an zu schreien.

Die Fachkräfte haben in diesem Land keine Lobby.

Die Politik kümmert sich rührend darum, den Kreis der Transferleistungsempfänger auf Kosten der Nettozahler immer weiter auszuweiten. Weil es so viele nutzlose Politiker gibt, die sich damit auf Kosten Dritter eine für sie sinnvolle Beschäftigung schaffen und es bestens drauf haben, dies mit viel Moralin gegen jede Form von Kritik abschotten.

Und wenn sich die "Elite" dieses Landes einmal mehr verspekuliert hat springt der Staat ohne Vorbedingungen mit Milliarden zur Seite. Und zwischendurch wird der Geldadel mit Cum-Ex und PPP gepampert und reichlich mit staatlichen Aufträgen subventioniert.

Die Nettozahler stören an dieser Stelle nur, wenn es um politische Entscheidungen geht. Da können die Hansel der CDU noch so oft vor dem Schriftzug "Mitte" posieren. Gerade die Politik der CDU/CSU hat die Erosion der Mitte der Gesellschaft noch weiter beschleunigt.

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    715 Beiträge seit 26.07.2019

    Fast jeder Dritte betroffen – Gehalt reicht wegen Inflation nicht mehr zum Leben

    Antwort auf i.d.R. wird man durch Arbeit arm und durch Erbschaft reich von Naturzucker.

    https://www.welt.de/wirtschaft/article245332980/YouGov-Umfrage-Fast-jeder-Dritte-betroffen-Gehalt-reicht-wegen-Inflation-nicht-mehr-zum-Leben.html

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  • Avatar von pewoo
    • pewoo

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.07.2016

    Also das sagen die Leute

    Antwort auf Fast jeder Dritte betroffen – Gehalt reicht wegen Inflation nicht mehr zum Leben von .

    Das ist eine Umfrage, und spiegelt wieder, was die Leute subjektiv fuehlen.

    "Nicht zum Leben reichen" ist eine steile Behauptung, denn dass ein Drittel der Leute in Deutschland verhungern, halte ich fuer ein Geruecht.

    Aber:
    Im April verlor die Inflation hierzulande zwar den zweiten Monat in Folge an Tempo, mit 7,2 Prozent lag die Teuerungsrate aber immer noch vergleichsweise hoch.

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    • Naturzucker

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

    Re: Im April verlor die Inflation hierzulande ... an Tempo

    Antwort auf Also das sagen die Leute von pewoo.

    pewoo schrieb am 14.05.2023 13:42:

    Aber:
    Im April verlor die Inflation hierzulande zwar den zweiten Monat in Folge an Tempo, mit 7,2 Prozent lag die Teuerungsrate aber immer noch vergleichsweise hoch.

    Selbst bei 0% Inflation in 2023 sind Löhne, Renten und Sparguthaben jetzt erheblich weniger wert als vor der "Zeitenwende".

    Die Aussage, die Inflation steigt nicht mehr so stark wie im Vormonat, ist blanke Augenwischerei. Bestenfalls Mathematiker und mathematisch bewanderte Leute können dies richtig einordnen (Inflation = erste Ableitung der Preissteigerung, Änderung der Inflation = zweite Ableitung).

    In der Summe wirkt die Inflation nachhaltig. Hat man wie in 2022 knapp 10% Inflation, dann sind die auch in 2023 nicht weg. Erst, wenn die Preise in 2023 um knapp 10% sinken würden, bekäme man für Löhne und Renten wieder den gleichen Gegenwert.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (14.05.2023 15:26).

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    • pewoo

    mehr als 1000 Beiträge seit 21.07.2016

    Inflationsrate sinkt

    Antwort auf Re: Im April verlor die Inflation hierzulande ... an Tempo von Naturzucker.

    Naturzucker schrieb am 14.05.2023 15:25:

    pewoo schrieb am 14.05.2023 13:42:

    Aber:
    Im April verlor die Inflation hierzulande zwar den zweiten Monat in Folge an Tempo, mit 7,2 Prozent lag die Teuerungsrate aber immer noch vergleichsweise hoch.

    Selbst bei 0% Inflation in 2023 sind Löhne, Renten und Sparguthaben jetzt erheblich weniger wert als vor der "Zeitenwende".

    Die Aussage, die Inflation steigt nicht mehr so stark wie im Vormonat, ist blanke Augenwischerei.

    Die Inflationsrate ist gesunken, sie betrug in den letzten Monaten mehr als 7,2%.
    Das ist die erste Ableitung.

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    • Naturzucker

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

    Antwort auf Inflationsrate sinkt von pewoo.

    pewoo schrieb am 14.05.2023 16:07:

    Die Inflationsrate ist gesunken, sie betrug in den letzten Monaten mehr als 7,2%.
    Das ist die erste Ableitung.

    Du weißt das und ich weiß das. Wer noch nie mit Diffentialgleichungen gerechnet hat, der weiß das nicht. Bei dem kommt nur im Oberstübchen an, das etwas gesunken ist und er freut sich darüber, dass sein karger Lohn auch weiterhin entwertet wird. Nur halt nicht mehr so stark wie im letzten Jahr.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (14.05.2023 16:16).

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  • Avatar von Green Tentacle
    • Green Tentacle

    mehr als 1000 Beiträge seit 08.02.2009

    Antwort auf i.d.R. wird man durch Arbeit arm und durch Erbschaft reich von Naturzucker.

    Das "Privileg", Steuern zu zahlen, bleibt weitgehend dem gemeinen Pöbel vorbehalten und dies darf auch nicht in Frage gestellt werden.

    Die Führer und ihre Auftraggeber(Lobbyisten) im Staat sind eine große Parasiten Population geworden deren Mitglieder ausschließlich am "Blut" der arbeitenden Bevölkerung saugt wie Zecken an einem Igel. Selbst wenn der Igel schon unter Blutarmut leidet, sich kaum noch wehren und bewegen kann, kommen weitere Zecken einfacher hinzu und saugen ihn um so mehr aus. Das ignorierte Problem der Zecken die sich mangels Weitsicht sich prächtig vermehren, steht im Widerspruch zu ihrem Interesse weitere Generationen an ihresgleichen in die Welt zusetzen und übersieht in ihrem Hunger das derweil die Igelbrut, Auch die Zukunft der Zecken, ein geht weil der Igel zu schwach ist für die Seinen zu sorgen. Selbst wenn er den nächsten Winter überlebt wird es im darauffolgenden Sommer noch viel mehr Zecken geben die hungrig an ihm saugen und er endgültig eingeht...daraufhin beginnen die Zecken einander auszusaugen bis keine mehr übrig ist. (Das habe ich tatsächlich schon einmal im Garten gesehen, Zecken an einem verendeten Igel die auf anderen sitzen und saugen🤢.)

    Es hätte nur eine Rettung für den Igel gegeben, eine rechtzeitige Anti-Zecken-Pinzetten-Kur ...

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    mehr als 1000 Beiträge seit 09.06.2001

    Antwort auf i.d.R. wird man durch Arbeit arm und durch Erbschaft reich von Naturzucker.

    ich stimmte vielen Punkten zu, aber der Überschirft eher nicht.

    Also ja klar kann man durch Erben reich werden .... PS: ist aber schon extrem davon abhängig wie man Reich definiert.

    Wenn man Reich definiert mit: reich ist man , wenn man beim Geld zählen ein paar Mio. übersieht undes nicht bemerkt, dann stimmt die Überschirft.

    Aber warum wird man duch arbeiten Arm ? also wenn überhaupt , bleibt man durch arbeiten Arm.

    Ich habe insgesammt 5000€ geerbt. Konnte mir von meiner Arbeit aber trotzdem ein Grundstück und ein Haus kaufen und abbezahlen.
    Das Haus sollte eigentlich meine Rentenversichung sein. Der Plan bekommt aber aktuell mächtig Risse, dank der vorrauschauende bürgerfreundlichen Politik in diesem Land.

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