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Weil Facharbeiter als Single bereits den Spitzensteuersatz zahlen müssen,

gehen sie wohl nicht ohne Grund davon aus, daß sie bei einer "Umverteilung" zu denen gehören, die geschröpft werden. Und da spielt es überhaupt keine Rolle, in welcher Schicht sie sich sehen.

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  • Avatar von Zumsteinspitze
    • Zumsteinspitze

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.05.2021

    Antwort auf Weil Facharbeiter als Single bereits den Spitzensteuersatz zahlen müssen, von foobar.

    foobar schrieb am 13.05.2023 20:08:

    gehen sie wohl nicht ohne Grund davon aus, daß sie bei einer "Umverteilung" zu denen gehören, die geschröpft werden. Und da spielt es überhaupt keine Rolle, in welcher Schicht sie sich sehen.

    60 k Brutto p.a. als Fachkraft ist sicher nicht ungewöhnlich, allerdings erreicht man bei diesem Bruttoverdienst noch nicht den Spitzensteuersatz auf das komplette Einkommen. Ab dem Grundfreibetrag ( 10,3 k p.a.) steigt der Steuersatz progressiv von quasi 0 bis auf 42 %. Der Durchschnittsteuersatz ist somit wesentlich niedriger und zur Berechnung des zu versteuernden Einkommens können Sozialversicherungsbeiträge im Rahmen von Höchstbetragen auch noch abgezogen werden.

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  • Avatar von fuckup2
    • fuckup2

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.09.2022

    Antwort auf Re: Weil Facharbeiter als Single bereits den Spitzensteuersatz zahlen müssen, von Zumsteinspitze.

    Zumsteinspitze schrieb am 13.05.2023 20:53:

    foobar schrieb am 13.05.2023 20:08:

    gehen sie wohl nicht ohne Grund davon aus, daß sie bei einer "Umverteilung" zu denen gehören, die geschröpft werden. Und da spielt es überhaupt keine Rolle, in welcher Schicht sie sich sehen.

    60 k Brutto p.a. als Fachkraft ist sicher nicht ungewöhnlich, allerdings erreicht man bei diesem Bruttoverdienst noch nicht den Spitzensteuersatz auf das komplette Einkommen. Ab dem Grundfreibetrag ( 10,3 k p.a.) steigt der Steuersatz progressiv von quasi 0 bis auf 42 %. Der Durchschnittsteuersatz ist somit wesentlich niedriger und zur Berechnung des zu versteuernden Einkommens können Sozialversicherungsbeiträge im Rahmen von Höchstbetragen auch noch abgezogen werden.

    Ändert doch nichts daran, dass ab 60k der Spitzensteuersatz fällig wird. In Mecklenburg-Vorpommern mag das Geld sein; In München oder Stuttgart bist Du damit eine arme Sau.

    1950 hätte es zum erreichen von 45% Steuersatz eines mehr als vierfachen Durchschnittsgehalts gebraucht. Heute bräuchtest Du dafür 150.000€ Brutto.

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Wo kommt die Zahl "60.000" her?

    Antwort auf Re: Weil Facharbeiter als Single bereits den Spitzensteuersatz zahlen müssen, von fuckup2.

    Zufällig war ich gerade über einen anderen Artikel gestolpert, der sich mit einer ähnlichen Frage befasst:
    https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/neue-statistik-was-deutschlands-millionaere-reich-macht/29137660.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
    Zitat daraus:

    2019 wurden Jahreseinkommen ab 265.327 Euro (beziehungsweise ab 530.654 Euro bei gemeinsam veranlagten Personen) mit dem Höchstsatz von 45 Prozent besteuert.

    Ist in den drei Jahren wirklich das Jahreseinkommen, ab dem der Spitzensteuersatz fällig wird, auf weniger als ein Viertel abgesackt?
    Oder ist bei den "60 k" möglicherweise eine "2" verlorengegangen, die die Sache dann doch in ein etwas anderes Licht rückt?

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  • Avatar von Zumsteinspitze
    • Zumsteinspitze

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.05.2021

    Antwort auf Re: Weil Facharbeiter als Single bereits den Spitzensteuersatz zahlen müssen, von fuckup2.

    fuckup2 schrieb am 13.05.2023 21:19:

    Zumsteinspitze schrieb am 13.05.2023 20:53:

    foobar schrieb am 13.05.2023 20:08:

    gehen sie wohl nicht ohne Grund davon aus, daß sie bei einer "Umverteilung" zu denen gehören, die geschröpft werden. Und da spielt es überhaupt keine Rolle, in welcher Schicht sie sich sehen.

    60 k Brutto p.a. als Fachkraft ist sicher nicht ungewöhnlich, allerdings erreicht man bei diesem Bruttoverdienst noch nicht den Spitzensteuersatz auf das komplette Einkommen. Ab dem Grundfreibetrag ( 10,3 k p.a.) steigt der Steuersatz progressiv von quasi 0 bis auf 42 %. Der Durchschnittsteuersatz ist somit wesentlich niedriger und zur Berechnung des zu versteuernden Einkommens können Sozialversicherungsbeiträge im Rahmen von Höchstbetragen auch noch abgezogen werden.

    Ändert doch nichts daran, dass ab 60k der Spitzensteuersatz fällig wird. In Mecklenburg-Vorpommern mag das Geld sein; In München oder Stuttgart bist Du damit eine arme Sau.

    1950 hätte es zum erreichen von 45% Steuersatz eines mehr als vierfachen Durchschnittsgehalts gebraucht. Heute bräuchtest Du dafür 150.000€ Brutto.

    Für ein WG-Zimmer und ein 49,- Euro-Ticket reicht es allemal noch. Wenn du wüßtest, wieviel Leute in München weniger als 3000,- netto verdienen....

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  • Avatar von avalon3141
    • avalon3141

    48 Beiträge seit 05.01.2003

    Antwort auf Wo kommt die Zahl "60.000" her? von Emrymer.

    Ist in den drei Jahren wirklich das Jahreseinkommen, ab dem der Spitzensteuersatz fällig wird, auf weniger als ein Viertel abgesackt?
    Oder ist bei den "60 k" möglicherweise eine "2" verlorengegangen, die die Sache dann doch in ein etwas anderes Licht rückt?

    Nein, nein das ist deutsche (Behörden)Sprache mit feinen Unterscheidungen:

    Spitzensteuersatz 42% für Einkommen ab 62.810 Euro bis 277.825 Euro
    danach gibt es noch den Höchststeuersatz 45% ab 277.826 Euro

    Quelle: https://www.steuern.de/spitzensteuersatz

    weil eine Spitze noch nicht das Höchste ist, oder so 🤔

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    • fuckup2

    mehr als 1000 Beiträge seit 15.09.2022

    Antwort auf Re: Weil Facharbeiter als Single bereits den Spitzensteuersatz zahlen müssen, von Zumsteinspitze.

    Zumsteinspitze schrieb am 13.05.2023 22:11:

    fuckup2 schrieb am 13.05.2023 21:19:

    Zumsteinspitze schrieb am 13.05.2023 20:53:

    foobar schrieb am 13.05.2023 20:08:

    gehen sie wohl nicht ohne Grund davon aus, daß sie bei einer "Umverteilung" zu denen gehören, die geschröpft werden. Und da spielt es überhaupt keine Rolle, in welcher Schicht sie sich sehen.

    60 k Brutto p.a. als Fachkraft ist sicher nicht ungewöhnlich, allerdings erreicht man bei diesem Bruttoverdienst noch nicht den Spitzensteuersatz auf das komplette Einkommen. Ab dem Grundfreibetrag ( 10,3 k p.a.) steigt der Steuersatz progressiv von quasi 0 bis auf 42 %. Der Durchschnittsteuersatz ist somit wesentlich niedriger und zur Berechnung des zu versteuernden Einkommens können Sozialversicherungsbeiträge im Rahmen von Höchstbetragen auch noch abgezogen werden.

    Ändert doch nichts daran, dass ab 60k der Spitzensteuersatz fällig wird. In Mecklenburg-Vorpommern mag das Geld sein; In München oder Stuttgart bist Du damit eine arme Sau.

    1950 hätte es zum erreichen von 45% Steuersatz eines mehr als vierfachen Durchschnittsgehalts gebraucht. Heute bräuchtest Du dafür 150.000€ Brutto.

    Für ein WG-Zimmer und ein 49,- Euro-Ticket reicht es allemal noch. Wenn du wüßtest, wieviel Leute in München weniger als 3000,- netto verdienen....

    Wen willst Du damit nach München locken? Studenten?

    Im Stuttgarter Raum zahlen wir Berufsanfängern sechsstellig. Wirklich große Sprünge macht man damit auch nicht.

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    562 Beiträge seit 03.05.2004

    Antwort auf Weil Facharbeiter als Single bereits den Spitzensteuersatz zahlen müssen, von foobar.

    foobar schrieb am 13.05.2023 20:08:

    gehen sie wohl nicht ohne Grund davon aus, daß sie bei einer "Umverteilung" zu denen gehören, die geschröpft werden. Und da spielt es überhaupt keine Rolle, in welcher Schicht sie sich sehen.

    Das Problem ist, dass die "Umverteilung" nicht ausgewogen geregelt ist. So zahlt beispielsweise ein Freiberufler mit 60.000€ Vorsteuergewinn/Jahr den Höchstsatz in der gesetzlichen Krankenkasse- und Pflegekasse. Das sind mittlerweile etwa 955 Euro monatlich. Ein Mensch, der beispielsweise 180.000 Euro Vorsteuergewinn einfährt, zahlt dank Kappungsgrenze auch nur 955 Euro - obwohl er den dreifach höheren Geldzufluss hat. Letzterem tun die 955 Euro nicht wirklich weh- ersterem sehr.
    Hier könnten bessere Regelungen getroffen werden. Z.B. Kappungsgrenze bei 50.000 Euro Vorsteuergewinn festlegen und bis 100.000 Euro halten. Dann die darüberliegenden Gewinne wieder beitragspflichtig machen. Das wäre eine deutliche Entlastung der mittleren Einkommen und würde Herrn und Frau Besserverdiener längst nicht in Sparzwänge treiben.

    Eine weitere einfach umzusetzende Maßnahme wäre eine klare Anhebung des steuerlichen Grundfreibetrages von jetzt um die 10.000 Euro auf beispielsweise 20.000 Euro bei gleichzeitiger Anhebung von Spitzen- und Höchststeuersatz (Letzterer lag unter der Regierung Kohl übrigens bei 53%, heute sind es nur 45%).

    Auch das würde die mittleren Einkommen deutlich entlasten, keinen Besserverdiener in Nöte treiben und dabei die Einnahmenseite stabil halten.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (13.05.2023 23:27).

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  • Avatar von jungspund
    • jungspund

    mehr als 1000 Beiträge seit 19.08.2002

    Antwort auf Re: Weil Facharbeiter als Single bereits den Spitzensteuersatz zahlen müssen, von fuckup2.

    fuckup2 schrieb am 13.05.2023 23:06:

    Im Stuttgarter Raum zahlen wir Berufsanfängern sechsstellig.

    Consulting mit up-or-out?

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  • Avatar von cronos_the_master_of_time
    • cronos_the_master_of_time

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.12.2002

    Antwort auf Re: Weil Facharbeiter als Single bereits den Spitzensteuersatz zahlen müssen, von .

    photona schrieb am 13.05.2023 23:25:

    Eine weitere einfach umzusetzende Maßnahme wäre eine klare Anhebung des steuerlichen Grundfreibetrages von jetzt um die 10.000 Euro auf beispielsweise 20.000 Euro bei gleichzeitiger Anhebung von Spitzen- und Höchststeuersatz (Letzterer lag unter der Regierung Kohl übrigens bei 53%, heute sind es nur 45%).

    Es braucht überhaupt keinen Spitzensteuersatz. Spitzensteuersatz bedeutet ja nur, dass es danach keine Progression des Steuersatzes mehr gibt. Warum sollte das so sein? Der Steuersatz kann (und sollte mMn) weiter steigen, und darf sich dabei asymptotisch den 100% nähern.
    Die Existenz eines Spitzensteuersatzes ist immer ein Geschenk an die Besserverdienenden.

    Gruss cronos

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