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Avatar von Kalman
  • Kalman

mehr als 1000 Beiträge seit 17.10.2002

Vermögensreichtum entsteht durch Investition, Rendite (+Risiko) und Zinseszinsef

Vermögen bei Arbeitern entsteht durch 4. Punkte:
1. Konsumverzicht (sparen)
2. Investition des eingesparten
3. Rendite auf die Investition, die natürlich mit dem Risiko korreliert
4. Und den Zinseszinseffekt

Man kann evtl noch Punkt 0: ein gutes Einkommen durch Bildung noch hinzufügen, ist aber nicht so entscheidend.

Welcher Punkt wird hier den angegriffen?
Soll es keine Rendite mehr geben? Dann fallen auch die Investitionen weg.

Soll der Zinseszins abgeschafft werden (leistungsloser Kapitalertrag)? Dann fällt die Rendite und die Investition weg.

Der Artikel klingt mir mehr danach dass hier bemängelt wird, dass man sich hier noch was aufbauen kann.

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Wer fast nichts verdient, kann auch nicht sparen -> Vermögensaufbau illusorisch

    Antwort auf Vermögensreichtum entsteht durch Investition, Rendite (+Risiko) und Zinseszinsef von Kalman.

    Man kann nicht sparen, wenn die täglichen Ausgaben die Einnahmen schon übersteigen. Und das ist für mehr und mehr Arbeiter heute schon die Normalität.

    Und so sieht es ja auch aus. Wer schon viel Geld hat, wird immer reicher.
    Wer noch etwas Geld hat, kann sein Vermögen mit etwas Glück halbwegs stabilisieren.
    Wer schon all sein Vermögen an die Reichen abgeben mußte, der kann auch kein neues aufbauen.

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  • Avatar von Michael Diekmann
    • Michael Diekmann

    mehr als 1000 Beiträge seit 29.11.2005

    Re: Wer fast nichts verdient, kann auch nicht sparen -> Vermögensaufbau illusori

    Antwort auf Wer fast nichts verdient, kann auch nicht sparen -> Vermögensaufbau illusorisch von Emrymer.

    Auf der anderen Seite haben wir die Erfahrung aus den Jahren 2020 und 2021 mit Corona. Da haben plötzlich viele durch den erzwungenen Konsumverzicht, z.B. keine "Fressorgien" auswärts oder Urlaub auf Balkonien, gemerkt wie sie ihr Geld nur so raus ballern. Wenn man die wirtschaftlichen Daten der letzten 12 Monate nimmt, scheinen viele wieder in den alten Trott zurück gekehrt zu sein oder planen dies wieder. Diese Gruppe soll dann aber bitte in Zukunft nicht mehr jammern, dass das Geld vorne und hinten nicht reicht.

    Man sollte, auch in dieser Gruppe, nicht unterschätzen, wie viele Menschen ihr Geld grundsätzlich vollständig für Konsum verplanen. Da wird auch eine Gehaltserhöhung nicht zur Rücklagenbildung genutzt, wenn schon Konsum über die Grundversorgung in deutlichem Rahmen vorhanden ist, sondern schon mal vorab überlegt, was man sich nun von dem zusätzlichen Geld noch leisten und konsumieren kann.

    Nicht ohne Grund wird in fast jedem Finanzratgeber für die Erweiterung der finanziellen Spielräume der Tipp gegeben, eine Gehaltserhöhung wenn möglich nicht in neuen Konsum umzusetzen.

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  • Avatar von Kalman
    • Kalman

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.10.2002

    Re: Wer fast nichts verdient, kann auch nicht sparen -> Vermögensaufbau illusori

    Antwort auf Wer fast nichts verdient, kann auch nicht sparen -> Vermögensaufbau illusorisch von Emrymer.

    Emrymer schrieb am 14.05.2023 23:30:

    Man kann nicht sparen, wenn die täglichen Ausgaben die Einnahmen schon übersteigen. Und das ist für mehr und mehr Arbeiter heute schon die Normalität.

    Auch hier kann man ansetzen.
    Punkt 1. war konsumverzicht. Wenn die Ausgaben zu hoch sind, muss man auf Konsum verzichten. Beispiele sind eine kleinere Wohnung, Wasser statt Limo... Hier gibt es keinen Königsweg, jeder muss selbst schauen wo individuell gespart werden kann.
    Durch eine Arbeit erhält man einen Lohn über der Grundsicherung, und diese Grundsicherung wurde ja als ausreichend bewertet. Die Differenz könnte man sparen.

    Was unabhängig davon sinnvoll ist, ist Punkt 0: Zeit und Mühe in die Ausbildung investieren, damit man sich einen Job wählen kann der gut bezahlt wird (Spaß kann man in der Freizeit haben).
    Wenn das nicht geklappt hat, muss man sich an die eigene Nase fassen oder die der Eltern, das sie einen nicht stärker zu Leistung gedrängt haben.

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Konsumverzicht -> erfrieren, verhungern, nackt zur Arbeit erscheinen...

    Antwort auf Re: Wer fast nichts verdient, kann auch nicht sparen -> Vermögensaufbau illusori von Kalman.

    Punkt 1. war konsumverzicht.

    Ja, und genau da ist das Problem. Wenn Konsumverzicht nicht mehr weiter möglich ist, weil Limo schon eine Erzählung aus Kindheitstagen ist und nur noch "Kraneberger" zur Verfügung steht, wenn das Brot schon trocken gekaut wird und Sonntags vielleicht noch mal eine Suppe (jetzt im Frühjahr aus selbstgesammeltem Giersch und Brennessel?) auf den Tisch kommt, und die Kollegen schon meinen, daß die Hose aber doch jetzt allmählich arg verschlissen daherkommt und ob nicht der Second-Hand-Shop mal eine bessere liefern könnte... dann geht Konsumverzicht nicht weiter.
    Ein Mindestmaß an Lebenshaltungskosten hat man in jeder Wohnung, irgendwann ist da auch nach unten hin Schluß, dann bleibt noch die Brücke (sofern da nicht schon Überfüllung herrscht).

    Was unabhängig davon sinnvoll ist, ist Punkt 0: Zeit und Mühe in die Ausbildung investieren, damit man sich einen Job wählen kann der gut bezahlt wird

    Dann macht die Firma bzw. Abteilung dicht und man steht mit 51 vor dem Aus...

    Es ist einfach, kurzerhand "selbst schuld" zu denken. Aber es wird der Wirklichkeit nicht mehr gerecht.

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  • Avatar von Emrymer
    • Emrymer

    mehr als 1000 Beiträge seit 28.08.2020

    Eins, zwei, drei, viele

    Antwort auf Re: Wer fast nichts verdient, kann auch nicht sparen -> Vermögensaufbau illusori von Michael Diekmann.

    Da haben plötzlich viele durch den erzwungenen Konsumverzicht, z.B. keine "Fressorgien" auswärts oder Urlaub auf Balkonien, gemerkt wie sie ihr Geld nur so raus ballern.

    Wie viele sind "viele"? Mehr als drei?

    Man sollte, auch in dieser Gruppe, nicht unterschätzen, wie viele Menschen ihr Geld grundsätzlich vollständig für Konsum verplanen.

    Zahlen? Von welcher "Gruppe" reden wir? 93% der Bevölkerung oder 0,093%?

    Nicht ohne Grund wird in fast jedem Finanzratgeber für die Erweiterung der finanziellen Spielräume der Tipp gegeben, eine Gehaltserhöhung wenn möglich nicht in neuen Konsum umzusetzen.

    Und dann heißt es andererseits, man solle doch alte, energieschluckende Geräte im Sinne längerfristiger Sparsamkeit durch neue ersetzen, wenn es geht. Und schupps, ist man wieder beim schlimmen, bösen Konsum...

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  • Avatar von Normativ
    • Normativ

    563 Beiträge seit 11.10.2022

    Antwort auf Konsumverzicht -> erfrieren, verhungern, nackt zur Arbeit erscheinen... von Emrymer.

    Ja, ja. Das Leben in Deutschland ist ein Elend. Schlimmer als in Kalkutta. Und die Armen Menschen essen hier nur noch trocken Brot mit Kunsthonig.

    Und Schuld sind natürlich immer die anderen.

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  • Avatar von Kalman
    • Kalman

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.10.2002

    Antwort auf Konsumverzicht -> erfrieren, verhungern, nackt zur Arbeit erscheinen... von Emrymer.

    Emrymer schrieb am 15.05.2023 10:20:

    Punkt 1. war konsumverzicht.

    Ja, und genau da ist das Problem. Wenn Konsumverzicht nicht mehr weiter möglich ist, weil Limo schon eine Erzählung aus Kindheitstagen ist und nur noch "Kraneberger" zur Verfügung steht, wenn das Brot schon trocken gekaut wird und Sonntags vielleicht noch mal eine Suppe (jetzt im Frühjahr aus selbstgesammeltem Giersch und Brennessel?) auf den Tisch kommt, und die Kollegen schon meinen, daß die Hose aber doch jetzt allmählich arg verschlissen daherkommt und ob nicht der Second-Hand-Shop mal eine bessere liefern könnte... dann geht Konsumverzicht nicht weiter.
    Ein Mindestmaß an Lebenshaltungskosten hat man in jeder Wohnung, irgendwann ist da auch nach unten hin Schluß, dann bleibt noch die Brücke (sofern da nicht schon Überfüllung herrscht).

    Was unabhängig davon sinnvoll ist, ist Punkt 0: Zeit und Mühe in die Ausbildung investieren, damit man sich einen Job wählen kann der gut bezahlt wird

    Dann macht die Firma bzw. Abteilung dicht und man steht mit 51 vor dem Aus...
    .

    Bitte benennen sie eine Arbeit bei der man weniger verdient als Grundsicherung.

    Wenn man mit 51 vor dem "Aus" steht, bewirbt man sich neu. Wir haben Fachkräftemangel.

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  • Avatar von TwoOfFive
    • TwoOfFive

    mehr als 1000 Beiträge seit 01.12.2003

    Antwort auf Re: Konsumverzicht -> erfrieren, verhungern, nackt zur Arbeit erscheinen... von Kalman.

    Och, man holt sich rumänische Arbeiter für Nüsse und Du bist raus. Willkommen in der Wirklichkeit.

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  • Avatar von Kalman
    • Kalman

    mehr als 1000 Beiträge seit 17.10.2002

    Antwort auf Re: Konsumverzicht -> erfrieren, verhungern, nackt zur Arbeit erscheinen... von TwoOfFive.

    Meinen Sie dass die Person von der wir reden, mit 51 hatten eine Expertise aufgebaut hat, die jeder dahergelaufenen auch kann?
    Spannende These.

    Unter Rumänen sind auch sehr gute Arbeiter.

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