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  • Normativ

563 Beiträge seit 11.10.2022

Typische Deutsch

Das Problem sind ja wohl kaum die Reichen. Die kommen klar. Zudem zahlen die absolut betrachtet Riesen Summen an Steuern. Jeder Reiche ist also ein Hauptgewinn für diese Republik. Unsere Überlegungen müssten also dahin gehen, wie wir die Zahl der Reichen maximieren. Stattdessen überlegen wir unentwegt, wie wir die paar Reichen auch noch arm bekommen. Und dabei stehen wir im internationalen Vergleich ohnehin schon auf einem der hinteren Plätze. Da schauen unsere Reichen aus wie Hungerleider.

Die einfache Formel lautet: Reiche vermehren, Arme minimieren.

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  • Avatar von marenghi
    • marenghi

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2020

    Antwort auf Typische Deutsch von Normativ.

    Und, wie maximiert man Reiche und minimiert Arme?

    Ihre Fantasie herrscht in sehr ungleichen Staaten seit Jahrzehnten: Man macht alles für eine neoliberale Wirtschaft, schlanker Staat, "Eigenverantwortung", und argumentiert dann mit dem berühmten "trickle-down-Effekt", dass, sobald man einfach die Zahl der Reichen maximiert, es allen besser ginge.

    Den realen Effekt sieht man in diesen Staaten: Simpel eine stärker werdende Ungleichverteilung mit mehr Armen.

    Der trickle-down-Effekt ist empirisch widerlegt. Besteuerung von Superreichen hat keinen negativen Einfluss auf Wirtschaftswachstum, und andersrum hat Wirtschaftswachstum, der zuerst nur Reichen zugute kommt, keinen großen Folgeeffekt auf Minderung der Armut.

    Man sieht das einfach an in der wirtschaftlichen Entwicklungsstufe ähnlichen Staaten, dass die Zahl der Armen schlicht von der Effektivität der Umverteilung abhängt.

    Vergleichen Sie den Gini-Koeffizient https://en.wikipedia.org/wiki/Gini_coefficient und die Einkommens- oder Vermögensverteilung von Staaten wie USA vs nordeurop. oder westeurop. Staaten: Obwohl die USA teilweise sogar einen höheren Pro-Kopf BIP oder Durchschnittseinkommen haben, haben sie eine größere Zahl von Armen.

    These also widerlegt.

    Wenn man eine einigermaßen vernünftige Wirtschaftspolitik hat, dann kommt die Zahl der Armen schlicht daher, wie stark man umverteilt.

    Die Begründung, warum die Zahl der Armen minimiert, die Zahl der Reichen aber nicht maximiert werden muss, ist simpel: Zufriedenheit (und auch objektive Marker wie Lebenserwartung und Gesundheit) ist nur zu einem Punkt ungefähr linear mit Einkommen oder Vermögen korreliert. Ab einem bestimmten Punkt wird dieser Zusammenhang immer schwächer. (Je höher die soz. Sicherheit in einem Land, desto niedriger liegt dieser Punkt). In D lag er vor Corona bspw bei ungefähr 2500 netto.

    Deshalb: Will ich die Zuffriedenheit, Lebensqualität in einem Land maximieren, muss ich so viel wie mögliche Arme unterstützen. Und es macht für Reiche nichts aus, wenn sie ärmer werden.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (14.05.2023 11:23).

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  • Avatar von Normativ
    • Normativ

    563 Beiträge seit 11.10.2022

    Antwort auf Re: Typische Deutsch von marenghi.

    Dann leben wir ja praktisch in Utopia. Deutschland ist einfach perfekt. Warum dann noch mehr Umverteilung? Je mehr desto besser? Keiner sollte mehr als 2.500 € haben?

    Und hier der Ländervergleich: Sozialismus überall gescheitert. USA Weltmacht Nr. 1.

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  • Avatar von Naturzucker
    • Naturzucker

    mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.2012

    Re: Ohne Armut gäbe es keinen Reichtum

    Antwort auf Typische Deutsch von Normativ.

    Normativ schrieb am 14.05.2023 11:02:

    Das Problem sind ja wohl kaum die Reichen. Die kommen klar.

    LOL. Ohne den beschleunigten sozialen Abstieg der Massen gäbe es keine beschleunigte Konzentration von Reichtum

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  • Avatar von stobar
    • stobar

    187 Beiträge seit 20.04.2023

    Antwort auf Typische Deutsch von Normativ.

    Normativ schrieb am 14.05.2023 11:02:

    Das Problem sind ja wohl kaum die Reichen. Die kommen klar. Zudem zahlen die absolut betrachtet Riesen Summen an Steuern. Jeder Reiche ist also ein Hauptgewinn für diese Republik. Unsere Überlegungen müssten also dahin gehen, wie wir die Zahl der Reichen maximieren. Stattdessen überlegen wir unentwegt, wie wir die paar Reichen auch noch arm bekommen. Und dabei stehen wir im internationalen Vergleich ohnehin schon auf einem der hinteren Plätze. Da schauen unsere Reichen aus wie Hungerleider.

    Die einfache Formel lautet: Reiche vermehren, Arme minimieren.

    Merke:
    Die Reichen zahlen grundsätzlich keine Steuern, sodern leihen dem Staat Geld (gegen horrende Gegenleistung, die der Staat aus seiner gläubigen Klientele rausleiert).

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    • marenghi

    mehr als 1000 Beiträge seit 03.12.2020

    Antwort auf Re: Typische Deutsch von Normativ.

    Ähm, hier ist wohl der weit verbreitete Umstand gegeben, dass die Leute die reale Verteilung nicht kennen. Also die Bestätigung der Aussage des Artikels:

    Fast 70 Prozent der Deutschen haben weniger als 2500 netto.

    Von wegen also Utopia. Es gibt also noch sehr viel zu tun.

    Und wie gesagt hat die USA wegen ihrer stark ungleichen Verteilung prozentual viel mehr Arme als bspw Schweden. Da helfen die vielen Milliardäre offensichtlich nichts.

    Wenn Sie sich nicht lächerlich machen wollen, lassen Sie besser klägliche Versuche von Strohmännern mit "Sozialismus" stecken. Falls das Ihre Definition von Schweden, Schweiz, Deutschland, Norwegen usw sein sollte, dann bitte vorher klären.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 21.03.2023

    Die einfache Formel lautet: Reiche vermehren, Arme minimieren. *LOL*

    Antwort auf Typische Deutsch von Normativ.

    Dir ist aber schon klar, dass nicht alle gleichzeitig "reich" sein können oder?

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    • Normativ

    563 Beiträge seit 11.10.2022

    Antwort auf Die einfache Formel lautet: Reiche vermehren, Arme minimieren. *LOL* von .

    Es können aber alle gleichzeitig arm sein. Nennt sich Sozialismus. Was ist also besser?

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    • Normativ

    563 Beiträge seit 11.10.2022

    Antwort auf Re: Typische Deutsch von marenghi.

    Was ist denn ein Strohmann vom Sozialismus?

    Die USA beherrschen die Welt. Die Schweden eher nicht.

    Aber versuche gern weiter dir die Welt schön zu reden. Typisch deutsch halt.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 21.03.2023

    Antwort auf Re: Die einfache Formel lautet: Reiche vermehren, Arme minimieren. *LOL* von Normativ.

    Normativ schrieb am 14.05.2023 14:20:

    Es können aber alle gleichzeitig arm sein. Nennt sich Sozialismus. Was ist also besser?

    Nein, es sind auch nie alle gleichzeitig Arm....

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