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    Antwort auf Re: 50.000 € Erbschaftssteuer pro nicht selbst verdientes EFH von Xergon!.

    Xergon! schrieb am 14.05.2023 00:40:

    Ihr lebt in dieser Diskussion genau die verschrobene Wahrnehmung durch, die der Artikel beschreibt.
    Es geht doch eben nicht um 400k oder 800k Freibetrag.
    NIEMAND in diesem Forum muesste von einer Erbschaftssteuer betroffen sein. Hier geht es um Vermoegen in der Groeßenordnung von 10 Millionen oder mehr.

    Ihr habt einfach keinen Plan wie reich die reichsten 3-4% wirklich sind.

    Gruß

    Absolut nicht. Denn genau die einfache Bevölkerung wird es treffen, siehe die recht "niedrigen" Freibeträge.

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    Antwort auf 50.000 € Erbschaftssteuer pro nicht selbst verdientes EFH von Mahid.

    Mahid schrieb am 13.05.2023 20:12:

    Erbschaftssteuer auf Immobilien kann schlecht ins Ausland. Warum nicht ein Einfamilienhaus mit 50.000 € Erbschaftssteuer. Die Erben können ja prima eine Hypothek darauf aufnehmen. Erben ist eh selbst unverdient.

    Dass dann keiner mehr baut, darauf kommst du leider nicht.

    Wer würde sich dann noch für 20-30 Jahre verschulden, um ein Haus zubauen, wenn er es seinen Kindern nicht vererben könnte? Beim Aufbau von Unternehmen sehe es genauso aus. Aber hier ist der Horizont der meisten hier zuende.

    Typisch Sozialisten. Sitzen am Ende alle im Plattenbau, sind alle gleich arm und genau dann fühlen sie sich so richtig wohl.

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    • cronos_the_master_of_time

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    Antwort auf Re: 50.000 € Erbschaftssteuer pro nicht selbst verdientes EFH von WebX.

    Du hast eine sehr naive Vorstellung der Geldwirtschaft. Bei jedem Umlauf wird Geld versteuert. Auf Dein Gehalt zahlst Du Einkommenssteuer, ist also versteuert. Von diesem Gehalt bezahlst Du z.B. eine Dienstleistung. Der Dienstleister erhält Dein Geld als Einkunft, und muss das natürlich wieder versteuern. Warum?
    Ein Prinzip von "das Geld wurde ja schon versteuert und sollte deshalb nie wieder versteuert werden müssen" gibt es nicht, und das wäre auch der Ruin eines jeden Staates.
    Ich warte also auf eine Erklärung, warum zwar jedwedes Vermögen/Geld bei jeder Weitergabe versteuert wird, aber genau das Erbe davon ausgenommen sein soll.

    Leider gibt es in Deutschland bei Immobilien eine Ausnahme, und zwar das die schon nach 10 Jahren nicht mehr der Spekulationssteuer unterliegen. Schaust Du z.B. nach Frankreich, ist diese Frist viel länger. Jedenfalls hat dieses Steuerschlupfloch zu der jetzigen Immobilienblase beigetragen. Die andere Hälfte der Gleichung ist die "Generation Erbe", die die Preise hochtreibt, da sie eben noch ein durch Erbschaft heftiges Eigenkapital mitbringen, während ein normales arbeitendes Ehepaar den Kredit für ein Häuschen bis zur Rente nicht mehr abbezahlen kann.

    Nochmal zurück zum Thema: Du beziehst Dich auf die ggf. 5% der Immobilien in extrem teuren Lagen: entweder ich will als Erbe auch dort wohnen- dann zahle ich keine Steuern. Oder ich will als Erbe lieber in einem normalteuren Umfeld wohnen. Dann freue ich mich über das Millionenerbe und zahle darauf lächerlich niedrigen Steuersatz, der weit unter jenem für Einkommen und Kapitalertrag liegt.

    Von mir aus könnte die Erbschaftsteuer über 500 kEUR auch 100% betragen. Die Einnahmen sollten dann als "Grunderbe" jedem Deutschen zur Volljährigkeit als Startkapital ausgezahlt werden. Und bevor der Einwand kommt: auch ich werde irgendwann ein EFH im Speckgürtel erben, das im Moment wohl knapp siebenstellig bewertet würde. Ich habe kein Problem damit, meinen Anteil des Specks an die Gesellschaft zurückzugeben.

    Gruss cronos

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    • cronos_the_master_of_time

    mehr als 1000 Beiträge seit 10.12.2002

    Antwort auf Re: 50.000 € Erbschaftssteuer pro nicht selbst verdientes EFH von Boucher.

    Boucher schrieb am 14.05.2023 11:00:

    Mahid schrieb am 13.05.2023 20:12:

    Erbschaftssteuer auf Immobilien kann schlecht ins Ausland. Warum nicht ein Einfamilienhaus mit 50.000 € Erbschaftssteuer. Die Erben können ja prima eine Hypothek darauf aufnehmen. Erben ist eh selbst unverdient.

    Dass dann keiner mehr baut, darauf kommst du leider nicht.

    Wer würde sich dann noch für 20-30 Jahre verschulden, um ein Haus zubauen, wenn er es seinen Kindern nicht vererben könnte? Beim Aufbau von Unternehmen sehe es genauso aus. Aber hier ist der Horizont der meisten hier zuende.

    Typisch Sozialisten. Sitzen am Ende alle im Plattenbau, sind alle gleich arm und genau dann fühlen sie sich so richtig wohl.

    Ja, wie funktioniert das denn nur in anderen Ländern? z.B. in Dänemark, wo die Nachlasssteuer (direkte Linie) über dem Freibetrag von 240kEUR satte 50% beträgt? Und wo es trotzdem weniger Wohnraummangel gibt, und wo es Usus ist, sich nach dem Studium erstmal ein Eigenheim zu kaufen?
    Wie machen es die Franzosen, die trotz eines Freibetrag von 100kEUR und einer Steuerprogression bis 45% trotzdem noch im Eigenheim wohnen können?
    Ist wohl auch eine Einstellungssache. Nicht jeder ist Fan dieser "Platz da jetzt komm ich"-Mentalität, der Du anzuhängen scheinst.

    Gruss cronos

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    Antwort auf Re: 50.000 € Erbschaftssteuer pro nicht selbst verdientes EFH von cronos_the_master_of_time.

    cronos_the_master_of_time schrieb am 14.05.2023 12:05:

    Du hast eine sehr naive Vorstellung der Geldwirtschaft.

    Ne, eher du hast eine sehr naive Vorstellung von dem wohin die Steuern verschwendet werden.

    Bei jedem Umlauf wird Geld versteuert. Auf Dein Gehalt zahlst Du Einkommenssteuer, ist also versteuert. Von diesem Gehalt bezahlst Du z.B. eine Dienstleistung. Der Dienstleister erhält Dein Geld als Einkunft, und muss das natürlich wieder versteuern. Warum?

    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Du weiß ganz genau wie meine Aussage gemeint war. Der Dienstleister ist mir eine fremde Person. Meine Kinder nicht.
    Aber hey, demnächst gibt es vielleicht auch Steuer auf Taschengeld.

    Ich warte also auf eine Erklärung, warum zwar jedwedes Vermögen/Geld bei jeder Weitergabe versteuert wird, aber genau das Erbe davon ausgenommen sein soll.

    Nun ja, entweder bist du tatsächlich so weltfremd, oder stellst dich nur dumm.

    Leider gibt es in Deutschland bei Immobilien eine Ausnahme, und zwar das die schon nach 10 Jahren nicht mehr der Spekulationssteuer unterliegen. Schaust Du z.B. nach Frankreich, ist diese Frist viel länger. Jedenfalls hat dieses Steuerschlupfloch zu der jetzigen Immobilienblase beigetragen.

    Dann erkläre doch mal wie genau hat es zu der Immobilienblase beigetragen? Die Ursachen für die Immobilienblase liegen ganz bestimmt nicht bei der Erbschaftssteuer, sondern vielmehr an den sehr niedrigen Zinsen und massiven Zuzug.

    Die andere Hälfte der Gleichung ist die "Generation Erbe", die die Preise hochtreibt, da sie eben noch ein durch Erbschaft heftiges Eigenkapital mitbringen, während ein normales arbeitendes Ehepaar den Kredit für ein Häuschen bis zur Rente nicht mehr abbezahlen kann.

    Und sobald das Ehepaar das Häuschen abbezahlt und den Kindern vererbt hat, lass doch davon ein Teil gleich wieder wegnehmen. Super Idee!

    Nochmal zurück zum Thema: Du beziehst Dich auf die ggf. 5% der Immobilien in extrem teuren Lagen: entweder ich will als Erbe auch dort wohnen- dann zahle ich keine Steuern.

    Absolut nicht. Die 5% wären (um bei Hamburg zu bleiben) eher mitten in der Stadt, Hafencity etc. Ich rede dagegen von Hamburger Umland. Also z.B. Oststeinbek, gehört faktisch gesehen nicht mal mehr zu Hamburg. Grundstück mit 349qm für 350k, 600qm für 460k. Und da ist noch kein Haus drauf.

    Oder ich will als Erbe lieber in einem normalteuren Umfeld wohnen. Dann freue ich mich über das Millionenerbe und zahle darauf lächerlich niedrigen Steuersatz, der weit unter jenem für Einkommen und Kapitalertrag liegt.

    Was ist aus deiner Sicht normalteureres Umfeld? Auf dem Dorf, 50km von der nächst größeren Stadt entfernt?

    Von mir aus könnte die Erbschaftsteuer über 500 kEUR auch 100% betragen.

    Fangfrage. Besitzt du Eigentum und hast du Kinder?

    Die Einnahmen sollten dann als "Grunderbe" jedem Deutschen zur Volljährigkeit als Startkapital ausgezahlt werden.

    Du hattest mich als naiv bezeichnet? :-) Die Einnahmen werden ganz bestimmt nicht ausgezahlt werden. Denn es gibt ja viele Mautbrücken, Covidimpfungen und Kriege in fremden Ländern zu finanzieren.
    Schaue dir z.B. die heutigen Zustände in den Schulen, KiTas usw. an....

    Und bevor der Einwand kommt: auch ich werde irgendwann ein EFH im Speckgürtel erben, das im Moment wohl knapp siebenstellig bewertet würde. Ich habe kein Problem damit, meinen Anteil des Specks an die Gesellschaft zurückzugeben.

    Dann frage doch mal deine Eltern was die davon halten.

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    mehr als 1000 Beiträge seit 10.12.2002

    Antwort auf Re: 50.000 € Erbschaftssteuer pro nicht selbst verdientes EFH von WebX.

    WebX schrieb am 14.05.2023 12:24:

    cronos_the_master_of_time schrieb am 14.05.2023 12:05:

    Du hast eine sehr naive Vorstellung der Geldwirtschaft.

    Ne, eher du hast eine sehr naive Vorstellung von dem wohin die Steuern verschwendet werden.

    Bei jedem Umlauf wird Geld versteuert. Auf Dein Gehalt zahlst Du Einkommenssteuer, ist also versteuert. Von diesem Gehalt bezahlst Du z.B. eine Dienstleistung. Der Dienstleister erhält Dein Geld als Einkunft, und muss das natürlich wieder versteuern. Warum?

    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Du weiß ganz genau wie meine Aussage gemeint war. Der Dienstleister ist mir eine fremde Person. Meine Kinder nicht.
    Aber hey, demnächst gibt es vielleicht auch Steuer auf Taschengeld.

    Ich warte also auf eine Erklärung, warum zwar jedwedes Vermögen/Geld bei jeder Weitergabe versteuert wird, aber genau das Erbe davon ausgenommen sein soll.

    Nun ja, entweder bist du tatsächlich so weltfremd, oder stellst dich nur dumm.

    Leider gibt es in Deutschland bei Immobilien eine Ausnahme, und zwar das die schon nach 10 Jahren nicht mehr der Spekulationssteuer unterliegen. Schaust Du z.B. nach Frankreich, ist diese Frist viel länger. Jedenfalls hat dieses Steuerschlupfloch zu der jetzigen Immobilienblase beigetragen.

    Dann erkläre doch mal wie genau hat es zu der Immobilienblase beigetragen? Die Ursachen für die Immobilienblase liegen ganz bestimmt nicht bei der Erbschaftssteuer, sondern vielmehr an den sehr niedrigen Zinsen und massiven Zuzug.

    Die andere Hälfte der Gleichung ist die "Generation Erbe", die die Preise hochtreibt, da sie eben noch ein durch Erbschaft heftiges Eigenkapital mitbringen, während ein normales arbeitendes Ehepaar den Kredit für ein Häuschen bis zur Rente nicht mehr abbezahlen kann.

    Und sobald das Ehepaar das Häuschen abbezahlt und den Kindern vererbt hat, lass doch davon ein Teil gleich wieder wegnehmen. Super Idee!

    Nochmal zurück zum Thema: Du beziehst Dich auf die ggf. 5% der Immobilien in extrem teuren Lagen: entweder ich will als Erbe auch dort wohnen- dann zahle ich keine Steuern.

    Absolut nicht. Die 5% wären (um bei Hamburg zu bleiben) eher mitten in der Stadt, Hafencity etc. Ich rede dagegen von Hamburger Umland. Also z.B. Oststeinbek, gehört faktisch gesehen nicht mal mehr zu Hamburg. Grundstück mit 349qm für 350k, 600qm für 460k. Und da ist noch kein Haus drauf.

    Oder ich will als Erbe lieber in einem normalteuren Umfeld wohnen. Dann freue ich mich über das Millionenerbe und zahle darauf lächerlich niedrigen Steuersatz, der weit unter jenem für Einkommen und Kapitalertrag liegt.

    Was ist aus deiner Sicht normalteureres Umfeld? Auf dem Dorf, 50km von der nächst größeren Stadt entfernt?

    Von mir aus könnte die Erbschaftsteuer über 500 kEUR auch 100% betragen.

    Fangfrage. Besitzt du Eigentum und hast du Kinder?

    Auf die anderen Sachen gehe ich nicht nochmal ein. OK, Du möchtest, dass die Reichen über Generationen Vermögen anhäufen können- da werden wir uns nicht einig. Ich möchte aber nochmal daran erinnern, dass speziell in Deutschland der soziale Aufstieg sehr schwer ist, und das, obwohl wir (auf dem Papier) ein durchlässiges Bildungssystem haben sollten.

    Zu Deine Fangfrage: ja, ich besitze ein denkmalgeschütztes EFH in einer Deutschen Großstadt; das ist ca. zur Hälfte abbezahlt. Aus eigener Kraft, also ohne Erbe. Und ja, ich habe Kinder, die das mal erben könnten, wenn ich es denn so lange behalte. Ich hab das Haus für mich gekauft zum drin wohnen. Ich gebe meinen Kindern einen bestmöglichen Start in ihr Leben, die Möglichkeit eine gute Ausbildung zu genießen. Und dann sollen sie ebenfalls aus eigener Kraft eine Existenz aufbauen können, was auch den Erwerb von Wohneigentum mit einschließt. Meine Erwartung an den Staat ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das ein normaler Angestellter auch kann.

    Gruss cronos

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    Antwort auf Re: 50.000 € Erbschaftssteuer pro nicht selbst verdientes EFH von cronos_the_master_of_time.

    cronos_the_master_of_time schrieb am 14.05.2023 12:39:

    Auf die anderen Sachen gehe ich nicht nochmal ein. OK,

    Warum nicht? Fehlen plötzlich die Argumente sobald es konkreter wird, bzw. werden soll?

    Du möchtest, dass die Reichen über Generationen Vermögen anhäufen können- da werden wir uns nicht einig.

    Der wesentliche Unterschied zwischen uns beiden ist wohl. Du möchtest, dass es keine Reichen gibt. Ich möchte, dass es keine Armen gibt. Und ich bin der Meinung, dass wer was leisten kann und vor allem will, der soll auch davon profitieren können.

    Ich möchte aber nochmal daran erinnern, dass speziell in Deutschland der soziale Aufstieg sehr schwer ist,

    Sehe ich nicht so. Wer sich nicht auf die faule Haut legt und was im Köpfchen hat, der kann auch in Deutschland viel erreichen.

    und das, obwohl wir (auf dem Papier) ein durchlässiges Bildungssystem haben sollten.

    Unser Bildungssystem kann im Grunde gar nicht als solches bezeichnet werden. Wie ich schon anderweitig schrieb. Die Zustände und das Bildungsprogramm in den KiTas, Schulen etc. sind desaströs.

    Zu Deine Fangfrage: ja, ich besitze ein denkmalgeschütztes EFH in einer Deutschen Großstadt; das ist ca. zur Hälfte abbezahlt. Aus eigener Kraft, also ohne Erbe. Und ja, ich habe Kinder, die das mal erben könnten, wenn ich es denn so lange behalte. Ich hab das Haus für mich gekauft zum drin wohnen.

    Selbstverständlich kauft man es für sich zum drin wohnen.

    Ich gebe meinen Kindern einen bestmöglichen Start in ihr Leben, die Möglichkeit eine gute Ausbildung zu genießen.

    Gute Einstellung!

    Und dann sollen sie ebenfalls aus eigener Kraft eine Existenz aufbauen können, was auch den Erwerb von Wohneigentum mit einschließt. Meine Erwartung an den Staat ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das ein normaler Angestellter auch kann.

    Und da bist du sehr naiv tatsächlich daran zu glauben.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (14.05.2023 13:17).

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