Kanzlerkandidat Laschet und Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer fordern eine stärkere Abgrenzung Europas von China – sonst drohe die „Kontrolle über Märkte“, auch in Deutschland.
Die Beiträge erscheinen kommende Woche im Rahmen der Festschrift „Den neuen Westen schmieden“, die dem Handelsblatt vorliegt. Laschet drängt darin auf europäische Handlungsfähigkeit. „Nur dann sind wir auch für unsere transatlantischen Freunde ein starker Partner“, schreibt er.
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/geopolitik-eine-schicksalsfrage-cdu-politiker-fordern-transatlantischen-schulterschluss-gegen-china/27493680.html
Seine Internetpräsenz ist Aussenpolitisch ziemlich spärlich aufgestellt, sowie schon seine Bewerbungsrede für den Parteivorsitz:
Außenpolitik europäisch denken: selbstbewusst mit einer Stimme sprechen und gemeinsam die transatlantische Partnerschaft festigen
Regeln und Partner: Völkerrecht und NATO als Fundament unserer Sicherheit stärken
Asien ist mehr als China: internationale Beziehungen auf eine breite, wertegeleitete Basis stellen
Es wirkt ein bisschen wie "Meine Zuleitungsbuchse für transatlantische Aufgaben von Übersee ist fest installiert und empfangsbereit".
https://armin-laschet.de/program/verantwortungsvolle-aussenpolitik-buendnisse-statt-isolation/
Der Artikel wirkt auf mich, als versuche man ein wenig zu suggerieren, Laschet sei gegenüber Baerbock zumindest außenpolitisch die bessere Lösung, was auch schon bei Trump gegen Clinton gewirkt hatte, ganz nach der Devise "Hauptsache kein Krieg".
Aber erstens bestimmt Deutschland das sowieso nicht und zweitens würde, wie man oben sieht, auch Laschet nach der Melodie tanzen, die es aus Washington pfeift.
Letztendlich würde ich den Grünen sogar noch eher zutrauen, sich in letzter Sekunde ihrer Wurzeln in der Friedensbewegung zu erinnern. Nicht weniger übertrieben, als Laschets angebliche "Putinversteherei", ist nämlich auch die angebliche Kriegsgeilheit der Grünen.