TwoOfFive schrieb am 27.08.2023 23:47:
Da Antisemitismusvorwürfe heutzutage extrem inflationär in politischen Intrigen in den Raum geworfen werden
Das kannst Du natürlich Wort für Wort belegen. Für Kampagnen ist doch eigentlich die BILD zuständig.
Jö, nur die BILD ist böse, wie dieser Fall eindrucksvoll zeigt.
Stellvertretend für inflationäre Antisemitismusvorwürfe ist aktuell z.B. Prozess an Sucharit Bhakdi.
Wer prominent genug ist und z.B. bei kapitalismuskritischen Anmerkungen es wagt, Namen wie Rockefeller, Rothschild oder Zuckerberg in den Mund zu nehmen oder ihre Fonds zu erwähnen, der kriegt sofort Antisemitismusvorwurf auf die Nase gebunden. Ähnliches bei Banken/Börsen- oder i.a. Finanzwesen-Kritik – dahinter soll angeblich verkappter Antisemitismus stecken. Oder bei Kritik Regierungsmaßnahmen.
Keine Frage, das "Flugblatt" zu Wettbewerb um "größten Vaterlandsverräter" ist ziemlich geschmacklos und von Niveau her passt zu einem einem Burschenscherz
Nur geschmacklos und ein Scherz... Das spricht für sich.
Hast Du dieses "Flugblatt" gesehen und gelesen?
Wenn ja, kannst du dann daraus Antisemitismus so ableiten, dass es auch für jeden mit gesundem Menschenverstand ersichtlich wird? Oder geht es nur mit klandestinen Codes, Anspielungen und Vermutungen, die an den Haaren herbeigezerrt werden?
Also, wirklich interessant wäre jetzt zu ergründen, wer diese Kampagne angestoßen hat.
Abgesehen von dem Kampagnenvorwurf: Natürlich wäre es das. Allerdings ist die SZ wohl eher keine Zeitung die solche Vorwürfe mal eben zum Vergnügen oder aus Mißmut weil das Wetter schlecht ist in den Wahlkampf posaunt. …
Früher habe ich SZ auch geschätzt.
Apropos Aiwanger. Auch wenn er nichts damit zu tun hatte, muss er dennoch weg!
https://www.n-tv.de/politik/Esken-fordert-Aiwanger-Rauswurf-trotz-Gestaendnis-des-Bruders-article24353107.html
Klar, dass er genau wie Kickl in Österreich manche Genossen massivst stört. Daher soll er auch Antisemit sein.