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  • ukezi

269 Beiträge seit 08.10.2017

E-Autos und der Strommix

Momentan brauchen E-Autos zwischen 10 und 20kWh/100km real. Rechnen wir einfach mal mit 20kWh und einen Kombinierten Akku Wirkungsgrad von 90%. Daher wir brauchen 22 kWh ab Steckdose um 100 km zu fahren. Da E-Autos viel Energie zurückgewinnen ist auch das schwerer werden nicht schlimm.

Braunkohle hat um die 1 kg CO2/kWh, Gas 0,5.
https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf Abbildung 36
Der deutsche Strommix ist bei um die 0,51
Daher mit reinem Braunkohlestrom wären wir bei 22kg CO2/100km, bei Gas und dem deutschen Strommix bei 11kg. Bei der Verbrennung von Diesel wird 3,09kg CO2/l erzeugt, bei Benzin 2,5.
https://www.co2online.de/klima-schuetzen/mobilitaet/auto-co2-ausstoss/

Daher 100 km Elektroauto worst case, reine Braunkohle, sind 7.11l Diesel oder 8,8l Benzin äquivalent und dies lässt den Energieverbrauch für die Erzeugung und Verteilung vom Treibstoff komplett außen vor, weil ich dafür keinen guten Werte gefunden habe, da kommen Zahlen zwischen 1.5 und 7 kWh (Nicht Strom sondern Primärenergie) pro l Diesel raus. Nicht gut aber auch nicht so schlecht, dies ist realer Verbrauch. Im deutschen Strommix ist es etwa die Hälfte. Das erreichen äußerst wenige Verbrenner. Die meisten E-Autos sind auch eher Richtung 15kWh/100km, nochmal 25% weniger.

Alles in allem also besser als Verbrenner, selbst mit dem heutigem Strommix, gerade im Stadtverkehr und der Kurzstrecke.

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  • Avatar von JustMyTwoCents
    • JustMyTwoCents

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.02.2019

    Antwort auf E-Autos und der Strommix von ukezi.

    ukezi schrieb am 25.06.2021 22:42:

    Alles in allem also besser als Verbrenner, selbst mit dem heutigem Strommix, gerade im Stadtverkehr und der Kurzstrecke.

    Ja du hast völlig Recht, selbst mit 100% Kohlestrom landet man im Nullsummenspiel. So schlecht ist der Verbrenner. Da haben sich die Stinkerfanatiker ein tolles Eigentor geschossen, als Sie auf die "Gesamtemmissionen" gedeutet haben und dachten ihr Benzin kommt aus der Zapfsäule :-D

    Hier übrigens eine übersichtliche Studie mit vielen Parametern beachtetet, es gibt sogar Werte für verschiedene Länder je nach Strommix:
    https://www.transportenvironment.org/sites/te/files/downloads/T&E%E2%80%99s%20EV%20life%20cycle%20analysis%20LCA.pdf

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  • Avatar von cybergorf
    • cybergorf

    mehr als 1000 Beiträge seit 23.08.2001

    Antwort auf E-Autos und der Strommix von ukezi.

    ukezi schrieb am 25.06.2021 22:42:

    Momentan brauchen E-Autos zwischen 10 und 20kWh/100km real. Rechnen wir einfach mal mit 20kWh und einen Kombinierten Akku Wirkungsgrad von 90%. Daher wir brauchen 22 kWh ab Steckdose um 100 km zu fahren. Da E-Autos viel Energie zurückgewinnen ist auch das schwerer werden nicht schlimm.

    Das gilt auch für jeden modernen Hybrid-Verbrenner.

    Braunkohle hat um die 1 kg CO2/kWh, Gas 0,5.
    https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf Abbildung 36
    Der deutsche Strommix ist bei um die 0,51
    Daher mit reinem Braunkohlestrom wären wir bei 22kg CO2/100km, bei Gas und dem deutschen Strommix bei 11kg. Bei der Verbrennung von Diesel wird 3,09kg CO2/l erzeugt, bei Benzin 2,5.
    https://www.co2online.de/klima-schuetzen/mobilitaet/auto-co2-ausstoss/

    Daher 100 km Elektroauto worst case, reine Braunkohle, sind 7.11l Diesel oder 8,8l Benzin äquivalent

    Und ein moderner Hybrid-Verbrenner kommt mit 4-5 Liter aus. ein Prius noch deutlich darunter - auch im Stadtverkehr.

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  • Avatar von 1Hz
    • 1Hz

    mehr als 1000 Beiträge seit 27.09.2019

    Antwort auf E-Autos und der Strommix von ukezi.

    Sie haben wie so viele das gerne machen den Akku vergessen. Es ist gar nicht strittig, dass ein Elektroauto im reinen Betrieb weniger CO2 verursacht. Es reicht aber nun mal nicht, den Akku zu amortisieren. So dass in der Gesamtbetrachtung das Elektroauto schädlicher ist.

    Das Posting wurde vom Benutzer editiert (25.06.2021 23:45).

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  • Avatar von JustMyTwoCents
    • JustMyTwoCents

    mehr als 1000 Beiträge seit 26.02.2019

    Antwort auf Re: E-Autos und der Strommix von 1Hz.

    1Hz schrieb am 25.06.2021 23:44:

    Sie haben wie so viele das gerne machen den Akku vergessen. Es ist gar nicht strittig, dass ein Elektroauto im reinen Betrieb weniger CO2 verursacht. Es reicht aber nun mal nicht, den Akku zu amortisieren. So dass in der Gesamtbetrachtung das Elektroauto schädlicher ist.

    Nein, dreist gelogen:
    https://www.transportenvironment.org/sites/te/files/downloads/T&E%E2%80%99s%20EV%20life%20cycle%20analysis%20LCA.pdf

    Ein eAuto in Deutschland hat sich nach weniger als der Hälfte der Lebensdauer amortisiert, in Norwegen sogar schon nach 20%.

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  • Avatar von Lyra
    • Lyra

    mehr als 1000 Beiträge seit 31.03.2021

    Antwort auf Re: E-Autos und der Strommix von 1Hz.

    1Hz schrieb am 25.06.2021 23:44:

    Sie haben wie so viele das gerne machen den Akku vergessen. Es ist gar nicht strittig, dass ein Elektroauto im reinen Betrieb weniger CO2 verursacht. Es reicht aber nun mal nicht, den Akku zu amortisieren. So dass in der Gesamtbetrachtung das Elektroauto schädlicher ist.

    Die neue A-Klasse hat 110g/km oder 11KG auf 100km. Laut WLTP aus 4 Liter Diesel.
    Spritmonitor gibt für das Auto 4,6l an und 12,2KG auf 100km
    Der Strommix ist 366g pro KWh.
    Also kommt bei 1,5KWh pro Liter Diesel Veredelung und wir ignorieren einfach mal die gesammte Förderung, kommt die kleinste Diesel A-Klasse auf 12,5Kg CO² auf 100km laut WLTP und auf knapp 14KG CO² auf 100 km nach Spritmonitor.

    Vergleich Tesla M3 long range, Braucht nach WLTP 15KWh auf 100km und real 17KWh.
    Das sind 5,5KG CO² auf 100km WLTP und 6,2KG CO² auf 100km real.

    Alle 100.000km macht also ein M3 mit viel Power, Fahrspaß und gute Ausstattung 5,5Tonnen CO² weniger WLTP und 6 Tonnen CO² weniger Real, als eine totale spar A-Klasse. Und das ohne all das Öl Debakel, wie Fracking, Ölpest, Verelendung von ganzen Staaten überall auf der Welt.

    Um das mal in den Kontext der Herstellung zu ziehen 2017 ist mal laut T-Online von 150 bis 200KG CO² pro KWh ausgegangen:
    https://www.t-online.de/auto/elektromobilitaet/id_81434756/studie-hoher-co2-ausstoss-bei-produktion-von-e-auto-akkus.html

    Bei den 80KWh den M3 sind das 12 bis 16 Tonnen.
    Aktuelel Studien wie hier gehen schon von 75KG aus, also 6 Tonnen:
    https://www.energie-und-management.de/nachrichten/handel/emission/detail/co2-rucksack-von-e-autos-wird-immer-leichter-138636

    Sprich sie Fahren mit kaum mehr als 100.000km den ganzen Akku ein bei einem großen M3 gegen die kleines A-Klasse, ohne einen großen Teil der CO² Bilanz des Öls, und OHNE MOTOR UND GETRIEBE GEGEN ZU RECHNEN.

    Es wird noch schlimmer für den Brenner, Das M3 hat eine erwartet Lebensdauer von 800.000km, ein Diesel von 300.000km.

    Nehmen wir an Tesla baut misst und die Karre ist nach 600.000km Schrott und nix Verwertung, während die A-Klasse den Schnitt schafft und ohne je Wartung jenseits von Innenraum Luftfiltern zu brauchen dann sieht die Bilanz so aus:
    Mercedes A Klasse 177 A160d: 84 Tonnen + 2 Volle Fahrzeuge
    Tesla M3 Long Range: 42 Tonnen + Ein Fahrzeug ohne Batterie (die ist ja schon eingerechnet)

    In der Praxis dürfte der Verbrenner also schon heute ganzheitlich das 3 bis 4 Fache an CO² auswerfen. Leider gibt es keine gesamt CO² angaben für den Fahrzeugbau, bzw ich habe keine gefunden.
    Und da ja der Akku weiter billiger werden muss sinkt der Rucksack weiter. Tesla will ja seinen kommenden 4680er Zellen für die Hälfte der Kosten Produzieren. Ich denke spätestens hier wird ein Verbrenner mit einem größeren CO² Rucksack vom Band laufen als ein E-Auto, wenn er das nicht eh schon tut. So gut sind die Bilanzen der Chinesischen Bumbsbuden die sich hinter 3 bis 5 Subunternehmern Verstecken und irgendwelche Kleinteile liefern ja nicht.

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